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7 Tipps, wie Männer mehr im Haushalt mitarbeiten

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7 Tipps, wie Männer mehr im Haushalt mitarbeiten

Eine neue Studie zeigt: Männer gehen davon aus, dass die Arbeit im Haushalt zwischen ihnen und ihrer Partnerin gleich aufgeteilt ist. Doch der direkte Vergleich von Zuständigkeit und tatsächlichem Zeitaufwand zeigt, dass die Männer mit dieser Einschätzung falsch liegen.
Diese sieben Tipps helfen, dass Männer im Haushalt gleichberechtigt mitarbeiten.

Estimated reading time: 8 Minuten

Es ist also tatsächlich so, wie wir längst klammheimlich vermutet haben: Der Großteil der Hausarbeit bleibt an uns Frauen hängen. Männer leisten deutlich weniger als ihre Partnerinnen. Fakt! Das zeigt eine neue, repräsentative Studie der Bertelsmann Stiftung.

Und wenig verwunderlich: Während die Männer mit der Aufteilung zufrieden sind, sind die Frauen mit ihrer Situation deutlich unglücklicher.


Faire Aufgabenteilung: 7 Tipps, wie sich Männer mehr im Haushalt engagieren


Wie Männer die Aufteilung sehen …
… und was die Frauen dazu sagen

Mehr als zwei Drittel der befragten Männer (68 Prozent) sagen, dass beide Partner:innen „gemeinsam“ oder zumindest „meistens gemeinsam“ für Aufgaben im Haushalt zuständig sind.

Frauen sehen das allerdings ganz anders: nur 44 Prozent von ihnen geben an, dass die Aufgaben gleich verteilt sind.

Ähnlich unterschiedlich ist die Wahrnehmung, wenn es um die klassische, getrennte Zuständigkeit für den Haushalt geht: in 54 Prozent der Fälle sehen Frauen die Zuständigkeit immer oder meistens bei sich selbst. Demgegenüber sagen nur knapp 22 Prozent der Männer, dass die Zuständigkeit zumeist bei ihrer Partnerin liegt.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Onlinebefragung, die das Institut Arbeit und Qualifikation im Auftrag der Bertelsmann Stiftung durchgeführt hat. Befragt wurden gut 1.600 Personen im erwerbsfähigen Alter von 18 bis 65 Jahren, die zum Zeitpunkt der Befragung in einer heterosexuellen Beziehung lebten.


Und was, wenn beide Vollzeit arbeiten?

An den unterschiedlichen Wahrnehmungen ändert sich auch dann nichts, wenn man nur die Haushalte betrachtet, in denen beide Partner:innen in Vollzeit arbeiten. Während 70 Prozent der Männer mit Vollzeitjobs angeben, dass sich beide gemeinsam oder meist gemeinsam um den Haushalt kümmern, sagen das nur 49 Prozent der Frauen.

„Auch wenn beide in vollem Umfang erwerbstätig sind, führt das nicht automatisch zu einer gleichmäßigeren Aufteilung der Haushaltsaufgaben. Solange traditionelle Geschlechterrollen die Ungleichverteilung von Haus- und Sorgearbeit zementieren, beschränken wir die Teilhabe von Frauen am Arbeitsmarkt – mit entsprechenden Folgen für Einkommen und Renten. Und wir verschärfen den Fachkräftemangel.“

Michaela Hermann, Arbeitsmarktexpertin der Bertelsmann Stiftung

Frauen investieren deutlich mehr Zeit in Hausarbeit und Kinderbetreuung

Das unterschiedliche Verständnis von einer gleichmäßigen Verteilung der Aufgaben zeigt sich auch beim Zeitaufwand, den Männer und Frauen für Jobs im Haushalt und für die Kinderbetreuung angeben. Selbst bei den Befragten, die das Prinzip „Wir machen das gemeinsam“ bejahen, geben Männer an, pro Woche 6,7 Stunden für den Haushalt zu investieren. Bei Frauen sind es 10,6 Stunden – also deutlich mehr.

Noch eklatanter ist der Unterschied bei der Kinderbetreuung. In Paaren mit gemeinsamer Sorgeverantwortung investieren Männer nach eigener Einschätzung durchschnittlich 17,5 Stunden, bei Frauen sind es dagegen 27,5 Stunden pro Woche.


Auswirkungen auf die Zufriedenheit

Wenig überraschend ist, dass ein Großteil der Frauen unzufrieden ist mit der Aufteilung von Erwerbs-, Haushalts- und Sorgearbeit im gemeinsamen Haushalt. Auf einer Elf-Punkte-Zufriedenheitsskala liegen die Männer bei 7,7 Punkten, die Frauen nur bei 6,8. Insgesamt sind Frauen deutlich zufriedener, wenn beide Partner gemeinsam für Haushaltsaufgaben zuständig sind (7,6), als wenn sie allein dafür zuständig sind (5,9).


Verantwortung der Männer stärker in den Blick nehmen

Damit Frauen Zeit für mehr Erwerbsarbeit haben, muss folglich in vielen Partnerschaften die Hausarbeit anders verteilt werden. „Wir dürfen uns nicht wundern, wenn Frauen nach der Kinderphase nicht wieder voll erwerbstätig sind“, sagt Luisa Kunze, Arbeitsmarktexpertin der Bertelsmann Stiftung. „Männer müssen ihre Verantwortung in Haushalt und Familie stärker wahrnehmen und für diesen Zweck auch Angebote wie Brückenteilzeit und flexible Arbeitszeitmodelle häufiger in Anspruch nehmen.“ Damit das gelingt, müssten auch Betriebe ihren Beitrag leisten. „Führungsaufgaben in Teilzeit oder Rücksichtnahme auf Kita-Schließzeiten sollten auch für Männer normal sein und vom Arbeitgeber offensiv angeboten werden.“


Es geht nicht nur um den Arbeitsmarkt!

