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Entspannung: Wie sich geschlauchte Mütter WIRKLICH erholen können

Entspannung: Wie sich geschlauchte Mütter WIRKLICH erholen können

Gestresst? Alles wird zu viel?
Ständig gibt’s zu viel zu tun, nie ist alles erledigt.
Kenn ich … Also ab auf die Couch!
Oder besser doch nicht?

Wie gestresste Eltern WIRKLICH entspannen können:
Aber Achtung! Das Lesen dieses Beitrags könnte dein bisheriges Weltbild in den Grundfesten erschüttern:

Stress gilt als eine der größten Gesundheitsgefahren.
Und gerade Mütter stehen nicht selten unter Dauerstrom

Manchmal dreh ich echt am Rad. Auch Burnout war bei mir leider schon einmal Thema (siehe: Eine Geschichte des Scheiterns: Eine Mutter im Burn-out). Umso wichtiger ist die Entspannung. Denn wer nach anstrengenden Phasen die Akkus nicht wieder aufladen kann und auf ein normales Niveau zurückfindet, ist prädestiniert für einen waschechten Burnout.

75 Prozent aller Erkrankungen stehen in Zusammenhang mit Stress. Stress gilt als Auslöser von Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Asthma, Allergien, ständigen Erkältungen, Verstopfung, Durchfall, Schlafstörungen, Magendrücken, Magengeschwüren, Erschöpfung, Schwindel, Bluthochdruck, Herzinfarkt und, und, und. Und es beginnt meist schleichend mit Schmerzzuständen, Ängsten oder im „Nicht abschalten können” bis hin zum Burnout.

Die Doppelbelastung zwischen Beruf und Familie zählt zu den wichtigsten Stressoren von Frauen. Fakt: Das Gleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung, Aktivität, Ruhe, Stress und Erholung ist oft gestört und entspricht nicht mehr dem naturgegebenen Harmonieprinzip.

Also Füße hoch!  … oder doch nicht?

Hirn aus, Füße hoch – Entspannung rein!
Leider oft Fehlanzeige …

Herzdatenvariabilität: Mutti ist in der Freizeit gestresst

Ich hab es selbst ausprobiert – und hatte ein Aha-Erlebnis sondergleichen: Die Überprüfung mittels Herzratenvariabilität (HRV) mit Hilfe der ABIOS-App hat gezeigt: Das, was landläufig als Entspannung eingestuft wird, entspannt mich NICHT! Und das, obwohl ich gemütlich auf der Couch liege und in die Glotze starre …

Gleich vorweg: es gibt keine einfache Formel, die für alle gilt. Auch bei der Entspannung ticken die Menschen so unterschiedlich, wie auch in vielen andern Dingen. Das Thema muss also ganz individuell betrachtet werden. Und daher ist auch die Wirkung von Anti-Stress-Programmen höchst unterschiedlich. Manche können sich mit autogenem Training oder Meditation gut entspannen. Andere machen diese Methoden nervös. Sie bauen Stress u.a. durch körperliche Aktivität ab.

In diesen Punkten sind sich die Stressforscher zumindest international einig:

Entspannung – so gelingt es garantiert NICHT

Oft erfüllt das, was wir landläufig unter „Entspannung“ verstehen, leider ganz und gar nicht seinen Zweck:

  • Ab auf’s Sofa …
    Stressiger Tag raus, auf’s Sofa rauf – funktioniert leider nicht. Dies Art der Entspannung verhindert den Abbau von nicht benötigtem Blutzucker, Milchsäure und Stresshormonen.
  • Fernsehen …
    Beim Fernsehen gibt es weiterhin hohe Hirnstromaktivität und hohe Adrenalinausschüttung. Krimis, Horrorfilme, aber auch Fußballspiele und Nachrichtensendungen bedeuten akuten Stress – auch wenn frau den vielleicht nur unbewusst erfährt.
  • Alkohol …
    Auch Alkohol ist keine Lösung. Hin und wieder ein Glas Bier oder Wein sind zwar OK, aber nicht zur Entspannung gedacht.
  • Leistungsport …
    Sportliche Betätigung unter Leistungsdruck bietet keine Stressbremse. Besser, weiter, höher schneller – so geht Entspannung NICHT.
  • Ausschlafen am Wochenende …
    Tageweise übertrieben langes Schlafen bringt den Biorhythmus durcheinander. Schlafforscher haben das als Stressfaktor identifiziert.

