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Hören und Stress: Wenn wir zu viel um die Ohren haben

Hören und Stress: Wenn wir zu viel um die Ohren haben

Hören und Stress sind eng miteinander verbunden. Jeder von uns hat manchmal „zu viel um die Ohren“! Und tatsächlich sind Lärm und Stress nicht gut für unser so wichtiges Sinnesorgan! Gerade wir Eltern können ein Lied davon singen!


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Voraussichtliche Lesedauer: 8 Minuten

Angenehme natürliche Geräusche, Stille und Ruhe: Fremdwörter für Eltern von kleineren Kindern. Dauerbeschallung mit den Geräuschen von elektronischen Geräten, Geschwisterstreit und das ständige „MAMAAAAAA“ lassen unser Gehör niemals zur Ruhe kommen. Jahrelang auch nicht nachts. Das kann und wird sich rächen! Unser Gehör ist im Dauereinsatz – wenn wir diesem so wichtigen Sinnesorgan keine Pausen gönnen, müssen wir mit vielen gesundheitlichen Problemen rechnen.


Hören und Stress


Hören und Stress: Gibt es da einen Zusammenhang?

Natürlich gibt es sehr viele unterschiedliche Stressfaktoren und jeder Mensch reagiert anders! Eine lang andauernde starke Beanspruchung unseres Gehörs tut uns aber allen nicht gut!


#1 Warum haben wir überhaupt Stress?

Man hört es überall: Ich habe Stress! Vielen wird es irgendwann zu viel! Man ist rund um die Uhr erreichbar, wir leiden unter Termindruck, es gibt ein Überangebot an Aktivitäten und auch der Druck der sozialen Medien ist nicht zu unterschätzen. Bestimmte Stressfaktoren sind für jeden Menschen „schlimm“: Krankheit, Geldsorgen oder der Verlust des Arbeitsplatzes. Solche Dinge stressen jeden, weil natürlich extrem viele Sorgen damit einhergehen und Angst ist ein extremer Stressfaktor, den man auch nur sehr schwer ausblenden kann. Andere Stressfaktoren werden ganz unterschiedlich wahrgenommen. Als Mama ist Stress für mich heute auf einer ganz anderes Ebene als früher als Single. Ich habe meinen Arbeitsalltag früher als stressig empfunden – heute würde ich mich nach so viel Freizeit sehnen. Dieses ständige Rattern im Kopf. Die Termine von 6 Personen unter einen Hut zu bringen und für jeden immer da zu sein. Ja das ist eine spezielle Form von Stress. Dennoch empfinde ich es teilweise nicht viel schlimmer als früher als junge Erwachsene. Man wächst vielleicht mit seinen Aufgaben. Ganz sicher sogar. Die Elternschaft verändert ja bekanntlich wie nichts anderes!

Manche Menschen merken erst im Nachhinein, dass eine Zeit besonders stressig war, weil sie im Fall der Fälle einfach nur reagieren und agieren – so ging es den meisten Eltern mit der Homeschooling- und Homeoffice-Situation während der Pandemie. Wir haben alle funktioniert! Erst viel später haben wir die Auswirkungen auf Körper und Seele so richtig gespürt. Andere fühlen sich schon erschöpft und gestresst, wenn sie nur an den bevorstehenden – mit Aufgaben vollgepackten Tag – denken. Stress ist ganz individuell! Manche Menschen scheinen sogar immun gegen Stress zu sein. Angeboren ist das allerdings nicht. Sie haben sich selbst eine starke Resilienz erarbeitet und haben gelernt auf sich selbst zu vertrauen und allen Dingen positiv gegenüberzutreten. Resilienz ist Übungs- und Einstellungssache – wie es auch das Glücklichsein ist.

In stressigen Situationen wird unser Körper durch das Stresshormon Adrenalin in Alarmbereitschaft versetzt. Die darauf folgenden Reaktionen helfen uns zu überleben und Gefahren zu bewältigen. Dabei spielt unser Gehör als unser wichtigstes Sinnesorgan eine große Rolle. „Unser Gehör ist eben der Wächter, der niemals schläft.“ (Walter 2021: 70)


#2 Wann wird Stress schädlich?

