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Reykjavik mit Kind: Top 10 Aktivitäten mit Familie

Reykjavik mit Kind: Top 10 Aktivitäten mit Familie

Reykjavík ist berühmt für sein Nachtleben – aber die nördlichste Metropole der Welt hat auch für Familien jede Menge zu bieten.
Reykjavik mit Familie: Hier unsere Top Ten für Aktivitäten und Sightseeing mit Kindern in Reykjavík.

Wir waren insgesamt drei Wochen in Island mit den Kids unterwegs. Da haben wir sooo viel erlebt – das hat gar nicht alles in einem Blogbeitrag Platz. Darum gibt es zu unserem Aufenthalt auch noch folgende Beiträge:

Aber erstmal geht’s los mit der isländischen Hauptstadt: Wer nicht zumindest einmal splitterfasernackt (vorgeschrieben!) mit den Einheimischen vor Besuch eines Schwimmbades geduscht und anschließend – angezogen – in einem Hot Pot gesessen hat, hat Island nicht erlebt! Es gibt einige Dinge, die man in Island und in Reykjavík unbedingt erleben sollte – auch (oder gerade) mit Kindern. Unsere Empfehlungen für familientaugliche Aktivitäten für Reykjavik mit Familie findet ihr hier:

Reykjavik mit Kindern

Reykjavik mit Familie:
Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten

#1 Hallgrímskirkja

Die Hallgrimskirkja ist die größte Kirche Islands und DAS Aushängeschild für Reykjavik schlechthin. Ihre Architektur erinnert an den Wasserfall Svartifoss mit seinen Basaltsäulen bzw. an Orgelpfeifen einer Kirchenorgel. (Neugierig auf den Svartifoss? Hier entlang: Island mit Kind: Roadtrip entlang Islands Ringstraße [coming soon]). Ein kleiner Lift bringt euch hinauf auf den Turm. Eintritt in die Kirche frei.
Kosten für die Auffahrt auf den Turm: Erwachsene 900 ISK/6,6 Euro, Kinder 100 ISK/70 Cent (7-14 Jahre).

 

#2 Skulpturen-Suche

Die Skulptur Sun Voyager ist eines der beliebtesten Fotomotive in Reykjavík. Sie steht direkt am Wasser, ganz in der Nähe der Konzerthalle Harpa mit Blick auf den Berg Esja. Vor der Hallgrimskirkja steht die Statue von Leif Eriksson. Er entdeckte Nordamerika im Jahre 1000 – über 500 Jahre vor Kolumbus! Oder spaziert um den alten Hafen und besteigt die Skulptur Þúfa. Von diesem kreisrunden grünen Hügel hat man einen wunderbaren Blick auf die Konzerthalle Harpa. Außerdem gibt es in der Stadt jede Menge kreative Street Art. Das macht jede Menge Spaß, die isländische Hauptstadt zu entdecken!

#3 Schwimmen gehen

Wer nicht zumindest einmal mit den Einheimischen (und den zahlreichen anderen Touristen) in einem Hot Pot gesessen ist, hat Island nicht erlebt! An jeder Ecke gibt es in Island Schwimmbäder. Sie bieten Entspannung bei jedem Wetter. Das größte Schwimmbad Reykjavíks ist Laugardalslaug im Naherholungsgebiet Laugardalur. Es ist ein gehörig in die Jahre gekommenes Schwimmbad mit mehreren Hot Pots. Die Rutsche im Außenbereich hat total Spaß gemacht! Ebenfalls schon alt, aber netter in der Anlage ist Árbæjarlaug – netter Blick auf die Stadt inklusive. Die älteste, aber 2017 generalüberholte und damit neueste Anlage ist Sundhöllin.
Erwachsene 1.000 ISK/7,30 Euro, Kinder 160 ISK/1,20 Euro (6-17 Jahre), Kinder unter 6 Jahre frei.

