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London mit Kind – Insidertipps einer Haustausch-Familie

London mit Kind – Insidertipps einer Haustausch-Familie

Haustausch, wieder einmal. Eh klar, anders wären 12 Tage London für vier Personen kaum bezahlbar.
Unsere ganz persönlichen Tipps für eine Städtereise mit Kind(ern) nach London – inkl. Spar-Tipps:

Wir haben über Ostern zwölf Tage lang unser Haus mit einer Familie aus einem Londoner Vorort getauscht. Drei Tage haben wir in London verbracht, den Rest verbrachten wir außerhalb, weil auch die Umgebung jede Menge zu bieten hat: Windsor Castle, Legoland Windsor, Oxford, Stonehenge, Küste … ich seh schon, das wär einen separaten Beitrag wert.

Das haben wir in drei Tagen in London erlebt:

Es gibt ja jede Menge Sehenswürdigkeiten in London – die besten Sehenswürdigkeiten Londons sind diese hier – aber mit Kindern geht  eben nicht alles.

Tube, Doppeldeckerbus & Co

U-Bahn-fahren, einige Runden mit dem Doppeldeckerbus – das gehört für uns zum Pflichtprogramm. Sogar eine Straßenbahn haben wir entdeckt (und selbstverständlich auch ausprobiert). Und das Gute daran: Wenn die Eltern mit einer Travelcard (Netzticket für 1, 3 oder 6 Tage) oder einer Oyster Card (Prepaid-Karte, von der je Fahrt bis max. zum Preis der Tages-Travelcard abgebucht wird) unterwegs sind, fahren Kinder unter 11 Jahren GRATIS! Wer mit dem Zug von außerhalb anreist, sollte sich die Travelcard gleich zum Zugticket dazubuchen – kostet dann deutlich weniger.
Wie wär’s also mit einer Busfahrt in der Linie 15 vom Trafalgar Square bis zum Tower und der Tower Bridge?

London Transport Museum

Ein Muss für unsere Metro-Fans. Aber auch abgesehen von unserer speziellen U-Bahn-Affinität, sind sich alle Reiseführer einig: Das London Transport Museum ist das kinderfreundlichste Museum weit und breit! Man kann in allerlei aktuelle und historische Doppeldecker-Straßenbahnen, Doppeldeckerbusse und U-Bahnen einsteigen, kann selbst am Fahrersitz Platz nehmen und im Tube-Simulator durch London düsen.
Covent Garden; Erwachsene: 16£, Kinder frei. Wer mit dem Zug anreist bekommt 2FOR1 (siehe Tipps weiter unten). ltmuseum.co.uk
Vor dem Museum ist ein Food Market mit Leckereien aus aller Welt.

Tower Bridge Exhibition

London Tower BridgeDie Tower Bridge entdecken macht Spaß und ist höchst interessant. Kinder bekommen einen eigenen Pass und sammeln an verschiedenen Stationen Sticker – damit ist Kurzweil garantiert. Etwas Gänsehaut und wunderbar ungewöhnliche Einblicke ermöglichen die Glasböden mit freiem Blick auf die darunterliegende Fahrbahn. Der Eintritt ist moderat: 9£ für Erwachsene, 3.60£ für Kinder; wer mit dem Zug anreist bekommt 2FOR1 (siehe Tipps weiter unten).

Greenwich: Nullmeridian

Nullmeridian in GreenwichIn Greenwich kann man nach einem kurzen Spaziergang durch das ehemalige Vorörtchen und durch den Park zum Royal Observatory mit einem Bein auf der westlichen und einem Bein auf der östlichen Hemisphäre stehen. Auch außerhalb des kostenpflichtigen Museumsareals kann man ein Foto an einer Markierung an der Wand und im Boden machen. Um 13 Uhr fällt der rote Zeitball, an dem früher alle Seefahrer ihre Uhren stellten, um zu navigieren.
DLR Greenwich; Retour in die Stadt geht’s z.B. mit dem Bus Nr. 188

Science Museum

Eintritt gratis (Spenden erwünscht), nur die Spezialausstellungen und Filmvorführungen kosten etwas (2FOR1-Angebote für Zugreisende) – aber ganz ehrlich: Das IMAX-Kino (Legend of Apollo) hat mich doch enttäuscht. Der – kostenlose – Rest ist richtig toll, lädt ein zum Ausprobieren und Experimentieren. Wir haben längst nicht alles gesehen, das Museum ist riesengroß! sciencemuseum.org.uk
South Kensington



Das haben wir leider versäumt:

