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10 Gründe um keine weiteren Kinder zu bekommen

10 Gründe um keine weiteren Kinder zu bekommen

Irgendwann stellt sich in jeder Familie die Frage: Wollen wir noch weitere Kinder oder ist die Familienplanung abgeschlossen? Für manche Paare steht fest, dass nach einem oder zwei Kindern Schluss ist. Für Viele ist es aber ein Thema, dass einen nicht loslässt. Unsere vier Kinder waren nicht von Anfang an geplant – doch immer wieder kam der Wunsch nach einem weiteren Kind in uns auf. Doch auch wenn es sich bei dieser Entscheidung um eine Herzensangelegenheit handelt, sollte man manche Dinge berücksichtigen, bevor man noch einmal diese wunderbare Reise antritt. Die 10 wichtigsten Gründe, die gegen weitere Kinder sprechen, findet ihr in diesem Beitrag.



Zwischenruf in eigener Sache:
Freundinnen Die andere große Liebe Nur besser VERLOOOOOSUNG!

Das Leben einer Mama ist meist mehr als ausgefüllt. Kinder, Schule, Hausaufgaben, Kochen, Haushalt, Job, Partnerschaft – da bleibt meist nur wenig bis gar keine Zeit für Freundschaften.

7 Tipps, um auch in den ersten Elternjahren die Verbindung zur besten Freundin zu erhalten + Buch GEWINNEN!

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Spätestens nach dem Abstillen eines Kindes schlagen bei vielen Frauen die Hormone wieder kräftig zu und der Wunsch nach einem Geschwisterkind entsteht. Hat man aber bereits zwei, drei oder noch mehr Kinder, sollte man einige Dinge bedenken, die eventuell auch gegen die Verwirklichung dieses Wunsches sprechen.

10 Gründe keine weiteren Kinder zu bekommen

 

#1 Die Liebe wächst – die Zeit leider nicht

Dass sich die Liebe nicht aufteilen muss, sondern mit jedem weiteren Kind wächst und ganz individuell ist, kann jede Mehrfachmutter bestätigen. Mit der Zeit ist es leider nicht so – diese muss definitiv geteilt werden. Hat man ein Einzelkind kann man jederzeit ein Buch vorlesen, ein Spiel spielen, sich beim Einschlafen neben das Kind legen usw.! Bei mehreren Kindern wird das immer schwieriger. Wohin mit den Geschwistern, wenn man stundenlang neben dem Bett liegen muss bzw. möchte? Da heißt es für Geschwisterkinder oft Rücksicht nehmen und Kompromisse eingehen. Das ist natürlich nicht nur schlecht, führt aber meist zu Zerrissenheit und schlechtem Gewissen bei den Eltern. Wenn man durch Bedürfnisse von Geschwisterkindern jetzt einfach kein Buch vorlesen  oder bei jeder einzelnen Rechenübung helfen kann, ist das oft traurig für Mutter und Kind.

#2 Manche Dinge sind mit Babys oder Kleinkindern nicht mehr möglich

Bekommt man noch ein Baby und möchte dieses auch stillen, sind manche Unternehmungen eine Zeit lang einfach unmöglich. Meine großen Kinder gehen gerne am Abend zu Veranstaltungen (z.B. Lange Nacht der Museen oder ins Kino) – im ersten Lebensjahr eines Geschwisterchens ist das aber meist unmöglich. Wenn das Baby die Mama einfach noch braucht, hat dies Vorrang und abendliche Ausflüge müssen entweder gestrichen werden oder der Papa übernimmt das! (Vorausgesetzt der muss sich zu dieser Zeit nicht um noch ein weiteres Geschwisterkind kümmern.)

Auch tagsüber wird manches einfach schwieriger. Ein Brettspiel neben einem Krabbelkind? Eine Riesenanstrengung. Neben einem Stillbaby kann man noch gut Spiele spielen – ein Kleinkind zerstört aber jegliches Brettspiel im Rekordtempo. Bleibt nur der Umzug auf den Esstisch. Das hilft aber nur bedingt – das Kleinkind wird von diesem Ausschluss nämlich nicht sonderlich begeistert sein und fordert so auch wieder die Aufmerksamkeit des Elternteils ein. Spiele, längeres Vorlesen und Lesen üben mit Schulkindern muss also auf den Abend oder das Wochenende verlegt werden, an dem beide Elternteile zuhause sind.

