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Survival Mom – Erziehungsstil: Überleben

Survival Mom – Erziehungsstil: Überleben

Was ist die beste Erziehungsmethode? Eine Hubschrauber-Mutter bin ich nicht, auch keine “Tiger- oder Drachenmutter”. Mit dem Dogma der harten Hand  oder dem “Lob der Disziplin” kann ich nichts anfangen (weil’s sowieso nicht funktioniert). Ich glaube aber auch nicht an den Unerzogen-Ansatz, Laissez-faire oder antiautoritäre Erziehung.
Also welche Art von Erziehungsansatz ist der meine?



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Ich würde sagen: Mein Erziehungsansatz heißt LEBEN.
Manchmal auch Überleben.
Und so geht’s:

die beste erziehungsmethode: survival mom - erziehungsstil überleben

Weil man schlichtweg nicht nicht erziehen kann, stellt sich die Frage: was ist der beste Erziehungsstil?

Anleitung zur liebevollen (Über-)Lebensmutter

  1. Die Dinge nehmen, wie sie eben sind – und flexibel sein

    Das bringt Gelassenheit und damit Harmonie in die Familie. Ich versuche, nicht dauernd meine Vorstellungen über meine Kinder zu stülpen – funktioniert ja sowieso nicht. Das Kind will kein Instrument lernen? OK, denn mit Widerwillen lädt man sich nur Konfliktpotenzial ins Haus. Dein Kind will  unbedingt dieses abscheuliche T-Shirt anziehen? Soll so sein, auch wenn es nicht meinem Geschmack entspricht …

  2. Perfektion steht nicht an erster Stelle

    Perfektion ist eine Illusion – vor allem im Zusammenleben mit Kindern. Menschen und deren Handlungen sind niemals perfekt. Wenn wir Perfektion erwarten, laden wir uns nur Versagen und Frust ins Haus. Also kann man sich auch gleich von diesem Anspruch lösen. Lieber sich darüber freuen, was frau erreicht hat, als sich darüber ärgern, was frau hätte besser machen können-sollen-müssen. Ergo:

  3. Nachsicht üben

    … und zwar sowohl mit den Kindern wie auch mit mir selbst! Jede/r gibt zu jedem Zeitpunkt immer das Beste, das gerade möglich ist. Und manchmal geht eben nicht mehr. Ist auch OK. Wir sind schließlich alle nur Menschen. Die Großen wie die Kleinen.

  4. Klarheit zu Werten und Regeln

    Es gibt einfach Dinge, da fährt der Zug drüber – das ist bei aller Flexibilität nicht verhandelbar. Über generelle Werthaltungen und Regeln sollte Klarheit in der Familie herrschen. Damit die Kids nicht von unberechenbaren Eltern-Reaktionen überrascht werden. Es lebt sich schlichtweg besser, wenn die nächste Generation weiß woran sie ist.

  5. Nicht immer verfügbar sein

    Ab einem gewissen Alter muss Mutter nicht immer “Habt-Acht!”-stehen. Meine Kinder sind 6 und 9 Jahre alt – da sollten sie ohnehin schon warten können. Schließlich hat man ja auch noch eigene Interessen … Bloggen zum Beispiel. Oder ein Buch lesen. Tja, da müssen die Wünsche der Kinder manchmal warten. Und trotzdem bin ich keine Rabenmutter.

  6. Nicht jeden Streit schlichten

    Geschwister-Streit reibt die Nerven auf. Und ja: Ganz ohne Chaos geht es bei Geschwistern nicht …
    Und weil ich ja nicht immer verfügbar sein muss, kann ich bei Bedarf einfach mal dezent ins Schlafzimmer oder Bad verschwinden, damit ich mir das Geschrei nicht immer anhören muss.

  7. Gesunde Lebensmittel auf den Tisch – zumindest immer mal wieder.

    Für alle Tage, an denen ihr alle Nahrungsmittelgruppen, gesund und bio, erfolgreich und obendrein wohlschmeckend zubereitet habt, klopft euch bitte auf die Schultern. Aber das geht eben nicht jeden Tag – manchmal darf (und muss?) es auch die Tiefkühlpizza sein. Dann aber bitte mit Genuss und ohne schlechtes Gewissen. Die Kinder werden’s überleben.
    Ein paar Rezepte für Gemüsemuffel hab ich aber auf Lager: Da merken die Kinder gar nicht, dass ihnen Grünzeug untergejubelt wird – hehe!

