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Eingewöhnung im Kindergarten oder bei der Tagesmutter – so klappt’s

Eingewöhnung im Kindergarten oder bei der Tagesmutter – so klappt’s

Es ist vollbracht: Wiedereinstieg Nr. 2 ist geschafft, Mutti arbeitet wieder. Und unser kleines Kind geht zur Tagesmutter – und zwar größtenteils ohne Schwierigkeiten. Wie die Eingewöhnung bei der Tagesmutter, in der Kita oder im Kindergarten am besten klappt? Hier kommen ein paar Tipps:

 

Wichtige Faktoren für eine gelungene Eingewöhnung im Kindergarten:

Meiner Meinung nach sind die wichtigsten Faktoren für eine gelungene Eingewöhnung in der Kita, im Kindergarten oder bei der Tagesmutter:

  • Hinter der Entscheidung stehen:

    Die Eltern müssen hinter der Entscheidung stehen, wieder arbeiten zu gehen – egal, ob sie  wollen oder müssen. Und sie müssen dahinter stehen, dass das Kind zur Tagesmutter oder in den Kindergarten/die Krabbelstube/die Kita geht. Die Eltern – und insbesondere die Mutter – müssen dem Kind das Gefühl geben, dass es für sie OK ist. Wenn die Mutter “wackelt”, eigentlich gar nicht will und/oder offen Trennungsschmerz zeigt, wird das Kind das spüren und entsprechend reagieren.

  • Richtig kommunizieren:

    Statt “Du musst zur Tagesmutter/in den Kindergarten” besser “Du darfst zur Tagesmutter/in den Kindergarten”. Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied – die Kinder haben Antennen dafür! Spart euch außerdem jeden Kommentar im Beisein des Kindes, dass ihr dem Kind die ganze Geschichte ja eigentlich lieber ersparen würdet.

Mein erstes Kind kam mit 2 Jahren in die Krabbelgruppe, mein zweites Kind ebenfalls mit 2 Jahren zur Tagesmutter. Beide Male war eine Eingewöhnungszeit von einer Woche völlig ausreichend.

Verhaltenstipps im Kindergarten

Dieses Verhalten von Mama oder Papa unterstützt die Loslösung vor Ort in der Kita, im Kindergarten oder bei der Tagesmutter:

  • Noch ein bisschen bleiben – aber nicht zu lange

    Das Kind nicht einfach bei der Tür reinschieben und tschüss! Aber die Trennung auch nicht ewig hinausschieben. Hinein begleiten, Interesse zeigen, vielleicht noch einen Kaffee in der Puppenküche ordern – und dann gehen.

  • Nicht davon schleichen

    Der Schock ist viel größer, wenn die Mutter/der Vater in einem unbeobachteten Moment einfach verschwindet. Besser ist: ankündigen, Küsschen, winken und raus aus der Tür.

  • Wirklich gehen, wenn’s heißt gehen

    Wenn die Mutter/der Vater ankündigt zu gehen, sollte sie/er auch tatsächlich bald gehen. Sprich: Der Ankündigung eine Handlung folgen lassen. Klingt banal, ist aber enorm wichtig.

  • Ehrlich sein!

    Nicht sagen “Mami kommt gleich wieder, es dauert gaaaaar nicht lange”, wenn es doch in Wirklichkeit einige Stunden dauern wird – und das IST lange für so ein kleines Kind. Lieber sagen “Ich hole dich am Nachmittag. Viel Spaß!”

Und wenn das Kind beim Abholen lieber dortbleiben will? Cool bleiben und sich freuen, dass das Kind so gerne bei der Tagesmutter/im Kindergarten ist.

Hier hab ich ebenfalls schon einmal 7 Don’ts bei Problemen im Kindergarten mit meinen Kommentaren dazu beschrieben.

Eingewöhnung im Kindergarten oder bei der Tagesmutter: So klappt's

Muttis Nähkästchen

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. EIne schöne Zusammenfassung zum Thema! Wichtige Aspekte, die da beleuchtet werden! Zum Thema Eingewöhnung habe ich ein paar persönliche Worte und einen Fachartikel auf meinem Blog veröffentlicht: http://www.familyhelden.de/blog/
    Schaut doch mal vorbei!

  2. Ich habe bei meinen Kindern auch die Erfahrung gemacht, dass es enorm viel ausmacht, wenn man ihnen abends erzählt, was am nächsten Tag passieren wird. Z.B., dass morgen der Papa sie in den Kindergarten bringt, und nicht die Mama, oder dass Sport ist. Meine sind nämlich immer total von der Rolle, wenn etwas ein bisserl anders als normal läuft.
    Schöner Beitrag,
    LG, Tina

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