Baden in Island ist sehr anders als wir es gewöhnt sind – darauf wird man auch eindrücklich vom Personal und von Schildern hingewiesen. Es beginnt bei der intensiven Hygiene-Zeremonie: nackt duschen und intensiv mit Seife waschen ist angesagt! Hinweisschilder in mehreren Sprachen – auch in Deutsch – machen das SEHR deutlich und zeigen auch an, WO man sich überall waschen muss. (Find ich übrigens prima! Das sollte man in unseren Breitengraden abkupfern – macht total Sinn!) Für allzu scheue Teenager gibt es auch Vorhänge – soll ja vorkommen …

Drinnen und zumeist draußen erwarten einen dann zahlreiche Becken: Sportbecken sind überraschend warm temperiert, die Hot Pots gehen rauf bis zu fast unerträglichen 42-44°C. Was man jedoch vergeblich sucht, sind Liegen oder Sitzmöglichkeiten! Das Handtuch wird noch vor der Dusche in einem Regal verstaut und von den meisten gar nicht in den Badebereich mitgenommen. Auch Badeschlappen werden kaum getragen – vielleicht, weil die Füße ohnehin eingangs tüchtig geschrubbt wurden.

#4 Nauthólsvík: Baden im Meer

Ja, auch Baden im Meer ist möglich! Am Nauthólsvík-Strand wird Thermalwasser in das Meerwasser eingeleitet – so wird auch in diesen Breiten ein Bad im Meer ein angenehmes Erlebnis. Je niedriger der Wasserstand, desto angenehmer – so bleibt das warme Wasser länger im runden Becken. Außerdem gibt es ein warmes Plantsch- und Entspannungsbecken. Berührungsängste darf man da allerdings nicht haben, man sitzt eng an eng in der Wanne. Im Meer ist kühler und damit auch weniger gefüllt. Im Sommer kostenlos! Auch für das Parken zahlt man nichts. Und man kann am Strand fein picknicken – perfekt also für einen gelungenen Ausklang eines Tagesausfluges oder so.

#5 Reykjavik mit Familie: Perlan

Perlan bietet nicht nur einen wunderbaren 360°-Blick auf die Stadt, sondern auch eine richtig gute Ausstellung zu den „Wonders of Iceland“: Vulkane, Gletscher, Wasser, sogar eine Indoor-Eishöhle ist im Programm – ein Erlebnis auch für Schnee-erprobte Alpenländler! Auch die Polarlicht-Show im Planetarium ist wirklich gelungen.
Familienkarte: 9000 ISK
Im obersten Stock gibt es ein teures, aber feines Restaurant auf einer sich drehenden Plattform. Als wir dort dinnierten, drehte sich das Ding allerdings nicht … technisches Gebrechen. Schade.

#6 Harpa

Das Konzerthaus Harpa ist ein echter Hingucker. Unbedingt auch hineingehen! Und unbedingt auch einmal abends besuchen – dann ist sie von innen abwechslungsreich beleuchtet! Designer ist niemand geringerer als Olafur Eliasson, der auch in vielen anderen Städten (z.B. in Aarhus) für erstaunliche Bauten verantwortlich zeichnete. Very instagramable!

#7 Freilichtmuseum Árbæjarsafn

Es gibt allerlei fantastische Museen, die in den letzten Jahren aus dem Boden gestampft wurden. Aber dieses hier ist ganz bodenständig und sehr, sehr sehenswert: Historische Gebäude wurden hier wieder errichtet und können großteils betreten werden. So wurde zum Beispiel aus der ersten katholischen Kirche, die nach der Reformation gebaut wurde, später eine Sporthalle des Reykjavík Sports Club. Und nun steht sie im Freilichtmuseum, erzählt eine bewegte Geschichte und beheimatet eine gelungene Spielzeugausstellung, die natürlich auch bespielt werden darf. Auch ein Telefon mit Drehscheibe ist mit dabei. Auf meinen Hinweis an Herrn Sohn: “So haben wir damals telefoniert”, antwortete er: “Niemals! Sooo alt bist du dann auch wieder nicht!” Naja, wenn du dich da mal nicht irrst, mein Sohn …
Erwachsene: 1.700 ISK (ca. 12,50 Euro), Kinder (0-17 Jahre) frei.