#3 Das liebe Geld

Ein leidiges Thema, aber ohne Geld lebt es sich eben auch nicht. Gerade als (Groß-)Familie weiß man schnell wohin sein Geld fließt. Natürlich sind die ersten Jahre da noch trügerisch. Was braucht so ein Baby oder Kleinkind schon? Das kann man sich im Normalfall noch ganz gut leisten. Gerade wenn man stillt, sind die Kosten für ein Baby sehr überschaubar. Später sieht das aber ganz anders aus. Irgendwann kommen die Kids in ein Alter, in dem sie keine gebrauchte Kleidung mehr wollen – dafür aber spezielle Kopfhörer, ein tolles Smartphone oder einen Laptop für die Schule. Apropos Schule: Was wenn das Kind in eine Privatschule möchte, weil es etwas Bestimmtes lernen will? Kindergartenpädagogin zum Beispiel. Plötzlich kostet schon der monatliche Schulbesuch eine ordentliche Summe. Bei einem Kind sicher machbar. Wenn aber zwei, drei oder vier Kinder monatliches Schulgeld brauchen, wird es für die meisten Familien schwierig das zu realisieren. Aber auch in staatlichen Schulen muss man irgendwann mit immensen Ausgaben rechnen. Manche Familien müssen jahrelang auf Familienurlaub verzichten, weil die Klassenfahrten der Teenager so teuer sind, dass sich nichts Weiteres mehr ausgeht. Nicht selten fliegen Klassen nach Schweden, Griechenland oder noch weiter weg. So etwas möchte man den Kindern natürlich nicht verwehren – in einer großen Familie kann das aber zu unlösbaren Problemen führen.

#4 Die eigene Karriere

Auch der eigene Beruf oder Berufswunsch darf nicht ganz außer Acht gelassen werden. Wie wichtig ist es für mein Unternehmen, dass ich rasch zurückkehre? Wird mit mir gerechnet oder ist meine Karenzvertretung vielleicht sogar froh, wenn sie noch zwei Jahre länger bleiben kann? Habe ich nach weiteren zwei Jahren Elternzeit noch die gleichen Chancen? Will ich schnell wieder zurück in den Job? Fehlt mir meine Arbeit jetzt schon, halte ich es vermutlich nicht noch weitere Jahre ohne meinen Beruf aus.



#5 Pension/ Absicherung

Man sollte sich auch schon in jungen Jahren überlegen, ob man für das Alter vorgesorgt hat. Bekommt man viele Kinder ist man logischerweise viele Jahre in Elternzeit und diese Jahre fehlen dann für einen Pensionsantritt. Wenn man den Wunsch nach einer Großfamilie hat, sollte man sich Gedanken über eine anderweitige Absicherung machen. Es gibt gute Versicherungen und Privatpensionen. Vielleicht gibt es aber auch eine Immobilie in der Familie, mit deren Mieteinnahmen man fix rechnen kann und die einen im Notfall einige Jahre über Wasser halten könnten. Auf jeden Fall sollte sich Frau gut absichern: Man weiß nie was kommt und so sollte man immer auf eine gewisse Art und Weise selbstständig und unabhängig bleiben.

#6 Die eigene Gesundheit

Als Mutter hat man eine gewisse Verantwortung bezüglich seiner Gesundheit. Man hat Menschen in die Welt gesetzt, für die man da sein muss. Wenn eine weitere Schwangerschaft eine zu große Gefahr für die eigene Gesundheit darstellt, sollte man wohl eher darauf verzichten. Ebenso verhält es sich mit den bisherigen Geburten. Ging immer alles gut oder wurde es schon “knapp”, hatte ich vielleicht schon einige Kaiserschnitte? In diesen Fällen sollte man sich vor einer weiteren Schwangerschaft auf jeden Fall mit seinem Gynäkologen kurz schließen und evtl. sogar eine Zweitmeinung einholen. Gesundheit geht vor!

#7 Große Kinder – große Sorgen

Wer kennt diesen berühmten Spruch nicht: Kleine Kinder – kleine Sorgen, große Kinder – große Sorgen. Und so falsch ist dieser Spruch nicht. Bei kleinen Kindern dreht sich viel um die Themen Schlafen, Ernährung und evtl. Fremdbetreuung. Irgendwann kommen aber Probleme von außen hinzu, auf die man nur wenig Einfluss hat – umso größer sind aber die Sorgen. Mobbing in der Schule, Probleme mit Lehrern, Pubertät, die “Kinder” fangen an abends auszugehen, …! Tja irgendwann wünscht man sich wohl die Sorgen um die Einschlafbegleitung schmerzlich zurück. Und dabei macht es mit Sicherheit einen großen Unterschied, ob man sich um ein, zwei, drei oder vier Pubertiere sorgen muss.

#8 Vereinbarkeit großer Altersabstände

Bekommt man mehrere Kinder hat man automatisch auch große Altersabstände zwischen dem ältesten und dem jüngsten Kind. Diese Abstände sind sicher nicht immer einfach handzuhaben. Da kann es schon vorkommen, dass man das eine Kind schon von einem Discobesuch abholen muss, während zuhause das Kleinkind die Nähe der Mama sucht. Auch bei der Freizeitgestaltung gehen die Interessen natürlich weit auseinander. Die Großen wollen in einen Snowboard-Funpark? Das finden die kleinen Geschwister, die vielleicht noch nicht auf Skiern stehen, bestimmt nicht so spannend. Kleine Geschwister haben da oft die Rolle des Zusehers und das ist auf Dauer natürlich nicht lustig. Im Gegenzug will der 13-Jährige natürlich nicht mehr mit seiner 5-jährigen Schwester zur Kasperlvorstellung. Da wird es oft nichts helfen und die Familie muss sich aufteilen. Immer ist das aber nicht schön, weil man ja auch als gesamte Familie etwas unternehmen will. Ein Spagat, der sicher nicht immer einfach zu bewältigen ist.

