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Schulmilch: Vor- und Nachteile von Kuhmilch

Schulmilch: Vor- und Nachteile von Kuhmilch

Irgendwie hatte ich die Schulmilch als Relikt aus alten Zeiten gehalten – umso erstaunter war ich beim ersten Elternabend, dass die Schulmilch nach wie vor en vogue ist. Für uns kommt sie nicht in Frage (sh. Neue Herausforderung: Kuhmilchallergie).

Interessante Fakten zum Thema (Schul-)Milch, die aufhorchen lassen (sollten): 

Im Rahmen der Kuhmilchallergie und eines massiven Eisenmangels meines Kindes, haben ich mich intensiv mit dem Thema Milch auseinander gesetzt. Da habe ich erstaunliche Fakten zusammengetragen:

Fakten über Kuhmilch

  • Milch ist ein Nahrungsmittel und kein Getränk!

  • Kuhmilch verhindert die Aufnahme von Eisen

    Wird Kuhmilch gemeinsam mit eisenhaltigen Lebensmitteln (u.a. Fleisch, Fisch, Hirse, getrocknete Früchte, Vollkornbrot, Blattgemüse, Nüsse oder Samenkörner – Müsli!!!) verzehrt,  ist das Eisen salopp gesagt für die Katz – denn die Milch verhindert die Aufnahme, das Eisen wird ungenutzt ausgeschieden. Und Eisenmangel macht müüüüde und unkonzentriert – nicht gerade ein Zustand, der dem Lernen förderlich ist …  (Vgl. Bei Müdigkeit auf Eisen in der Ernährung achten!)

  • Hinter der Schulmilchaktion steht die Wirtschaft

    Die Schulmilchaktion wird nicht etwa durch eine Gesundheitseinrichtung/-vertretung forciert, sondern – zumindest in Österreich – von den Landwirtschaftskammern (siehe hier). Vgl. dazu auch eine Darstellung aus Deutschland:

Im Rahmen des Europäischen Schulmilchprogramms erhalten Schüler bzw. Kinder in schulischen Einrichtungen durch eine Beihilfe verbilligte Milch und bestimmte Milcherzeugnisse. Ursprünglich entstand die subventionierte Abgabe von Schulmilch im Zusammenhang mit der Einführung der Mitverantwortungsabgabe im Milchsektor. Zum damaligen Zeitpunkt war das Schulmilchprogramm als eine Möglichkeit zum Ausbau des Absatzes innerhalb der Europäischen Union (EU) konzipiert worden. (Quelle)

  • Kuhmilch ist grausam

    Was die Milchwirtschaft für die Tiere bedeutet – eine Zusammenfassung der Tierschutzorganisation PeTA: hier

  • Milch ist ungesund?

    Was von den sonstigen gesundheitlichen Aspekten – Verschleimen, Osteoporose, Herz-Kreislauf, Krebs und dgl. – zu halten ist, die im Netz herumschwirren, weiß ich nicht und will ich daher auch nicht kommentieren. Fakt ist für mich lediglich, dass man in Asien gänzlich ohne Kuhmilch auskommt – und dass Asiaten im Gegensatz zu den milchreich ernährten Westlern tatsächlich weniger unter Osteoporose leiden. Außerdem ist für mich das Argument, dass mangelernährte Kinder Milch brauchen, fragwürdig: Wer sich wirklich die Mühe macht und alle Inhaltsstoffe studiert (ich musste das tun – siehe Neue Herausforderung: Kuhmilchallergie), der wird Augen machen, wo überall Milch drin versteckt ist: auch dort, wo man sie bei weitem nicht vermutet hätte – auch (und gerade!) im Junk Food.

Die Schulmilchaktion wird in Österreich seit den 1930-er Jahren durchgeführt. Die Frage bleibt: Nur weil etwas “immer schon so war”, muss es nicht automatisch gut sein. Außerdem enthalten viele Milchmixgetränke und Joghurts viel Fett und Zucker! Und Zucker und Fett machen zusätzlich träge … Die ungeschminkte Wahrheit über Fruchtzucker

Interessante Seiten zum Thema:

Soja als Alternative?

Ja – und nein. Fakt ist, dass Soja pflanzliche Östrogene enthält – gerade bei Jungs nicht unbedenklich. Aber wir halten es nach Paracelsus:

Die Dosis macht das Gift!

Wir konsumieren in Maßen und lassen die Abwechslung walten: Mandelmilch, Reismilch, Hafermilch – obwohl, das darf sich ja laut Milch-Lobby gar nicht “Milch” nennen (da mussten vor gar nicht langer Zeit diese Produkte palettenweise entsorgt werden, weil der falsche Name drauf stand!) – also: Mandeldrink, Reisdrink, Haferdrink.

Jedenfalls gebe ich meinem Kind keine Sojamilch oder dergleichen als Schuljause mit: unsere Schule ist eine “Wir trinken Wasser”-Schule – und das finde ich spitze!

P.S.: Diesen kleinen Folder auf der rechten Seite (vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur) bekamen die Kinder in den ersten Schultagen mit nach Hause. Das kann ich ohne Vorbehalt unterschreiben!

Beitragsbild: CC0 by Comfreak/Pixbay

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Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Oh, Mann! In diesem Zusammenhang machen die Jüdischen Speisegesetze richtig Sinn! Sie sagen, dass fleischige und milchige Speisen nicht gleichzeitig verzehrt werden dürfen: http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdische_Speisegesetze

    Ich dachte immer, dass meine Tochter eine gesunde Brotzeit kriegt, aber sie hat immer Vollkornbrot und Schulmilch gemeinsam …
    Danke “Mutti”, dass du uns hier immer mal wieder wachrüttelst!

  2. Danke für den interessanten Post. Mein Sohn (1 Jahr) ist zwar noch weit von der Schule entfernt, aber ich achte jetzt schon darauf, dass er nicht zuviel Kuhmilch konsumiert. Auch die Kinderärztin bestätigte mir, dass er nach dem Stillen (ich stille noch), keine Kuhmilch braucht. Dieser Gedanke, dass es unbedingt Kuhmilch sein muss im 2. Lebensjahr ist leider noch viel zu sehr verbreitet. LG Katrin

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