Stehen wir dauerhaft unter Stress beginnen die Stresshormone unserem Körper zu schaden. Wir leiden dann unter Schlafstörungen, Verdauungsproblemen oder Erschöpfungszuständen. Der Kopf schmerzt, unsere Nacken- und Kiefermuskulatur ist verspannt und wir klagen über Herzrasen oder Beklemmungen. All das höre ich oft unter Müttern! Klar – wir haben ja einen zusätzlichen ganz erheblichen Stressfaktor: Die Familie. Die Care-Arbeit rund ums Familienleben ist ein leider noch immer stark unterschätzter Hauptteil unseres Lebens, der ganz enorm unter Druck setzt.

Um Folgeerkrankungen wie Herzkreislauf-Erkrankungen, Darmproblemen, Asthma, Neurodermitis uvm. entgegenzuwirken, heißt es schon auf die ersten Vorboten zu achten und tätig zu werden. Kurze Stressphasen steckt unser Körper gut weg – auf ständig anhaltenden Stress ist er nicht ausgelegt und es kommt unweigerlich zu gesundheitlichen Problemen.


#3 Hören und Stress: Wie Geräusche Stress auslösen können

In unserem Alltag werden möglichst viele Geräusche weggefiltert um unser Großhirn zu entlasten. Bei potenzieller Gefahr werden Geräusche noch verstärkt und ungefiltert durchgelassen. Manche Geräusche versetzen uns in eine Alarmbereitschaft: ein vorbeifahrender Zug, ein Hilferuf, aber eben auch das Schreien eines Kindes. Wir Eltern sind also eigentlich ständig in Alarmbereitschaft und unser Gehör lässt einfach alle Geräusche direkt in unser Großhirn. Dass der Stresspegel somit schnell steigt bzw. konstant oben bleibt, ist klar.

Sind wir erst einmal auf so einem hohen Stresspegel angelangt, „stressen“ uns plötzlich sogar ganz normale Geräusche, die wir in einer entspannten Situation einfach überhören würden. Kindergeschrei oder der Rasenmäher des Nachbarn sind solche Beispiele. Sind wir gewohnt – können wir im Normalfall gut ausblenden. Sind wir aber sehr gestresst, führt schon das zu einem erneutem Anstieg des Stresspegels. Ein Teufelskreis. Unsere Hörverarbeitung wird immer noch weniger Geräusche unterdrücken können!

Es ist nicht verwunderlich, dass viele stark gestresste Menschen auch Probleme mit dem Innenohr bekommen. Diese sollte man immer beim HNO-Arzt abklären lassen. Es gibt eine Reihe von Untersuchungsmöglichkeiten und Behandlungsmethoden um unser so stark beanspruchtes Sinnesorgan zu beschützen!


#4 Ständiger Lärm als Stressfaktor

„Man kann dem Lärm heute kaum entfliehen und man kann ihn als Einzelner auch nur schlecht bekämpfen!“ (Walter 2021: 115) Lärm ist ein lautes unerwünschtes Geräusch. Unsere Zivilisationsgeräusche sind ja noch relativ jung. Vor wenigen Jahrhunderten lebte der Mensch noch in einem sehr natürlichen Umfeld. Mit Fluglärm und nervtötenden Computerspielen mussten sich unsere Vorfahren nicht herumschlagen. Im Laufe der Zeit hat der Mensch zwar gelernt Verkehrs- oder Fabrikslärm nicht mehr bewusst wahrzunehmen, trotzdem löst er aber Stress in unserem Körper aus. Wer in der Nähe eines Flughafens oder der Autobahn wohnt, weiß wovon ich spreche. Wir gewöhnen uns daran – trotzdem belastet uns der Dauerlärm. Wohnt man in der Stadt bekommt unser Ohr außerdem kaum noch die ursprünglichen Klänge der Natur zu hören. Das schadet unserem Gehör und unserem Stresslevel.

Besonders schlimm ist Lärm in der Nacht. Nur wenn wir uns in der Nacht wirklich erholen, können wir am nächsten Tag leistungsfähig sein. Unsere Lebensqualität leidet unweigerlich durch Krach in der Nacht. Die Zeit mit kleinen Kindern, die in der Nacht oft aufwachen und uns somit ständig aufwecken, darf also wirklich nicht unterschätzt werden.

