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Wut-Mutter brüllt: Herrgott nochmal! Wir Mütter machen aber auch immer alles falsch!

Wut-Mutter brüllt: Herrgott nochmal! Wir Mütter machen aber auch immer alles falsch!

Und schon wieder wird eine Mutter durch die Gazetten gezerrt, die ein Buch auf den Markt geschmissen hat. Sie prangert diese verweichlichten Retroweibchen von heute an, die sich – Fortpflanz sei Dank – hinter Heim und Herd verschanzen und dem Feminismus damit endgültig den letzten Todesstoß über die Rübe ziehen.
Wir können es scheinbar niemals nicht und sowieso unmöglich richtig machen – ein Leben zwischen Rabenmuttertum, Brutmafia, Retroweibchen und Teilzeitfalle.



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Ach, was! Eben noch mussten sich arbeitende Mütter als Rabenmütter bezeichnen lassen. Die armen Kinderchen, wenn die karrieregeile Mutterfurie bloß an Frendbetreuung denkt! Hätte sie doch gar nicht erst ein Kind in die Welt setzen sollen! (Ooops, aber was ist mit den KINDERLOSEN Karrierefurien? Noch schlimmer!)

Und jetzt heißt die absolute Antiheldin plötzlich Brutmafia. Die “Heimchen am Herd”, die ach so rückschrittlichen “Nur”-Mütter kriegen diesmal das Fett ab.

Dieser ständige Mutterkult und das Getue um die Brutpflege – es nervt!

Steht da. Und dann noch:

Frauen müssen ebenso wie Männer das Recht haben, beides [Familie und Arbeit, Anm. der Blogger-Furie] ohne Burnout-Gefahr unter einen Hut zu bringen,

… lese ich da in einem Interview mit der Autorin. Ach ja? Wen bitte darf ich denn zur Verantwortung ziehen und meine Überforderung um den Hals hängen?

Aber, ach …
Ich arbeite doch “eh nur” 30 Stunden in der Woche.

Das bisschen Haushalt zwischen Wäsche, Kochen und Putzen, das tägliche Hausaufgaben-Motivations-Kontroll-und-Korrektur-Ritual, Ansprechperson für eh alles, Hygiene-Feldwebel und wehe, wehe, wenn ein Familienmitglied spezielle Bedürfnisse hat und, ach ja, der Kühlschrank ist ja auch noch leer … das alles macht man dann doch mit links. Und Zeit zum Bloggen hab ich ja auch noch!
Aber da wartet auch schon der nächste Mahner mit dem erhobenen Zeigefinger: TEIL-ZEIT-FALLLÄH!
Verhungern und verdorren werd’ ich, sofern ich überhaupt irgendwann mal in Rente gehen kann und dann obendrauf auch noch – eventuell – eine Pension beziehen darf. Außer mein Gatte erbarmt sich meiner und tauscht mich dann nicht gegen eine 30 Jahre Jüngere ein.

Irgendwas scheine ich falsch zu machen!

(Ja, ALLES, dünkt es mich …)
Da wird angeprangert, dass das rückschrittliche Heimchen am Herd doch eh nur wartet, bis der Gatte nach Hause kommt. Wie bitte? Ich arbeite, komme selbst nach Hause und dann wartet erst recht der Herd. Mein Leben ist bei weitem nicht wie das unsägliche Familienidyll, ich stelle noch nicht mal den Anspruch daran – aber vonwegen: leichter wird dadurch gar nix!

… wie war das nochmal mit der dem Recht auf kein Burnout?

Ich pfeif jetzt auch auf’s Bravsein. Basta!
Warum muss ich mir ständig von irgendwem irgendwas vorwerfen lassen, dass ich zu viel, zu wenig, das falsche, ja überhaupt arbeite?

∴ Verdammt nochmal!!!

Ich bin ich! Ich will mein Leben so gestalten, wie ich meine!
Und genau dieses Recht gestehe ich auch jeder anderen Mutter zu!
Und zwar egal, ob sie daheim bleibt, Teilzeit oder Vollzeit arbeitet.
Ich jedenfalls würde mir nicht anmaßen, irgendein Lebensmodell als das einzig Wahre hinzustellen.

Frauen, Mütter, hört doch endlich auf, aufeinander rumzuhacken!

So. Und jetzt hab ich hoffentlich klar und deutlich genug gesagt, was ich will! Der tot gesagte Feminismus wird’s mir danken.

Schneewittchen-Fieber: Warum der Feminismus auf die Schnauze gefallen ist und uns das Retro-Weibchen beschert hat
P.S.: Autorin Angelika Hager ist 51 Jahre alt … vielleicht kann man es auf die rosarote Vergangenheitsbrille schieben, denn retrospektiv gesehen war alles halb so schlimm. Und allein die persönliche Psychohygiene verlangt, das eigene Lebensmodell in den Himmel zu loben.



Foto: skeeze, Pixabay

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Muttis Nähkästchen

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Gut gebrüllt, Mutti!

  2. Genau meine Meinung. Ich kann es nicht mehr hören, dass man uns von allen Seiten vorschreiben will, wie wir unser Leben als Mama zu gestalten haben. Man kann es eh niemandem Recht machen. Eine(r) meckert immer . von daher: Einfach so machen, wie es für einen selbst am besten ist.

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