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Urlaub mit Kind: Worauf man schon im Vorfeld achten sollte

Urlaub mit Kind: Worauf man schon im Vorfeld achten sollte

Urlaub mit Kind ist etwas ganz anderes als Urlaub alleine bzw. als Paar. Einige Dinge sollte man schon vorab beachten, sonst stehen statt Entspannung und Familienglück nur Stress und Ärger am Programm. Vorbereitung heißt das Zauberwort.

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Vorbei sind die Zeiten als man schnell ein paar Kleidungsstücke und eine Zahnbürste in einen kleinen Koffer gepackt hat und schon ging es los. Urlaub mit Kind verlangt sehr viel Planung und das Einstellen auf alle möglichen und unmöglichen Eventualitäten. Nur so kann entspannter Urlaub mit Kind gelingen.



Urlaub mit Kind - Tipps für die Vorbereitung

Urlaub mit Kind: Das müsst ihr bedenken

Schon lange vor dem Antritt des heißersehnten Urlaubs muss man so einiges bedenken, das einem das Leben bei der Anreise und während des Aufenthaltes enorm erleichtern kann.

#1 Einreisebestimmungen checken

Normalerweise muss man besondere Einreisebestimmungen nur bei Fernreisen beachten. Für Fernreisen benötigt man manchmal ganz besondere Impfungen, ein Visum oder einen Pass, der noch mindestens 6 Monate nach der Einreise gültig ist. Das ist seit Corona anders. Auch für den Urlaub im nahen Italien oder Kroatien muss man jetzt genau darauf achten, unter welchen Voraussetzungen man in ein Land einreisen darf.

Gerade ist bezüglich Corona-Regelungen aber wieder alles im Umbruch und die Bestimmungen ändern sich fast wöchentlich. Schlau wäre also bereits 3 Wochen vor dem Urlaubsantritt zu googeln, welche Anforderungen das jeweilige Land für die Einreise stellt. Man sollte aber auch wenige Tage vor dem Urlaub mit Kind noch einmal nachlesen, ob sich diese Bestimmungen vielleicht schon wieder geändert haben. Besser Vorsicht als Nachsicht. Nach einer mehrstündigen Autofahrt mit Kind möchte man an der Grenze sicher keinen Stress und langwierige Amtshandlungen über sich ergehen lassen.

Apropos Corona: Lieber schon im Heimatort testen lassen und den Bescheid mit auf die Reise nehmen. Gerade Kinder sind sicher nicht glücklich, wenn sie dann in einem fremden Land an einer unpersönlichen Grenzstelle einen Test machen lassen müssen. Es hilft nichts – in diesem Reisesommer ist eben alles anders.


#2 Pässe für die ganze Familie

Generell sollte man sich rechtzeitig um gültige Reisedokumente kümmern. Teilweise muss man sich in diesem Jahr coronabedingt einen Termin am Passamt vereinbaren, um seine Pässe überhaupt beantragen zu können. Und das kann dauern, denn kurz vor dem Sommer bemerken viele Menschen, dass die Pässe abgelaufen sind. Kinderpässe haben ja eine viel kürze Gültigkeit und müssen dementsprechend oft erneuert werden.

Seit einigen Jahren gelten ganz besondere Bestimmungen für Passbilder. Auch für Kinder. Mit größeren Kindern ist das Ganze leicht machbar. Jeder Fotograf bietet Passbilder zu einem relativ günstigen Preis an. Mit kleinen Kindern oder Babys kann das ganze schon schwieriger werden. Auch wenn euer kleiner Engel zuhause fröhlich in euer Handy oder eure Kamera grinst – beim wildfremden Fotografen macht es das dann vielleicht nicht und fürchtet sich so sehr, dass es nur noch weint. Für dieses Problem gibt es aber eine Lösung:

Bei Passport Photo Online könnt ihr ein selbst geknipstes Bild eures Babys oder Kleinkindes hochladen und binnen Sekunden entfernt das Programm den Hintergrund und richtet den Kopf im Portrait ganz richtig ein. Ich sag´s euch: Das ist eine Riesenerleichterung und man spart sich in der Hitze einen weiteren Weg. Reicht ja schon, dass man das Baby mit zum Passamt schleppen muss. So muss es wenigstens nicht beim Fotografen still sitzen.




