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Suchtprävention in der Familie: Über Nikotin reden

Suchtprävention in der Familie: Über Nikotin reden

Rauchen oder nicht rauchen – das ist eine Teenie-Entscheidung! Etwa 90 Prozent der Raucher*innen beginnen in diesem Alter mit diesem Laster. Darum ist es gerade für Eltern wichtig, Kinder und Jugendliche mit Bedacht zu begleiten. Für eine wirksame Suchtprävention müssen wir über Suchtstoffe wie das Nikotin reden!
Hier kommen konkrete Tipps für Eltern – für solche, die selbst rauchen, ebenso wie für nichtrauchende Eltern:


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Voraussichtliche Lesedauer: 8 Minuten

Die Entscheidung, „Raucher*in“ zu werden, ist mehrheitlich eine „Teenager-Angelegenheit“: Etwa 90 Prozent der Raucher*innen beginnen vor ihrem 19. Lebensjahr zu rauchen, nach dem 25. Lebensjahr hingegen fängt fast niemand mehr an.

Übers Rauchen reden! Was Eltern wissen sollten

Suchtprävention in der Familie: Über Nikotin sprechen


Dieser Beitrag ist ein Teil der Artikelserie zum Thema Suchtprävention.
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Die Wirkung von Nikotin

Nikotin wirkt direkt auf das zentrale Nervensystem: Schon nach wenigen Sekunden erreicht der Stoff das Gehirn und regt die Produktion von sogenannten körpereigenen Glückshormonen – Adrenalin, Dopamin und Betaendorphin – an. Diese Stoffe wirken stimulierend, konzentrationsfördernd oder entspannend.


Gefahrenpotenzial und Risiken von Nikotin

Nikotin weist eine hohe Suchtpotenz, ähnlich dem Heroin, auf und ist ein nicht zu unterschätzendes Gift: Die Einnahme von nur 50–100 mg kann, je nach körperlicher Konstitution, einen Erwachsenen töten! Eine einzige Zigarette enthält 2–4 mg Nikotin.
Der Zigarettenrauch enthält ca. 5.000 gesundheitsschädliche chemische Stoffe, darunter viele Gifte wie zum Beispiel Blausäure oder Benzpyren, ein Krebs erregender Stoff.

Das Rauchen bringt einige Risiken mit sich:

  • Verengung der Blutgefäße und Durchblutungsstörungen
  • Erhöhter Blutdruck: Das Herz muss vermehrt Arbeit leisten und benötigt mehr Sauerstoff. Das Kohlenmonoxid im Rauch verdrängt jedoch den Sauerstoff und es kommt zu einem Sauerstoffmangel.
  • Kohlenmonoxid ist auch für frühzeitige Verkalkung der Herzgefäße verantwortlich. Die Folge sind Kreislaufstörungen, Schwindel und Herzinfarktrisiko.
  • Teer kann zu Lippen-, Kehlkopf-, Magen-, Nieren- und Lungenkrebs führen. Rauchen ist zu 85–90 Prozent Hauptursache für Lungenkrebs!

In Österreich sterben zwischen 12.000 und 14.000 Menschen jährlich an den Spätfolgen des Tabakkonsums.

Nur leider verändert unser Wissen über die Schädlichkeit des Rauchens nicht zwingend unser Verhalten!

Die Gefahr der Nikotinsucht wird meist stark unterschätzt, da der unmittelbare vermeintliche Nutzen und nicht die späteren, mittelbaren Negativfolgen überwiegen. Zudem leben Jugendliche im „Hier und Jetzt“: Sie denken nicht an morgen und damit an Spätfolgen!


Warum Jugendliche mit dem Rauchen beginnen

Meist sind es die folgenden Gründe, warum Jugendliche mit dem Rauchen beginnen:

  • Neugierde
  • Mutprobe, „Aufnahmeritual“ in der Clique
  • Verbote und Grenzen überschreiten
  • um dabei zu sein, dazuzugehören
  • um „cool” zu sein bzw. umgekehrt, um nicht „uncool” und somit isoliert zu sein
  • Imponiergehabe gegenüber de m anderen Geschlecht
  • Selbstdarstellung
  • um schlank zu bleiben

Diese Funktionen hat dabei das Nikotin:

  • kurzfristige Stressentlastung
  • Linderung psychischer Belastung (Ärger, Trauer, Wut, etc.)
  • Belohnung
  • Pausenfüller
  • Hilfsmittel zur Kontaktaufnahme
  • Kommunikationsmittel
  • Gruppenerlebnis

Wie wird mein Kind zum Raucher/zur Raucherin?