  • Tower of London: Die Kronjuwelen sind für die Jungs nur mäßig interessant; daher haben wir uns stattdessen für die Tower Bridge entschieden – und es nicht bereut!
  • Design Museum (momentan noch gleich bei der Tower Bridge um’s Eck, zieht aber demnächst um); hätte mich persönlich interessiert, allerdings meine Männer nicht …
  • National History Museum: Eintritt frei … gleich neben dem Science Museum; aber die Kinder (und die Mutter) hatten einfach keinen Bock mehr.
  • Tate: Eintritt frei. Aber leider keine Zeit mehr … Das Café im 2. Stock wurde wegen seiner Kinderfreundlichkeit  ausgezeichnet.
  • Platform 9 3/4 in King’s Cross: Am Ende von Gleis 8 kann man wie Harry Potter mit einem halb in der Mauer versenkten Gepäckwagen unter dem Schild “Platform 9 3/4 zum Hogwart’s Express düsen – nur für’s Foto selbstverständlich, schließlich sind wir Muggels …

Das haben wir uns gespart:

  • London Eye: Auf’s Anstellen hatten wir keine Lust. Außerdem wissen wir aus Wien, dass Riesenräder lahme Enten sind. Und die Aussicht ist den Kindern ohnehin herzlich wurscht.
  • Madame Tussaud’s: Unbedingt online buchen. Trotzdem noch sauteuer! Es gibt Kombi-Tickets mit London Eye, London Dungeon und Sealife …

Tipps: Geld sparen in London

  • Touren, Ausflüge und Aktivitäten online buchen – das spart echtes Geld!
  • Family & Friends Railcard: bekommt man an jedem Schalter oder online; kostet 30£ (gilt ein Jahr, für bis zu 4 Erwachsene und 4 Kinder; -33% auf Erwachsenen-Tarife, -60% auf Kinder-Tarife). Alleine für unsere Fahrt am letzten Tag zum Flughafen hat uns das 17£ gespart. Für zwei Fahrten vom/zum Flughafen könnte sich das also für eine Familie schon auszahlen. Unbedingt immer eine Same-Day-Return-Ticket kaufen (Rückreise ist damit DEUTLICH günstiger!) Preiskalkulationen: nationalrail.co.uk
  • 2FOR1: Reist man mit dem Zug an, bieten viele Attraktionen (Sehenswürdigkeiten, Theater & Shows, Aktivitäten usw…) 2 für 1 – das zahlt sich echt aus! An jedem Bahnhof gibt es einen Folder mit den aktuellen Angeboten – inkl. Vouchers zum Ausfüllen. Siehe: daysoutguide.co.uk/2for1-london
  • Oyster Card (Prepaid-Karte) oder Travelcard (Tageskarte)? Die Frage aller Fragen … und sie lässt sich bei Gott nicht leicht beantworten. Ich versuch’s trotzdem:
    Bei der Oyster Card wird je Fahrt der Fahrpreis abgebucht, gedeckelt mit dem Preis der Tages-Travelcard. Ist man also nur einen Tag in London, dann kommt das günstiger bzw. kostet gleich viel wie die Travelcard. Nachteil: Die Karte kostet Einsatz und man bekommt sie nicht überall.
    Die Travelcard ist günstiger, wenn man gleich 7 Tage nimmt, off-peak wählt und nur die inneren Zonen wählt. Oder wenn man mit dem Zug anreist und dann London erkunden will: das kann man die Travelcard gleich aufs Zugticket buchen lassen – das kostet dann nicht mehr viel Aufpreis.
    Siehe auch: tfl.gov.uk/help/ticket-comparison

Bücher, Reiseführer & Co.

Guter Reiseführer für die ganze Familie: National Geographic Familien-Reiseführer London mit Kindern

Für alle, die auch in der Umgebung reisen und entdecken wollen: Familien-Reiseführer London und Umgebung

Für etwas ältere Kinder und Teenager: Für Eltern verboten: London: Der cool verrückte Reiseführer

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London mit Kind: Empfehlungen für kindertaugliche Sehenswürdigkeiten, Spartipps, Geld und Nerven sparen, Reisen mit Kind, Städtetrip
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Muttis Nähkästchen

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter (aka. Rabenmutter). Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Jaaa! Wir haben gerade gestern den Flug gebucht. 4 Tage London mit unserer großen Tochter zum ersten Zeugnis im Sommer! Da kommt dein Bericht zur perfekten Zeit!
    Liebe Grüße
    Nunu

  2. Ich liebe auch London! Haben Sie nach Portobello gegangen? Oder Hyde Park? Es gibt viele zu sehen.

    You’re lucky to have spent a bit of time there recently: I haven’t been there in 12 years.

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