#9 Platz

Auch der Platz für viele Kinder muss vorhanden sein. In den ersten Jahren ist das noch kein Problem. Ein Kleinkind braucht noch kein eigenes Zimmer – die meisten Kinder genießen es sogar mit einem Geschwisterchen in einem Zimmer zu schlafen. Hier steht teilweise ein Zimmer leer, weil die Kinder lieber gemeinsam in einem Zimmer schlafen. Wer ist schon gerne alleine? Irgendwann ist es aber zwangsläufig so weit: Jeder Mensch braucht seine Privatsphäre und will manchmal auch seine Ruhe haben. Außerdem wollen Mädchen und Jungs verständlicherweise irgendwann nicht mehr das Zimmer teilen. In Zukunft sollte also genug Platz vorhanden sein, damit jedes Kind seinen eigenen Bereich und seinen Rückzugsort hat.

#10 Die eigene Freiheit und Bequemlichkeit

Man vergisst oder verdrängt es immer wieder, aber es ist nun mal so, dass man im ersten Jahr keine Zeit alleine hat. Zeit für Hobbies, Sport, Freunde treffen oder auch ganz banal für den Haushalt hat man einfach nicht. Das Baby ist immer dabei. Dessen muss man sich einfach schon im Vorhinein bewusst sein. Vorübergehend muss man diese Freiheiten einfach wieder aufgeben. Ich sage nicht, dass sich das für ein Kind nicht rentiert, aber man muss sich im Klaren darüber sein. “Bequem” ist es übrigens auch wieder einige Jahre nicht. Hat man nur noch größere Kinder kann man gemütlich mit einem Kaffee auf der Bank am Spielplatz sitzen oder neben der Eisfläche stehen und mit einer Freundin quatschen. Die Kinder können inzwischen spielen und sich austoben. Mit einem Kleinkind ist das wieder für ein paar Jährchen vorbei. Man muss auf jede Rutsche und Schaukel mit und hebt das Kind während eines Nachmittags am Spielplatz auf unzählige Leitern und Brücken. Den Kaffee der anderen Mütter kann man dann höchstens im Vorbeilaufen riechen. Das wars schon mit dem Genuss. Das Ganze hat natürlich seine schönen Seiten – in dem Alter brauchen einen die Kids wenigstens noch – aber so eine nette Plauderei mit der Freundin während die Kinder spielen, ist schon auch etwas Feines.

FAZIT:

Diese Punkte sollte man mit sich selbst und seinem Partner abklären, bevor man noch weitere Geschwisterkinder plant. Aber trotzdem bleibt am Ende die Frage: Was ist stärker? Entscheidet das Herz oder die Vernunft? Ist der Herzenswunsch zu groß, wird man die oben genannten Hürden auch überwinden können, denn nichts ist so wertvoll und wunderbar wie ein neues Menschenleben und wenn man sich dafür bewusst entscheidet, wird bestimmt alles gut gehen. Man weiß ja als Mutter bereits, was man dafür alles aufgibt und im Nachhinein betrachtet war es das doch immer wieder wert.

Für mich persönlich ist auch noch das Alter relevant – bis 40 habe ich mir selbst Zeit fürs Kinderkriegen gegeben. Es bleibt also spannend, ob bei mir die Vernunft oder das Herz siegt. Vielleicht habe ich diesen Artikel auch für mich selbst geschrieben, um mich daran zu erinnern, wenn in ein paar Jahren doch noch der Wunsch nach einem fünften Kind in mir aufflammt. Mal sehen, was das Leben noch so bringt.


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Gibt es für Euch noch andere Gesichtspunkte, die Einfluss auf euren Kinderwunsch haben? Ich wäre gespannt, wonach ihr da entscheidet.

 

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Christine

Christine, chaotische Mama von 4 Kids berichtet hier als Co-Bloggerin vom Leben zwischen Babybrei und Vorpubertät! Der Social-Media Name "Die lauten Nachbarn" ist hier täglich Programm. Folgt uns gerne auch auf Instagram und Facebook!

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Für mich ein ganz wichtiger Punkt gegen mehr als zwei Kinder: jedes einzelne Kind in diesen Breitengraden (ver)braucht enorm viele Konsumgüter. womöglich möchte jedes später ein Auto fahren, ein eigenes Häuschen besitzen o.ä. unvereinbar mit dem jetzigen Zustand der Welt. Zwei Menschen, die sich lieben, setzen zwei Kinder in die Welt… Das passt in meinen Augen. Also bitte kein Fünftes (da muss ich mich wieder in leben und leben lassen üben)

    1. Diesen Punkt habe ich bewusst nicht aufgeführt. Ein sehr schwieriges Unterfangen einer Mutter indirekt zu sagen, dass ihre geliebten Kinder besser nicht existieren sollten. Man kann der Nachhaltigkeit wegen nur hoffen, dass sie keine – klassisch kinderlosen – Maserati-Fahrer werden, die viermal jährlich eine Flugreise nach Mauritius unternehmen. ;-)

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