#8 Ein bisschen Shopping muss sein …

Die Top-Adresse für’s Shopping ist ganz bestimmt Laugarvegur – auch wenn die Geldbörse potenziell blutet. Wer über 6000 ISK einkauft, bekommt meist gleich ein Tax Free-Formular angeboten. Ein Souvenir-Shop reiht sich an den nächsten, so manche billige China-Ware wird hier teuer feilgeboten, aber auch richtig tolle, echt isländische Handwerkskunst. Teils sind auch wirklich skurrile Dinge dabei. Und Kuschel-Puffins (Papageitaucher) zum Abwinken. Die sind aber auch wirklich herzig – wer sie einmal gesehen hat, hat sein Herz unwiderruflich verloren. Zu den Papageitauchern siehe: Island mit Kind: Roadtrip entlang Islands Ringstraße [coming soon].  Wer – so wie ich – auf skandinavisches bzw. isländisches Design steht, dem sei Laugarvegur Nr. 25, 70 und 90 ans Herz gelegt.

Am alten Hafen gibt es jede Menge Bars, Restaurants und Shops. Dort solltet ihr unbedingt mal entlangwandeln. Dort findet ihr auch Ticket-Offices und Ausgangspunkt für die Walbeobachtungstouren.

Island mit Kind: Reykjavik mit Familie - alter Hafen

#9 Whale Watching in der Bucht von Faxaflói

In der Bucht vor Reykjavik trifft man auf Zwergwale, Buckelwale, Schweinswale und Delfine. Wer allerdings auch noch in den Norden reist, sollte besser dort eine Whale Watching Tour buchen (Akureyri oder Husavík). Siehe: Island mit Kind: Roadtrip entlang Islands Ringstraße [coming soon]

In der Faxaflói-Bucht ist übrigens auch Islands einziger Walfangbetrieb angesiedelt. International ist das höchst umstritten. Viele Wale werden aus „wissenschaftlichen Zwecken“ gefangen, aber dann von zumeist Touristen gegessen oder in Japan zu Hundefutter (!) verarbeitet. Das muss doch nicht sein …

#10 Sonnenuntergang beobachten beim Leuchtturm Grotta

Etwas westlich von Reykjaviks Zentrum steht der Leuchtturm Grotta auf der Halbinsel Seltjarnarnes. Nein, eine Grotte gibt es dort nicht, aber wunderschöne Sonnenuntergänge! Aber Achtung! Der Zugang ist nur bei Ebbe fein zu Fuß bewältigbar und bis Ende Juli aufgrund von brütenden Vögeln gesperrt.

Island mit Kind: Reykjavik

Reykjavik mit Familie:
Familienfreundliche Unterkünfte

Wir waren – wieder einmal – per Haustausch unterwegs. Heißt: Die Isländische Familie urlaubt in unserem Haus während wir in deren Haus oder Wohnung bewohnen. Und das heißt weiter: Zwischen den Tauschpartnern fließt kein Geld! Damit lassen sich auch für eine Familie ausgedehnte Urlaube in einem Hochpreisland wie Island locker finanzieren. Island war unser insgesamt 13. Haustausch. Unsere Haustauschplattform ist: intervac-homeexchange.com
Siehe zum Thema Haustausch auch: Familienurlaub: 10 unübertroffene Vorteile, die für Haustausch sprechen

Aber, ich verstehe auch, dass sich das viele Leute nicht vorstellen können. Keine Sorge, denn es gibt Alternativen. Bittesehr:



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Alle Beiträge zu unserer Islandreise:

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Muttis Nähkästchen

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

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