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Vereinbarkeit: geschlechtergerecht verteilte Erziehungsverantwortung

Vereinbarkeit: geschlechtergerecht verteilte Erziehungsverantwortung

Erziehung ist Frauensache.
Vereinbarkeit scheint für Männer kein Thema zu sein.

Diese Rollen-Stereotype nimmt die Fotoausstellung “Swedish Dads” kritisch unter die Lupe und zeigt, dass es auch ganz anders geht.

Jede Person in jeder Lebensphase sollte, unabhängig vom Geschlecht, die gleichen Chancen zur Selbstentfaltung erhalten. Aber eine tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern ist erst erreicht, wenn alle entsprechend ihrer Fähigkeiten/Kompetenzen die gleichen Chancen erhalten und auch wahrnehmen können, wenn Frauen und Männer ihr Erwerbs- und Privatleben gut miteinander vereinbaren können.

Aber noch immer unterscheidet sich die Realität von Frauen und Männern deutlich voneinander. Frauen sind seltener in Führungspositionen anzutreffen, der Gender-Pay-Gap ist leider gelebte Realität. Männer ergreifen seltener soziale Berufe und ihre Beteiligung an familiären Fürsorgearbeiten (während der Eltern- oder Pflegezeit bzw. im Alltag) wird in der Gesellschaft und vor allem in der Wirtschaft wenig berücksichtigt und unterstützt. Oft werden Väter, die Fürsorgearbeit übernehmen wollen, dafür sogar belächelt … Vereinbarkeit scheint für Männer – im Gegensatz zu Frauen – kein Thema zu sein.

Gleichstellung: Rollenstereotype verändern

Swedish Dads: Vereinbarkeit mit schedischen Vätern
Swedish Dads © Johan Bävman

Derartige Begrenzungen – in den Köpfen von Menschen und in gesellschaftlichen Strukturen – gilt es aufzulösen. Denn eine stärkere partnerschaftliche Aufteilung von Familien- und Erwerbsarbeit liegt nicht nur im Interesse vieler, oft mehrfach belasteter Frauen, sondern auch von Männern, die sich gern mehr in ihren Familien engagieren und z.B. (länger) Elternzeit nehmen würden.

Die Aushandlungsprozesse zu diesem Thema finden in der Familie, aber auch in Unternehmen statt. Diese setzen z.B. bei der Arbeitszeitgestaltung und der Unternehmenskultur die Rahmenbedingungen, unter denen Mütter und Väter die Verteilung von Erwerbs- und Familienarbeit arrangieren. Um dafür Bewusstsein zu schaffen, zieht das Landeszentrum für Gleichstellung und Vereinbarkeit in M-V noch bis Juni 2019 mit der Ausstellung Swedish Dads durch das Land – sehenswert!

Fotoausstellung Swedish Dads

Swedish Dads: Vereinbarkeit mit schedischen Vätern
Swedish Dads © Johan Bävman

Die Fotoausstellung Swedish Dads zeigt Väter, die sich entschieden haben, mindestens sechs Monate mit ihren Babys zu Hause zu bleiben. Fotograf Johan Bävman portraitiert Väter mit Kindern in Alltagssituationen. Begleitende Interviews beantworten, warum diese Väter sich dafür entschieden haben, was diese Erfahrung ihnen gebracht hat und wie sich ihre Beziehung zu ihren Partnerinnen und ihren Kindern dadurch verändert hat. Ziel der Ausstellung ist, die Auswirkungen einer geschlechtergerecht verteilten Erziehungsverantwortung aufzuzeigen – sowohl auf einzelne Menschen wie auch auf die Gesellschaft.

1974 war Schweden weltweit das erste Land, das Mutterschaftsurlaub durch Elternzeit ersetzte. Das Land hat eine der großzügigsten Elterngeldregelungen weltweit. Aktuell erhalten Eltern, die mit ihrem Kind zu Hause bleiben, für insgesamt 480 Tage finanzielle Unterstützung des Staates. Trotz dieser staatlichen Leistungen nutzt nur ein Teil der schwedischen Väter die gesamte, ihnen zustehende Elternzeit. Mehr als 40 Jahre nach der Einführung nehmen Väter rund 25 % der Gesamtelternzeit, die einem Paar zusteht.

Swedish Dads: Vereinbarkeit mit schedischen Vätern
Swedish Dads © Johan Bävman

Und die German Dads?

Die Swedish Dads machen es vor. Aber was ist mit den deutschen, österreichischen oder schweizerischen Dads? Da sehen diese Zahlen mau aus …
Mein Mann war z.B. nicht in Karenz, aber immerhin in Elternteilzeit.
Wie war das bei euch?

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Bilder: Swedish Dads © Johan Bävman, zur Verfügung gestellt vom Landeszentrum für Gleichstellung und Vereinbarkeit in M-V.

Swedish Dads: Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf auf Schwedisch


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Muttis Nähkästchen

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

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