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Weil Baum: Wie Eltern nervige Teenie-Sprüche gekonnt nutzen können

Weil Baum: Wie Eltern nervige Teenie-Sprüche gekonnt nutzen können

Weil Baum, wegen Ast.
Kennt ihr diesen Spruch auch?
Auf jede elterliche Frage nach dem Warum kommt momentan diese Antwort …
So manche Marotte meines Pubertiers und meines Bald-Pubertiers versuchen, mich in den Wahnsinn zu treiben.
Aber ich weiß mir zu helfen!
Nämlich so – Tipps für leidgeprüfte Eltern:



Zwischenruf in eigener Sache:

MINT-Projekte daheim mit Kindern: FOLDIO

VERLOOOOOOSUNG!!!

Mit einfachen Mitteln können wir bei Kindern die Begeisterung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) entzünden: Roboter basteln, spielerisch programmieren, eine VR-Brille basteln und mehr. Wir haben hier am Blog für euch Ideen für MINT-Projekte mit Kindern gesammelt, die man perfekt zuhause umsetzen kann.

Und das Beste: Ein FOLDIO-Komplettset könnt ihr GEWINNEN!

Hier mitmachen: Daheim tüfteln und forschen: Nerdige MINT-Projekte mit Kindern


Edit 2020: Im Zuge der Corona-Daheimbleib-Zeit hab ich intensiv die Kommunikation meiner Kids studiert. Darum wurde dieser Beitrag substanziell nochmal aufgefettet:

Nervige Kinder-Sprüche beherzt nutzen

Ja, wir Eltern dürfen ruhig die Kids mit ihren eigenen Waffen schlagen.

Aktuelle Teenie-Sprüche:
Zuhören, lernen, selbst nutzen!

#1 Weil Baum, wegen Ast.

Ja, mein Kind, ich weiß!
Aber jetzt mach ich das auch!
Warum darf ich nicht mehr länger am Computer/Handy/der Switch spielen? – Weil Baum, wegen Ast.
Was machst du hier? – Weil Baum, wegen Ast.
Du bist so peinlich! – Weil Baum, wegen Ast.

#2 Total OP!

Eltern junger Gamer werden diesen Begriff schon mehrmals gehört haben: OP. Die Abkürzung steht für “overpowered” – im Sinne von “zu stark”.
Leute! Das können wir nutzen! Wenn das Kind einen überschießenden, viel zu teuren Wunsch äußert, dann können wir kontern: “Das ist doch OP!”

#3 Sei kein Payer!

Wer Münzen einwirft, um sich Errungenschaften zu erkaufen statt erst mühsam zu erarbeiten, der wird unter den Jungendlichen schräg angeschaut: So ein Payer! (Da schwingt wohl Geringschätzung wie auch gleichermaßen Neid mit …)
Auch das können wir nutzen! Verlangt das Pubertier Gegenleistungen für Aufgaben im Haushalt – sei es monetär oder in Form von Computerspielzeit, so können wir locker-flockig entgegnen: “Wir sind doch keine Payer!”

#4 Sei ein Ehrenmann/eine Ehrenfrau

Ehrenmann und Ehrenfrau war das offiziell gekürte Jugendwort 2018 – und ja, auch 2020 hat es noch Kraft. Sei ein Ehrenmann/eine Ehrenfrau und tu dies oder jenes für mich.
Merkt ihr was? Richtig: Aufgelegt für uns Eltern. Appelle an die Jugend  werden sich in Zukunft so anhören: Statt “Bitte räum dein Zimmer auf” besser “Sei ein Ehrenmann/eine Ehrenfrau und räum dein Zimmer auf!”

#5 Chill deine Basis

Alter, reg dich ab. Was Jugendlich oft genug von uns fordern – wenn wir etwa die zentimeterdicke Schmutzschicht am Boden des Jugendzimmers schräg beäugen -, können auch wir umgekehrt verwenden: Wenn wieder mal sowieso alles unfair ist und lautstarkt lamentiert wird – Chill deine Basis!

