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Kinder im Internet: Surfverhalten überwachen – ja oder nein?

Kinder im Internet: Surfverhalten überwachen – ja oder nein?

Was machen die Kinder im Netz? Sollen Eltern das Surfverhalten der Kinder überwachen? Geht das überhaupt?
Ein Erfahrungsbericht:

Meine Kinder LIEBEN das Tablet und den Computer. Momentan hoch im Kurs: Minecraft, OpenTTD und diverse App-Spiele. Noch halten sich meine Kids daran, offline zu spielen und deaktivieren brav das WLAN. Aber die Neugier stirbt zuletzt – und das Internet lockt immer mehr. Ergo: PANIK!!! bei Mama und Papa. Man hört ja so viel … Was also tun?

Doch warum reagieren wir eigentlich gleich mit Schrecken, wo Computer und Internet doch so alltäglich geworden sind? Die Zahl der internetfähigen Geräte ist längst im zweistelligen Bereich – bei uns zumindest. Fakt ist, dass wir die Weiten des Internets einfach nicht einschätzen oder kontrollieren können und es tatsächlich viele Gefahren gibt, über die sich Kinder noch nicht im Klaren sind. Mit wenigen Klicks gelangen sie auf Seiten mit verstörenden Inhalten oder geben private Informationen an die halbe Welt preis. Was also tun, um diese Gefahren im Zaum zu halten? Sollte man Internetverhalten der Kinder überhaupt überwachen?

Kinder im Internet: Surfverhalten überwachen - ja oder nein?

Ab wann wird das Internet Thema?

Die meisten Kids fragen das erste Mal gezielt im Grundschulalter nach der Nutzung des Internets. Nun, da sie lesen und schreiben können, bieten das World Wide Web interessante Möglichkeiten: Mit Freunden Nachrichten austauschen, Onlinespiele, Hilfe zu Hausaufgaben, Musik hören usw. Manchmal kommt der Wunsch auch schon früher …

Wichtig: Wichtig ist bei jeglicher Nutzung des Internets, die Kinder vorm Computer nicht alleine zu lassen, auf Gefahren hinzuweisen und klare Regeln aufzustellen. Tatsächlich ist es sogar am Besten, bei den ersten Surfversuchen daneben zu sitzen und gemeinsam das Internet zu erforschen. Maximal 30 Minuten im World Wide Web sind dabei lange genug für kleine Einsteige. Länger hält die Konzentration sowieso meist nicht an.

 

Surfverhalten überwachen: Jugendschutz- und Filterprogramme

Ab wann genau Eltern die Zügel aus der Hand geben können, hängt stark von der Verantwortung und Erfahrung des Kindes ab. Mit etwa 12 Jahren sollte es durchaus vertretbar sein, den Blick über die Schulter seltener werden zu lassen.
Jugendschutz- oder Filterprogramme helfen jedoch, das Surfverhalten in jedem Alter in geordnete Bahnen zu lenken und Junior auch schon früher mehr Privatsphäre am PC zu geben. Speziell auf die Bedürfnisse von Kindern zugeschnittene Programme sind beispielsweise MacAfee Family Protection, Net Nanny oder Eblaster.

Vorteile sind unter anderem:

  • Webseiten mit ungeeigneten Inhalten können nicht besucht werden.
  • Kindgerechte Internetseiten und Suchmaschinen werden unterstützt, z.B. Blinde Kuh, fragFINN und Zzzebra.
  • Es besteht die Möglichkeit Sperrzeiten einzurichten, in denen das Internet nicht zur Verfügung steht.
  • Sie bieten Schutz vor unerwünschten Downloads.
  • Zeitlimits können gesetzt werden.
  • Mit Hilfe von Protokollen können besuchte Webseiten gesichtet werden.

Apropos Protokolle: Da kommen moralische Bedenken hoch … Es kommt dem Lesen im Tagebuch gleich, wenn wir uns ansehen, welche Seiten Sohnemann oder Töchterchen aufgerufen haben. Aber gerade zu Beginn macht ein kritischer Blick auf das Surfverhalten absolut Sinn, damit im Zweifelsfall eingegriffen und das Gespräch gesucht werden kann.

Surfverhalten überwachen – ist das überhaupt sinnvoll?

Schlussendlich ist es egal, in welchem Alter die ersten Versuche im Internet unternommen werden und welche Software  installiert ist: Kein Programm ist hundertprozentig sicher, und schlaue Kids wissen nur zu gut, wie man trickst und Sperrungen problemlos umschifft. Eltern sind also immer noch die beste Kontrolle, Aufklärung und Hilfe, wenn es um die Nutzung des Internets geht und sollten als Ansprechpartner immer zur Verfügung stehen.

Und die Herausforderungen werden immer zahlreicher – denn was sich am Computer durch diverse Filterprogramme noch halbwegs in den Griff kriegen lässt, ist auf Smartphones ein ganz anderes Thema … Und der Wunsch nach einem eigenen Smartphone ist längst da. Die Werbung dazu wird bestens beobachtet:

Mama, das kostet gar nix! Handys gibt es um 0 Euro!