Kaum schlafen wir ein, ruhen alle unsere Sinnesorgane weitestgehend – nur nicht das Gehör. Das wird dann hellwach und registriert jedes noch so kleine Geräusch. Es gleicht sozusagen den Ausfall der anderen Sinne aus. Wird unser Schlafrhythmus regelmäßig unterbrochen, ist unser Schlaf nicht mehr erholsam. Wir fühlen uns wie gerädert und haben keine Kraft. Wiederum empfinden wir dann völlig normale Geräusche als extrem stressig und schon sind wir vom Aufstehen an wieder in dem Teufelskreis aus Geräuschen als Stressfaktor.


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Zu viel um die Ohren

Zu viel um die Ohren: Wie Stress das Hören verändert

Alle Infos und Tipps in diesem Beitrag stammen aus dem höchst interessanten Buch von Dr. med. Uso Walter! Viele von uns beschäftigen sich mit den Themen Resilienz und Stressvermeidung, weil wir als Eltern schon selbst damit zu kämpfen haben. Dass aber auch der dauernde Lärmpegel ein riesengroßer Stressfaktor ist, bedenken wir dabei kaum. Und das obwohl unser Gehör als Wächter über Lärm und Krach wohl eine sehr große Rolle dabei spielt.

Ein sehr interessanter und einleuchtender Ansatz. Wer mit Stress zu kämpfen hat, sollte sich dieses Buch zu Gemüte führen und auch die akustischen Einflüsse als Stressfaktor mit einbeziehen.


#5 Balsam fürs Gehör

Natürlich ist nicht alles, was wir hören negativ für unser Gehör und unseren Körper. Ganz im Gegenteil. Manche Geräusche, Klänge und Musik tragen sogar ganz enorm zur Entspannung bei indem sie uns ein positives und sicheres Gefühl vermitteln. Hört man Naturgeräusche oder eine vertraute rhythmische Melodie, die man mit einem schönen Moment assoziiert, kann das den Stress abbauen.

„Die Geräusche um Sie herum führen also dazu, dass Sie sich entspannen. Sogar mehr, als Sie es in einem stillen Zimmer ohne jedes Geräusch tun würden. Denn harmlose Hintergrund- und Naturgeräusche signalisieren dem Zwischenhirn: Alles ist gut, mir kann nichts passieren. Dieses Gefühl der Grundsicherheit bringt der Mensch von Kindesbeinen an mit. Kinder schlafen viel besser ein, wenn es nicht mucksmäuschenstill ist, sondern wenn die akustische Umgebung ihnen Sicherheit suggeriert.“

(Walter 2021: 229)

Vor allem mit Musik kann man seine Stimmung und seine Gefühle also positiv beeinflussen. Das reduziert Stress und hält gesund. Es ist also wieder einmal eine Übungs- und Einstellungssache. „Also muss es unser vorrangiges Ziel sein, mit so vielen positiven Gefühlen wie möglich durchs Leben zu gehen.“ (Walter 2021: 231)


Unser Gehör kann uns also schaden und Stress erzeugen. Es kann uns aber auch entspannen und helfen glücklicher und entspannter zu sein. Dafür müssen wir nur die für uns richtigen Klänge finden. Für uns Eltern kann das nur heißen einen akustischen Ausgleich zum Alltag zu finden. Denn so wie den Verkehrslärm können wir ja auch unsere Kinder nicht abstellen. Aber wir können unserem Gehör eine Pause verschaffen und die Zeiten der Stille mit für uns positiven Klängen füllen! Mir helfen Traumreisen und Meditationen. Das entspannt mich und mein Gehör am besten. Habt ihr auch Zeiten, in denen ihr euer Gehör entlastet und mit schönen Klängen belohnt?


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Gehör und Stress

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Christine

Christine, chaotische Mama von 4 Kids berichtet hier als Co-Bloggerin vom Leben zwischen Babybrei und Vorpubertät! Der Social-Media Name "Die lauten Nachbarn" ist hier täglich Programm. Folgt uns gerne auch auf Instagram und Facebook!

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