#6 Sei kein Lauch!

Ein Lauch ist ein Gemüse. Ja, auch … Jugendliche meinen damit jedoch jemanden, der schwach, blass und ohne Meinung ist. Darum! Sei kein Lauch! Ab an die frische Luft – hilft gegen Blässe und stärkt das Immunsystem! Versprochen!

#7 Bruder, muss los

Jemand will sich aus einer unangenehmen Situation schälen? Eben: Bruder, muss los.
Auch hier können wir Eltern unsere Kinder beim Wort nehmen. Wenn sie also wieder mal allzu nervig pubertär rüberkommen: Bruder, muss los!



Andere reden lassen:
Soundboards nutzen

Ja, als Elternteil muss man manche Dinge hundertmal, wenn nicht sogar tausendmal sagen …
Aber nein, wir müssen NICHT wie eine hängen gebliebene Schallplatte klingen.
DENN: Wir können andere für uns sprechen lassen!

Unser Pubertier nervt uns seit Wochen mit seinen Soundboards. Er bringt damit diverse Trump-Sprüche zum Besten. Oder nervige Sprüche von nervigen YouTubern. (Sorry, aber manche haben echt absichtlich extra-nervige Stimmen – auffallen um jeden Preis!)
Aber speziell die DOME-Sprüche von Tante Marianne (“Wie sieht’s denn hier schon wieder aus?!?”) haben mich auf eine Idee gebracht: Auch wir Eltern können Soundboards nutzen!

 

Zuerst hab ich mich auf die Suche nach einem Eltern-Soundboard gemacht. Sowas muss es doch geben – diese Idee muss doch irgendein nerdiges Elternteil schon umgesetzt haben. Ja, gibt es auch – eine Computerstimme liest den eigenen Text vor. Naja … Dann empfahl mir mein Sohn (!), doch sein Soundboard zu nutzen: Instant Buttons: der beste Soundboard. Schließlich könne Mutter ja auch selbst private Sounds aufnehmen! Und ja, auch so mancher vorhandener Spruch lässt sich prima verwenden.

Lieblingsanwendung: Mutti brüllt Aufstehen, aufstehen, aufstehen! ins Soundboard.
Einmal angelegt, kann man sich den Spruch jederzeit bei Bedarf abspielen – auch mit Endlos-Wiederholung in Dauerschleife.


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Ich bin so peinlich …

Und hobbylos …

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Birgit

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat 7 Kommentare

  1. Ich erinnere mich noch etwas an meine Pubertät und wenn es etwas gibt, was Teenies richtig auf die Palme bringt, dann ist es, wenn ihre eh schon peinlichen Eltern versuchen, ihren Slang nachzuarmen (den sie absichtlich benutzen, um sich von den “Erwachsenen” abzuheben). Also nach meiner persönlichen Meinung stachelt man die Kinder so nur an und bringt sie nicht zur Kooperation.

    1. Ich mach sie ja nicht nach, sondern halte ihnen den Spiegel vor. Wenn sie mich mit “Weil Baum” abspeisen, dann darf ich das auch. Und doch – sie merken sehrwohl, dass diese Antwort lästig ist.

  2. Also ich finde es Klasse!

    Meine Kinder sind Gott sei Dank noch lange nicht in dem Alter, aber meine 10 Jahre jüngere Schwester – fast 17 Jahre alt – ,hat eine dermaßen peinliche Jugendsprache angenommen, dass ich mich manchmal kaum mehr mit ihr unterhalten kann;-).

    Ich habe auch schon versucht so “abgespaced” wie sie zu reden, da kamen große Augen und schiefe Blicke, sowie ein:” Wieso redest du so komisch?”

    “Damit du mal weißt wie sich das als Außenstehende anhört !” ;-)

    Danach wurde – zumindest gegenüber mir – penibel darauf geachtet “normal” zu sprechen.

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