Hmmm … also dann besser so:



So gelingt Entspannung

  1. Das Ziel: Der Flow
    Ziel bei der Entspannung ist der sogenannte Flow-Zustand. Das heißt: Man ist mit den Gedanken ganz im Hier und Jetzt.
    Tja, und da ist auch die Krux begraben: Bei Beine hoch und nichts tun, geht meist das Gehirn auf Wanderschaft. Und das ist so ganz und gar nicht entspannend!
    Wichtig dabei ist, dass man dann etwas tut, das eine bestimmte Konzentration erfordert, Spaß macht und einem vom täglichen Trott abbringt. Das klingt zwar vordergründig nicht nach Entspannung, führt aber weg von negativen Gedankenspiralen, bringt Ausgeglichenheit und damit mehr Wohlbefinden. Was das sein könnte, ist höchst individuell: Yoga, Buchlesen, Handarbeiten, Gartenarbeiten bis zur leichten sportlichen Tätigkeit. Diese sogenannten „aktiven Entspannungsmaßnahmen“ führen dazu, dass man sich infolge bei den „passiven Entspannungsphasen“ (Schlaf, Powernapping) schneller und besser erholt. Welche Maßnahme individuell geeignet oder auch ungeeignet ist, lässt sich einfach und schnell über die ABIOS Messung feststellen.
  2. Regelmäßigkeit
    Regelmäßige Zeitstruktur hilft. Jede Abweichung hingegen bringt uns aus dem Takt. Und das kostet Energie.
  3. Kuscheln!
    Das beste Gegenmittel gegen das Stresshormon Cortisol ist das Bindungshormon Oxytocin.
  4. Abwarten und Tee trinken
    Tee kann Wunder bewirken. Bei Erschöpfung: Isländisch Moos, bei zu viel Arbeit: Bockshornklee. Pfefferminze gegen das Tief nach dem Essen. 10 Minuten ziehen lassen.
  5. Aromatherapie:
    Die besten Fitmacher sind Zitrone, Orange, Rosmarin, Basilikum und Pfefferminze: Je einen Tropfen Öl in die Wasserschale einer Duftlampe geben. Verwenden Sie nur naturreines Öl.
  6. Schüssler Salze:
    Auch Schüßler-Salze füllen leere Akkus auf. Ferrum phosphoricum D12, wenn man morgens nicht in die Gänge kommt. Kalium phosphoricum D6, bei nervlicher Belastung. Anwendung: Sieben Tabletten im Mund zergehen lassen oder aufgelöst in einem Glas Wasser trinken.
  7. Bewegung mit Freude:
    Auch Sport eignet sich ideal zur Stressbewältigung – allerdings nur, wenn man dabei jeglichen  Leistungsdruck außen vor lässt. Sport muss Spaß machen, sonst hilft er nicht.
  8. Auszeiten:
    Wenn das Leben nur noch aus Pflichten besteht, fühlen wir uns leicht gelähmt und ausgelaugt. Aus diesem Teufelskreis gilt es ehestmöglich auszusteigen. Ganz wichtig: Auch Mütter brauch mal eine Pause. Wie? Hier hab ich ein paar Tipps für euch: Auszeit ohne Kind
  9. Licht tanken
    Die Sonne ist einer unserer wichtigsten Energielieferanten. Ein Sommertag ohne Wolken ist etwa 100.000 Lux hell, aber auch ein Spaziergang bei trübem Wetter wirkt: Mit 3000 Lux immer noch deutlich heller als in Wohnungen und Büros mit oft nur 500 bis 600 Lux. (Auch für Kinder ganz und gar nicht verkehrt. Siehe auch: Experteninterview: Leiden unsere Kinder am Naturdefizit-Syndrom?
  10. Bye-bye Perfektion!
    Man (und frau) kann nicht dauerhaft in Topform sein. Körper und Seele müssen mal verschnaufen..

Noch nicht überzeugt?

Dann probiert es doch mal damit: Bio-Hanföl.
Es ist 100%-ig natürlich und pflanzlich – und legal: Das Öl us den Blüten und Blättern der Hanfpflanze hergestellt. Einfach 2-3 Tropfen unter die Zunge und eine Minute im Mund belassen.


Und ob euch etwas wirklich entspannt – oder eben nicht -, könnt ihr mittels Herzratenvariabilität überprüfen: Handelsüblichen, Bluetooth-fähigen Pulsmesser umschnallen, ABIOS-App (eine österreichische Entwicklung übrigens) auf’s Handy und schon kann der Aha-Effekt Einzug halten.

Wichtig: Sollte jemand jedoch bereits in einer chronischen Überlastung stecken, ist ein Gespräch mit Spezialisten anzuraten!

Übrigens – so entspannen andere:

Eine Studie hat 18.000 Menschen befragt, wie sie entspannen. Die Ergebnisse in absteigender Reihenfolge:

  1. Lesen
  2. in der Natur sein
  3. Zeit für sich selbst
  4. Musik hören
  5. nichts tun
  6. spazieren gehen
  7. baden oder duschen
  8. tagträumen
  9. fernsehen
  10. meditieren
  11. mit Tieren spielen
  12. Freund oder Familie treffen
  13. Tee oder Kaffee trinken
  14. kreativ sein
  15. Gartenarbeit

Buchtipp:

Das gelungene Ich: Die vier Säulen der Hirnforschung für ein erfülltes Leben



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Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Ein toller Beitrag. Danke für die Einsichten und die Tipps. Ich werde es gleich selbst ausprobieren!!

  2. Das ist ein wirklich toller Artikel! Mir persönlich hat Yoga sehr geholfen. Deswegen habe ich am Online Kurs von der Anne teilgenommen. Bei interesse: https://bit.ly/2Dm9mRE
    Ich hoffe euch hilft das auch.

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