Tja, noch haben meine Kinder kein eigenes Smartphone – aber wie lange noch? Ab wann sollten Kinder ein Smartphone bekommen? Und wie kontrolliere ich dort das Internetverhalten? Tipps sind herzlich willkommen!



Nachtrag: Das Smartphone ist da …

Lange haben wir versucht, es hinaus zu zögern … Siehe: Das erste Smartphone für’s Kind: Ab welchem Alter? Aber nun ist es eben da. Und auch Online-Spiele sind mittlerweile nicht mehr weg zu diskutieren. Was muss, das muss … Irgendwelche Filterprogramme haben wir übrigens nicht installiert. Wohl aber haben wir mit den Kindern einen Mediennutzungsvertrag abgeschlossen: Kinder in der digitalen Welt: Der Mediennutzungsvertrag. Da werden alle wichtigen und brisanten Themen rund um persönliche Daten, Netiquette, Gefahren und Risiken kindgerecht dargestellt. Der Kleine hat auch seinen eigenen Instagram-Account, für den wir selbstverständlich begleiten. Seid so lieb und folgt ihm – er freut sich wie Bolle!

Meiner Meinung nach sollten die Kinder auch gut aufgeklärt sein, sobald sie vermehrt im Internet unterwegs sind. Denn einschlägige Websites oder zweifelhafte Kontaktaufnahmen können so von vorne herein entschärft werden. Siehe dazu auch: Aufklärung von Kindern: Antworten auf typische Kinderfragen und – ganz wichtig: 8 Wahrheiten, die Teenager über das Liebemachen wissen sollten.

Was sie ganz genau im Internet tun, weiß ich nicht. Die App, die das Smartphone bzw. einzelne Apps sperrt, hat der Große längst ausgehebelt … Vom genauen Surfverhalten hab ich ehrlicherweise wenig Ahnung. Ich versuche im Gespräch zu bleiben und klopfe sie immer wieder auf fragwürdige Inhalte ab. Siehe dazu: Bei welchen YouTubern die elterlichen Alarmglocken schrillen sollten

Ebenfalls gut zu wissen:

Das ganze hat auch seine guten Seiten: Autofahren mit zwei Kindern: Damit ist Ruhe auf der Rückbank

Und wenn es doch etwas Offline-Zeit sein soll … (soll ja gesund sein ;-)) – damit könnte es klappen: Kostenloser Download: 120 Ideen gegen Langeweile

Überwacht ihr das Surfverhalten eurer Kinder? Wie macht ihr das?



Foto: Photo by Ludovic Toinel on Unsplash


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Muttis Nähkästchen

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter (aka. Rabenmutter). Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Eigene Handys gibt es bei uns ab sieben Jahre, denn in diesem Alter werden estnische Kinder eingeschult und müssen alleine durch die Stadt laufen können. Eigene Smartphones nicht früher als mit 14. Hoffe ich. Bis dahin wird die Internetbenutzung bei uns einigermassen überwacht.
    Unser mittlerer, der fast-Aspergersohn hat vor einem Jahr bei einem Schulfreund zu Hause im Internet Dinge gesehen, die kein Kind und wie er sie beschrieben hat, auch nicht die meisten Erwachsenen sich anschauen sollten. Das führte zu Verhaltensstörungen, wahrscheinlich auch, weil der Schulfreund auch später darüber erzählt und dadurch die Erinnerung lebendig gehalten hat. Deswegen konnten wir auch den Jungs erklären, dass es einem Kind nicht gut ist, immer nach Wunsch ins Internet zu gelangen. Natürlich wollen sie Smartphones haben, aber auch der Älteste wird zu seinem ersten “wirklichen” Jubiläum nächste Woche keins bekommen. Mit 14 sind sie nach estnischen Gesetzen eh fast erwachsen (müssen Verantwortung für eigene Straftaten übernehmen, dürfen sexuelle Beziehungen haben usw – Schwachsinn, aber so ist es erlaubt), wenn sie bis dahin nicht wissen, wann man wegschaut, dann können Eltern auch nicht viel ändern.

  2. Der Zeit gibt es so viele ungesunde und gefährlichen Website , Inhalte im internet. Wie kann man die Kinder vor solchen Dingen schützen? Vieleicht kann ein Keylogger dazu beitragen.
    iMonitor Keylogger Pro kann fast alle Computer-Aktivitäten aufzeichnen, E-Mail, Datei, Webseite, Chat, Facebook, Twitter, Tastenanschläge, Screenshot, Anwendungen, Druckaufträge, USB-Stick eingesetzt / entfernt, FTP, Clipboard, Sytemereignisse etc.
    iMonitor Keylogger Pro ist auch ein leistungsfähiges Werkzeug für die elterliche Kontrolle, kann es Computer-Web-Browsing Zeit, Spielzeit und Anwendungszeit begrenzen, und es kann auch schädliche Webseiten und unerwünschte Anwendungen blockieren.
    http://de.imonitorsoft.com/product-keylogger.htm

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