Raucher*in ist man nicht von heute auf morgen – es entwickelt sich über die Zeit. Folgende fünf Phasen werden unterschieden:

  1. Vorbereitungsphase:
    In dieser Phase wird die Einstellung und Haltung zum Rauchen geprägt. Die wichtigsten Einflussfaktoren sind die Vorbilder: rauchende oder nichtrauchende Eltern, das soziale Umfeld und die Werbung.
  2. Probierphase:
    Die erste Zigarette wird oftmals aus Neugierde geraucht. Gleichaltrige üben in dieser Phase enormen Einfluss aus: Rauchen die Freunde, raucht man meist auch selbst. Auch die Verfügbarkeit von Zigaretten spielt in dieser Phase eine wesentliche Rolle.
  3. Experimentierphase:
    In dieser Phase rauchen Jugendliche wiederholt, aber unregelmäßig. Der Freundeskreis, die Atmosphäre, die Situation und der Ort sind ausschlaggebend für den Konsum.
  4. Regelmäßiger Konsum:
    Sind Jugendliche vom vermeintlichen Nutzen des Rauchens (z.B. Stressbewältigung) überzeugt, steigt das Risiko der Regelmäßigkeit.
  5. Abhängigkeit:
    Das Bedürfnis nach der Zigarette kommt regelmäßig und ist nicht mehr steuerbar. Nikotin erzeugt eine körperliche und psychische Abhängigkeit. Die zu erwartenden gesundheitlichen Schäden haben wenig Einfluss auf das tatsächliche Rauchverhalten.

Was Eltern tun können: Tipps, die Eltern helfen

  1. Vermittelt eurem Kind, dass ihr nicht wollt, dass es raucht.
  2. Nehmt euer Kind ernst und interessiert euch. So kann ein Gespräch gelingen.
  3. Sprecht mit eurem Kind über die Nachteile des Rauchens.
  4. Sprecht mit eurem Kind über mögliche Fehlannahmen, wie zum Beispiel „Rauchen macht schlank“.
  5. Setzt Grenzen und vereinbart Regeln.
  6. Seid euch bewusst: die Freunde eures Kindes haben großen Einfluss.
  7. Unterstützt euer Kind, wenn es aufhören will.
  8. Holt euch bei Problemen rechtzeitig Hilfe und Unterstützung von außen.

Was rauchende Eltern tun sollten

Statistisch gesehen, rauchen Kinder von rauchenden Eltern häufiger.

  • Bitte geht deshalb achtsam mit dem Konsum von Zigaretten in Gegenwart eurer Kinder um. Es geht um die Gesundheit eurer Kinder und eure Vorbildwirkung.
  • Schafft rauchfreie Zonen im Haushalt.
  • Raucht nicht im Auto, wenn euer Kind mitfährt.
  • Haltet euch an das Jugendschutzgesetz. Seit 2019 ist das Rauchen unter 18 Jahren verboten. (Vor 2019 gab es in den Bundesländern unterschiedliche Vorgaben, die 2019 aber vereinheitlicht wurden; falls ihr also irgendwo über die Altersgrenze 16 Jahre stolpert, dann ist das eine veraltete Information!) Erlaubnis eurerseits fördert den Konsum eures Kindes.
  • Habt ihr schon einmal versucht, mit dem Rauchen aufzuhören? Wie ist es euch dabei ergangen? Redet mit eurem Kind darüber!

Was nicht mehr rauchende Eltern tun sollten

Wenn ihr früher mal geraucht und erfolgreich aufgehört habt, dann erzählt eurem Kind davon. Was waren deine Beweggründe, mit dem Rauchen aufzuhören? Wie ist es euch ergangen?


Was nicht rauchende Eltern tun sollten

Wenn ihr selbst nie geraucht habt, was hat euch davor bewahrt? Was waren bzw. sind deine Schutzfaktoren? Gebt eurem Kind auch die Perspektiven des Nichtrauchens weiter!


Über's Rauchen reden. Was Eltern wissen sollten. Cover der Broschüre

Details und Beispiele zur Argumentation und verschiedenen Fällen zu diesen Tipps findet ihr in der kostenlosen Broschüre Übers Rauchen reden! Was Eltern wissen sollten.


Quellen:


Dieser Beitrag ist ein Teil der Artikelserie zum Thema Suchtprävention.
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Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

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