#3 Urlaub mit Kind: Kindgerecht planen

Reist man in ein fremdes Land, möchte man natürlich viel erkunden und kennenlernen. Aber auch das ist mit Kind einfach anders als früher. Den ganzen Tag im Museum oder in einer heißen Innenstadt zu verbringen, ist jetzt für ein paar Jährchen nicht mehr möglich. Naja – möglich ist es schon! Allerdings könnt ihr nicht erwarten, dass das euren Kindern gefällt. Und mit nörgelnden oder weinenden Kindern im Schlepptau macht euch die Sightseeing-Tour bestimmt auch keinen Spaß!

“Glückliche Kinder – glückliche Eltern” sollte deshalb euer Motto bei der Urlaubsplanung sein. Gestaltet eure Tage abwechslungsreich – sodass jedes Familienmitglied etwas davon hat. Am Vormittag – wenn es noch nicht so heiß ist – kann man ein paar Stunden durch eine Stadt spazieren. Aber auch da sollte man einige Pausen auf einem Spielplatz oder in einer Eisdiele einplanen. Der Nachmittag im Meer oder Pool wird die Kids dafür entschädigen. Man könnte das Spazieren durch die Stadt auch auf den Abend verlegen. Bei sehr kleinen Kindern hat man dann sogar die Chance, dass sie im Kinderwagen einschlafen und man dann ganz in Ruhe das Ausflugsziel erkunden kann.

Im Grunde gilt: Niemand sollte auf alles verzichten müssen. Aber es müssen immer Ausgleich, Pausen und Alternativprogramme eingeplant werden. So kommt bestimmt jeder auf seine Kosten. Urlaub mit Kind muss nicht langweilig sein!

Siehe auch:


#4 Urlaub mit Kind: Beim Packen an alle Eventualitäten denken

Schon beim Packen sollte man wirklich ALLE Eventualitäten bedenken! Den Stress im Urlaubsort ständig in Geschäfte pilgern zu müssen, kann man sich somit ersparen. Ich habe lieber etwas umsonst dabei als etwas Wichtiges zu vermissen.

Welche Eventualitäten sind gemeint:

Medikamente

Mückenstich, grippaler Infekt, Schnupfen, Ohrenschmerzen vom Wasser, kleine Verletzungen, Kopfschmerzen, Durchfall, … – alles ist möglich!!! Vom Fieberthermometer bis zum Fiebermedikament und Nasenspray sollte also wirklich alles mit ins Gepäck, mit dem ihr eurem armen Schatz das Leben im Fall der Fälle erleichtern könnt.


Wetter

Auch im Süden kann es sich mal so richtig einregnen. Damit ihr dann nicht in eurem Hotelzimmer festsitzt – feste Schuhe, Regengewand und 1-2 warme Outfits einpacken! So könnt ihr auch bei schlechtem Wetter eine Unternehmung einplanen.


Viel Kleidung im Urlaub mit Kind

Generell solltet ihr für ein Kind viel mehr Kleidung einpacken als ihr es für euch selbst macht. Kinder patzen sich an, springen samt Kleidung ins Wasser oder zerreißen sich am Spielplatz ihre Hose. Wenn ihr also nicht im Urlaub einen Waschsalon aufsuchen wollt – packt echt genug Kleidung ein. Auch bei der Kopfbedeckung immer an Reserven denken. Ein Sonnenhut geht schnell verloren und man ist froh um Ersatz.


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Lebensmittel

Wir urlauben gerne im Mobilehome und kochen oft selbst. Damit wir uns den Großeinkauf im Urlaubsland sparen, nehmen wir einiges schon von zuhause mit! Vor Ort kaufen wir dann nur noch frische Lebensmittel wie Brot, Obst, Wurst, etc.! Probiert es aus – es erleichtert den Urlaub mit Kind wirklich ganz enorm, wenn man sich den lästigen “Wocheneinkauf” vor Ort spart! Bedenkt auch spezielle Anforderungen beim Essen. Vielleicht nehmt ihr auch lieber den gewohnten Babybrei von zuhause mit. Vielleicht hat ein Kind eine Nahrungsmittelunverträglichkeit und ihr wollt nicht in Griechenland auf die Suche nach laktosefreien Lebensmitteln gehen. Auch hier gilt: Gute Vorbereitung erspart euch viel Stress.