Die Expertinnen und Experten argumentieren vorrangig mit dem Arbeitsmarkt. Aber allein die unterschiedliche Zufriedenheit sollte uns zu denken geben! Ich hab zum Beispiel schon einmal gefordert, dass mir mein Mann NICHT im Haushalt helfen soll! (Achung! Nicht falsch verstehen! Erst lesen, dann eine Meinung bilden!)

Breit bekannt ist außerdem, dass das Thema Mental Load ein weibliches Thema ist. Darum: Nehmt euch bitte diese Tipps gegen den Mental Load zu Herzen: Mütter am Limit: 6 bewährte Tipps gegen Mental Load


Tipps, damit Männer mehr im Haushalt mitarbeiten

Damit Männer mehr im Haushalt mitarbeiten, gibt es mehrere Strategien, die auf Kommunikation, Fairness und Gewohnheitsänderungen setzen. Hier sind einige effektive Ansätze:


#1 Gleichberechtigung als Grundprinzip verankern

  • Sprich offen über die Verteilung der Aufgaben und mach klar, dass Haushaltsarbeit nicht „Hilfe“, sondern Verantwortung ist. Siehe dazu auch: Ich will NICHT, dass mir mein Mann im Haushalt hilft!
  • Argumentiere mit Fairness: Beide – insbesondere, wenn beide arbeiten – sollten gleichermaßen Verantwortung übernehmen.

#2 Klare Absprachen treffen

  • Erstellt eine Liste oder einen Plan mit festen Zuständigkeiten.
    Auch so ein System kann helfen, um die vielen kleinen To-Dos im Haushalt und die Kümmerer sichtbar zu machen: Haushalt mit Kindern: DIY Mom Hack für mehr Mithilfe
  • Vermeidet vage Bitten wie „Kannst du mal was im Haushalt machen?“ – besser: „Könntest du bitte heute das Bad putzen?“

#3 Mental Load sichtbar machen

  • Oft kümmern sich Frauen um die Planung, während Männer nur Anweisungen ausführen. Nutzt Apps wie „Trello“ oder „Fairly“ zur gemeinsamen Aufgabenorganisation.
  • Teilt auch unsichtbare Aufgaben, z. B. an Geburtstage denken oder Putzmittel nachkaufen.

Zum Thema Mental Load empfehle ich DRINGEND diese bewährten Tipps gegen Mental Load zu beherzigen. Hängt euch diese Tipps am besten irgendwo hin, wo ihr sie täglich sehen könnt!!! Denn ganz langsam und leise schleichen sich immer wieder alte Muster ein!


#4 Männer aktiv in Routinen einbinden

  • Wer täglich eine kleine Aufgabe übernimmt, macht sie irgendwann automatisch.
  • Macht es zur Gewohnheit, dass er sich genauso um Wäsche, Müll oder Einkauf kümmert.

#5 Auf Wertschätzung setzen, nicht auf Kritik

  • Positives Feedback motiviert! Statt zu meckern, wenn es nicht perfekt ist, lieber loben, dass es gemacht wurde.
    Aber Achtung! Mir fällt immer wieder auf, dass Männer selbst für Kleinigkeiten im Haushalt oder bei der Kinderbetreuung über Gebühr gelobt werden, während das bei Frauen nicht einmal der Rede wert ist. Hier den richtigen Grad zu finden, ist gar nicht leicht!
  • Ganz wichtig: Fehler tolerieren! Denn niemand macht alles sofort perfekt. Das schützt übrigens dann auch vor dem oft vorgebrachten, typisch männlichen Argument: „Ich kann ihr sowieso nichts richtig machen …“

#6 Moderne Vorbilder fördern

  • Sprich über Männer in deinem Umfeld, die gleichberechtigt mitarbeiten.
  • Ganz wichtig: Kinder sollten sehen, dass auch Väter selbstverständlich Hausarbeit machen. Denn wir prägen – bewusst oder unbewusst – das Rollenverständnis der nächsten Generation.

#7 Konsequenzen aufzeigen

  • Falls gar nichts hilft: Keine Extra-Aufgaben übernehmen oder bewusst liegen lassen, um Verantwortungsbewusstsein zu fördern.
    Aber Achtung! Dafür braucht ihr aber nicht selten einen SEHR langen Atem! Ich bin mal tage-, wenn nicht sogar wochenlang über Wäscheberge im Bad gestiegen – bis es mir dann zu bunt wurde und es doch wieder selbst aufgehoben und in den 1 Meter daneben befindlichen Wäscheabwurf befördert habe …

Über die Studie

Die Studie ist der zweite Teil einer Veröffentlichungsreihe des Projekts „Spannungsfeld Vereinbarkeit: Onlinebefragung zur Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit im Paarkontext“, das das Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen im Auftrag der Bertelsmann Stiftung durchgeführt hat. Die Datengrundlage bildet eine Onlinebefragung von 2.523 Frauen und Männern im erwerbsfähigen Alter (18-65 Jahre). Die Befragung wurde zwischen dem 19.12.2023 und dem 19.1.2024 vom Umfragezentrum Bonn und einem Online-Access-Panel mit Incentivierung von bilendi durchgeführt. Sie wurde im Rahmen der ESOMAR-Richtlinie durchgeführt, das für die Erhebung genutzte Panel ist nach ISO 20252:2019 zertifiziert.

Quelle: Männer überschätzen ihren Beitrag zur Hausarbeit – ungleiche Verteilung hemmt Erwerbsarbeit von Frauen (Bertelsmann-Stiftung via idw-online.de)


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Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

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