Ich dachte, ich wäre in Sachen Finanzen und Recht rund ums Mutter-sein und Kinder-haben eigentlich recht ab- und aufgeklärt. Mit dieser Einschätzung hat ein Artikel in einer österreichischen Frauen-Zeitschrift gehörig aufgeräumt. Auch wenn sich mein Haupthaar schon deutlich ergraut zeigt, ist die Zeit bis in die Pension noch eine halbe Ewigkeit. Aber hier sind einige wichtige Dinge, die wir Mütter unbedingt JETZT wissen sollten!
Zwischenruf in eigener Sache:
Liebe Leute!
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Frauen tragen die Last
Ja, das alles wusste ich bereits:
- Frauen, die sich um die Erziehung der kommenden Pensionseinzahler kümmern, sind beim Erhalt derselben gegenüber kinderlosen Pensionsbeziehern deutlich benachteiligt.
- Seit dem Pensionsharmonisierungsgesetz 2005 steigt der Durchrechnungszeitraum für die Pension von früher 15 Jahren jährlich um 12 Monate. Heißt: Wenn Mutti dann mal von der Einzahlerin zur Nutznießerin wird, ist der Durchrechnungszeitraum bei seinem Maximum von 40 Jahren angekommen. Heißt weiter: Jede Kindererziehungszeit und jede Teilzeitbeschäftigung (auch jeder nur mäßig bezahlter Studentenjob) wird sich schmerzlich beim Pensionsbezug zeigen.
- Die gute Nachricht: Kindererziehungszeiten werden angerechnet – allerdings nur mit einem fiktiven Einkommen von 1.570 Euro (2012). Und das, obwohl das durchschnittliche Erwerbseinkommen von Unselbständigen derzeit rund 2.350 Euro beträgt. Gerade für Besserverdiener ein Schlag ins Gesicht – beim lebenslangen Durchrechnungszeitraum eigentlich ein doppelter Schlag ins Gesicht. Und wenn man dann noch bedenkt, dass wir hier keine Auszeit zwecks Weltreise zum eigenen Vergnügen machen, sondern uns um jene kümmern, die das Pensionssystem am laufen halten werden: ein dreifacher Schlag ins Gesicht!
Aber DAS wusste ich nicht:
!! Allerdings: Eine solche Übertragung kann nur bis zur Vollendung des siebenten Lebensjahres des Kindes beim zuständigen Pensionsversicherungsträger beantragt werden.
Bedeutet für mich: Frist für das 2005 geborene Kind versäumt!
Diese Möglichkeit wurde auch von niemandem an die große Glocke gehängt …
Das alles mitsamt ist weniger ein Problem, wenn die Partnerschaft hält!
Wenn, ja wenn … auch wenn bei uns bis dato alles in bester Ordnung ist, eine Garantie gibt es für nichts im Leben! Im Falle einer Scheidung erfährt meist SIE die volle Last der Kindererziehung (sowohl unmittelbar, als auch bei der Rente), während ER kaum Einbußen zu befürchten hat – obwohl es die gemeinsamen Kinder sind … Fühlt sich stark nach Abhängigkeit an – dabei meinten wir Frauen doch, mit einem eigenen Einkommen gänzlich unabhängig zu sein. Da wundert’s keinen mehr, wenn immer mehr Menschen unter die Armutsgrenze schlittern.
Eine Chance hab ich noch in puncto Pensionssplitting: das 2. Kind ist noch keine 7 Jahre alt. Da werd‘ ich wohl noch ein Wörtchen mit dem Erzeuger reden. Und ihm zwecks Argumentationsunterstützung den wachrüttelnden Artikel in der Februar 2013-Ausgabe der wirklich hervorragenden österreichischen Frauenzeitschrift „Welt der Frau“ (bitte nicht verwechseln mit einem recht ähnlich lautendem „Tratschblatt“) unter die Nase halten. Danke für’s Wachrütteln!
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G.Retsch
29 Mrz 2013Ja, ich verstehe deinen Ärger.
Meiner ist derzeit so, dass man mir/uns im öffentl.Dienst die Kindererziehungszeiten nicht anrechnen will. Eine weitere Ungleichbehandlung der Frauen!
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