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Pestizide: So versucht sind Kinderspielplätze

Pestizide: So versucht sind Kinderspielplätze

Belastete Kinderspielplätze: Die sogenannte Abdrift von landwirtschaftlichen Gebieten ist problematisch. In Südtirol haben Forscherinnen und Forscher von Wind und Regen verfrachtete Pestizide auf Kinderspielplätzen gefunden.
Es ist mehr als wahrscheinlich, dass dieses Problem auch für Deutschland, Österreich und die Schweiz gilt:

Auf landwirtschaftlichen Flächen wird der Pestizidgehalt überwacht – nicht aber an öffentlichen Orten. Pestizide driften jedoch von landwirtschaftlichen Feldern auf umliegende Flächen ab. Eine aktuelle Studie in der Peer-reviewten Fachzeitschrift Environmental Sciences Europe hat nun erstmals öffentliche Spielplätze getestet. In vier Tälern Südtirols wurden 71 öffentliche Spielplätze neben intensiv bewirtschafteten Apfel- und Weinplantagen überprüft und zugrunde liegende Faktoren untersucht.

Belastete Spielplätze: Die Ergebnisse

  • Fast die Hälfte der Spielplätze (45%) waren mit mindestens einem Pestizid und ein Viertel (24%) mit mehr als einem
  • Insgesamt wurden 12 verschiedene Pestizide nachgewiesen. Am häufigsten kamen Fluazinam (Fungizid) und Phosmet (Insektizid) vor.
  • Elf der zwölf gefundenen Pestizide sind hormonell wirksam. Dass die Mehrheit der nachgewiesenen Pestizide als endokrin wirksam eingestuft wird, ist beunruhigend! Denn Kinder sind besonders anfällig.
  • Außerdem wurden ein Desinfektionsmittel und ein Konservierungsmittel gefunden.
  • Die Größe der landwirtschaftlichen Fläche, die Niederschlagsmenge und die Windgeschwindigkeit haben großen Einfluss auf die Kontamination: höhere Anteile von Apfelplantagen in der Landschaft, Niederschläge sowie windige Bedingungen nach Windstillezeiten erhöhen die Pestizidbelastung dieser Standorte.

Unangenehmes Detail am Rande: Die Proben wurden zu Beginn der Vegetationsperiode genommen. Es ist wahrscheinlich, dass Spielplätze im Laufe der Erntezeit von mehr Pestiziden und höheren Konzentrationen betroffen sein werden.

Und: Es ist sehr wahrscheinlich, dass auch andere Flächen, wie z.B. Privatgärten in ähnlicher Weise betroffen sind.

Verseuchte Spielplätze: Fazit

DAS sollte uns kräftig zu denken geben! Eine Überwachung der Pestiziddrift sollte Standard sein, meint der gesunde Menschenverstand. Denn sonst sind natürliche Ökosysteme sowie die Gesundheit unserer Kinder in Gefahr.

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Beitragsbild: Pixabay/StockSnap

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Muttis Nähkästchen

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

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