Schlafsituation bedenken

Gibt es vor Ort ein Gitterbett? Schläft euer Kleines bei euch im Bett? Braucht ihr vielleicht einen Reiseausfallschutz oder ein Reisegitterbett? Oder reicht ein Stillkissen als Schutz vor dem Sturz aus dem Bett? Bedenkt auch unbedingt Kuscheltiere, die das Kind zum Einschlafen braucht. Meine Kinder nehmen sogar ihr eigenes Bettzeug mit ins Mobilehome. So haben sie auch den Duft von zuhause und schlafen von Anfang an gut ein.


Sonstige Sonderausstattungen

Gibt es vielleicht sonst etwas, das euer Kind gerade braucht und das es vor Ort nicht gibt? Bei uns ist das derzeit zum Beispiel ein Töpfchen. Befindet man sich mitten in der Windelentwöhnung kann das den Erfolg ganz schön bremsen, wenn das Kind plötzlich auf fremde Toiletten gehen sollte. Vor zwei Jahren hatten wir die gleiche Situation und hatten unser Töpfchen wirklich immer dabei – bei der Radtour, beim Bummeln durch ein kroatisches Städtchen und auch am Strand. Das war wirklich Gold wert kann ich euch sagen!


#5 Gepäck- und Kinderwagentransport durchdenken

Bei Flugreisen gibt man sein Gepäck und auch den Kinderwagen relativ früh ab. Es ist daher wichtig zu bedenken, was man danach noch braucht. Das Handgepäck sollte alles enthalten, was die lieben Kleinen bis zum Abflug noch benötigen. Da auch der Kinderwagen manchmal schon weg ist (manche Fluglinien lassen einem den Kinderwagen direkt bis zum Einsteigen, andere nicht) oder man ihn erst lange nach dem Aussteigen am Zielort wieder bekommt, sollte man zur Überbrückung vielleicht ein Tragetuch oder eine Babytrage dabei haben. Wenn man alle Hände voll zu tun hat mit Gepäckstücken oder Geschwisterkindern ist man sicher froh, wenn zumindest das Baby bzw. das Kleinkind gut und sicher verstaut ist.

Siehe auch: Fliegen mit Baby: Tipps für Langstreckenflüge


#6 Transfer bzw. Reisezeit beim Urlaub mit Kind gut planen

Der Transfer zum Flughafen oder die Autoreise ins Wunschland können ganz schön anstrengend sein. Wenn man sich den Zeitpunkt der Abfahrt bzw. des Abflugs aussuchen kann, sollte man unbedingt die typischen Schlafenszeiten der Kinder beachten. Mit dem Auto brechen wir meist sehr, sehr früh auf, weil unsere Kinder dann entweder gleich weiterschlafen oder spätestens nach 2-3 Stunden Fahrzeit wieder ein Vormittagsnickerchen einlegen. Das ist natürlich optimal, denn nichts versaut einem die Urlaubsvorfreude mehr als ein Kind, das stundenlang quengelt oder weint.

Für die restliche Zeit braucht man genug Unterhaltung und Verpflegung. Ich bereite für die Hin- und dann auch für die Rückfahrt eine große Kühlbox mit genug Getränken und Snacks vor. Die Kinder lieben es, dass sie einmal im Jahr auch im Auto essen dürfen. Dazu noch genug Bücher, Rätselblöcke, Hörspiele und unser Autofernseher, die wir immer nur für Urlaubsfahrten anbringen (sonst würden sie wohl bei jeder Fahrt zum Arzt nach einem Kinderfilm verlangen ;-) ). Zwei Disney-Filme später sind wir meist schon am Urlaubsort.



Siehe dazu:


Ihr seht man sollte wirklich einiges bedenken, wenn es mit Kindern in den Urlaub geht. Aber eigentlich wird alles irgendwann zur Routine und ihr packt schon fast so schnell wie früher für euch alleine. Und eines ist sicher: Das Reisen mit Kindern zahlt sich auf jeden Fall aus. Es verbindet und schafft Erinnerungen für ein ganzes Leben. Und damit jeder Zweifel ausgeräumt ist: Warum Eltern mit Kindern reisen sollten! Und mit der richtigen Vorbereitung werfen euch auch unvorhergesehene Ereignisse nicht aus der Bahn.


So gelingt der Urlaub mit Kind


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Christine

Christine, chaotische Mama von 4 Kids berichtet hier als Co-Bloggerin vom Leben zwischen Babybrei und Vorpubertät! Der Social-Media Name "Die lauten Nachbarn" ist hier täglich Programm. Folgt uns gerne auch auf Instagram und Facebook!

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