  8. Fernsehen und Tablet-spielen sind OK

    Ach ja, der Nachwuchs soll nicht zu viele Stunden vor dem TV-Gerät oder Computer verbringen … sicher, eh klar. Darum ist der tägliche Konsum ja auch streng limitiert. Aber seien wir uns ehrlich: Manchmal tut es gut, die Brut vor dem Kastl zu parken, um ein paar Minuten durchschnaufen zu können oder etwas Wichtiges zu erledigen.
    Dazu hab ich auch noch einen Extra-Tipp parat: Das Geheimnis, warum wir keine Diskussionen zur Spielzeit am Tablet haben.

  9. Auszeiten nehmen

    Eltern-sein ist ein harter Job. Da heißt es, auf die Paarbeziehung achten, damit man sich am Alltag nicht gegenseitig aufreibt. Ergo: Kinder bei Oma parken und raus in einen Kurzurlaub zu zweit.
    Tipps für eine Mama-Auszeit ohne Kind genehm? Bittesehr: Auszeit ohne Kind

  10. Was auch immer für euch funktioniert, ist OK!

    Das Baby schläft nur, wenn man es mit dem Auto um den Block chauffiert? OK. Eure Kinder schlafen bei euch im Bett? Auch OK. Eure Kinder schlafen im eigenen Zimmer? Ebenso OK. Ach bitte, hört doch auf, euch gegenseitig mit Do’s und Dont’s zu übertrumpfen. Keine zwei Menschen ticken gleich – und ebenso verhält es sich mit Kindern und Familien.

  11. Auf den eigenen Bauch hören!

    Ich kümmere mich nach Möglichkeit nicht um die Meinung von anderen. Zugegeben, diese Übung ist nicht immer einfach … Als mein bester Ratgeber hat sich das Bauchgefühl erwiesen. Wenn der Verstand JA! schreit, aber es sich trotzdem irgendwie falsch anfühlt, dann ignoriere ich das nicht. Denn das mulmige Gefühl hat meist einen guten Grund!
    P.S.: Wie mein bester Ratgeber aussieht, seht ihr hier: Mein Mama-Bauch: So sieht ein Bauch nach der Schwangerschaft wirklich aus.

  12. Ich hab dich lieb!

    Ja, nicht nur ich höre diesen Satz gerne – ich bin auch davon überzeugt, dass meine Kinder ihn immer mal wieder von mir hören sollten.

Wir sind schließlich alle nur Menschen!

Foto: PublicDomainPictures

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Muttis Nähkästchen

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter (aka. Rabenmutter). Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Klasse geschrieben und entspricht in vielen Punkten meiner Meinung. :-)
    LG

  2. Hallo, in vielen Dingen bin ich ähnlich, jedoch was mir nicht passt, an Freizeitaktivitäten die spontan von den Kindern kommen, weil ich mir persönlich andere Dinge vorgenommen habe, dann müssen sie diese leider absagen. Großes gemurre nehme ich in kauf, erkläre es jedoch auch. Wenn es umgekehrt ist, dann erinnere ich meine Kids daran, wie es denn das letzte mal war….. nicht immer leicht, jedoch schon sehr zweckmäßig.
    Was mir nur auffällt, dass der Alltag/Schulalltag schon sehr an den Kindern nagt. Soll bedeuten, sie sind oft sehr mit den Dingen vom Vormittag noch am Denken, die Ereignisse, die Busfahrten usw. so ganz locker nehmen die das nicht mehr alles hin, wie es vielleicht unsere Generation gemacht hat. Das finde ich sehr schade. Darüber hinaus ist immer dieses erreichbar sein, das selbe Thema. Obwohl mein Mann und ich sehr selten am Handy sind, scheint es heutzutage das Ding bei Ihnen eingewachsen zu sein….. Sehr zum Nachteil von abschalten der Gedanken …… Dafür brauche ich zwischendurch noch eine Lösung? oder mehr Verständnis? oder …..

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