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Die “zweite Schulzeit”: 7 Lektionen für Schulkind-Eltern

Die “zweite Schulzeit”: 7 Lektionen für Schulkind-Eltern

Endlich!
Endlich spricht es jemand aus:
Die eigene Schulzeit ist ein Klacks im Vergleich zur “zweiten Schulzeit” – der Zeit als Mutter eines Schulkindes!
Sieben Wahrheiten in sieben Lektionen für Eltern eines Schulkindes:



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In ihrer aktuellen Kolumne in der Wienerin jubelt Karen Müller: Nie mehr Schule! Ihr jüngstes Kind hat die Schule abgeschlossen, ihre Zeit als Mutter eines Schulkindes ist nun ein für alle mal vorbei.

Ach, wie beneide ich Sie, Frau Müller!

Nicht nur einmal habe ich mir heimlich gedacht, dass ich die Zeit als Schulkind-Mama viel anstrengender empfinde als die eigene Schulzeit. Von Zeit zu Zeit habe ich es sogar gewagt, diese These auszusprechen, sie verschwörerisch meinem Mann zugeraunt.

Frau Müller jubelt über eine Zukunft ohne Elternsprechtage, ohne Schularbeiten – und vor allem ohne Mitteilungshefte. Das Gefühl der Befreiung sei stärker als nach der eigenen Matura.

Frau Müller, Sie sprechen mir aus der Seele!

Sie bringen in ihrer Kolumne sieben Lektionen, die sie den “Anfängerinnen” unter den Müttern mitgeben möchten. Gemeint sind all jene, die in den vergangenen Wochen freudenstrahlend und mit Stolz geschwellter Brust ihre ABC-Schützen samt Schultüte in die erste Klasse begleitet haben.

Wartet nur ab, was euch in eurer zweiten Schulzeit so alles erwartet …
(harr-harr!)



Ich bin selbst nur eine “leicht Fortgeschrittene”: der Große geht in die 1. Klasse Gynmasium, der Kleine in die 3. Klasse Volksschule. Und ich befürchte fast, dass die wahren “Zuckerl” der elterlichen Schullaufbahn noch vor mir liegen … Dennoch konnte ich bei fast allen ihrer Lektionen zustimmen. Meine Reaktionen bewegten sich zwischen heftigem Nicken und schallendem Gelächter.

Darum erlauben Sie, dass ich meinen Senf zu ihren Lektionen hinzufüge:

Die 7 Lektionen für Schulkind-Eltern

(gekürzt übernommen von Karen Müller, kommentiert von Muttis Nähkästchen)

  1. Nur, weil du selbst keine Probleme in der Schule hattest, muss das bei deinen Kinder nicht genauso sein.

    Oh ja! Wie wahr! Ich selbst habe meine Schulzeit nie problembehaftet empfunden. Und nun kommt es mir manchmal so vor, als wäre ich in einem Paralleluniversum gelandet. Plötzlich bin ich mit Krisensitzungen, Beratungslehrerinnen und Schulpsychologen konfrontiert. Wie konnte mir das nur passieren? Dabei dachte ich immer, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

  2. Das Mitteilungsheft soll deine Bibel sein, in der du täglich liest. Vergiss nie – nie! -, da reinzuschauen.

    Hachz! Endlich jemand, der diese tägliche Pein versteht! Und ich dachte, es würde nur mir so gehen. Und nur ich würde es nicht auf die Reihe bekommen … Ich fühle mich bei diesem Punkt wirklich tief in der Seele verstanden. Dankeschön!
    Ich bin mittlerweile dazu übergegangen, alles – wirklich alles! – mit meiner Unterschrift zu beglaubigen. Auch wenn das obligatorische U.: nicht zu sehen ist.
    Zum Mitteilungsheft hinzu kommen ja noch die unzähligen Tests, Diktate (Ansagen!), Schularbeitshefte und vor allem kopierten Zettel. Zettel, Zettel, Zettel! Hunderte Zettel. Oder gar tausend? Ich habe tatsächlich begonnen, alle kopierten Zettel aus dem schulischen Umfeld zu sammeln. Am Ende des Schuljahres werde ich euch zeigen, welche Mengen da ins Haus flattern!
    (Hoffentlich lesen die Lehrer/-innen hier nicht mit oder der Schulkopierer gibt gar den Geist auf … Dann funktioniert mein Plan nämlich nicht …)

  3. Erwarte nicht, dass Lehrer von Pädagogik allzuviel verstehen. Das sind auch nur durchschnittlich desillusionierte Erwachsene, die in der Früh dafür beten, dass sie wieder einen Tag in einer Klasse von digitalverseuchten Kindern oder Jugendlichen überstehen.

    Tja, da kommt wahrscheinlich meine relative Anfängerschaft zum Tragen. Oder das Glück mit dem bisherigen Lehrpersonal. Wir waren jedenfalls bis dato nur mit bemühten und lösungsorientierten Pädagoginnen und Pädagogen konfrontiert. Manchmal waren sie zwar genauso überfragt wie wir, aber dann haben wir uns eben Hilfe von Dritten geholt.
    Aber – keine Frage – ich habe auch schon ganz andere Geschichten mitbekommen …
    Und wer sich ein bisschen gruseln will, kann hier nachlesen: Lehrer-Geheimnisse: Was Schüler, Eltern und Kollegen besser nie erfahren sollten

  4. Erwarte nicht, dass sich dein Kind mit den Braven anfreundet.

    Das könnte ich ob unserer speziellen Situation noch erweitern: Erwarte nicht, dass dein Kind sich überhaupt mit jemanden anfreundet. Schwierige Situation …
    Aber egal, ob so oder so – der elterliche Einflussfaktor tendiert bei diesem Thema gegen Null. Als Handlungsspielraum bleibt: Akzeptieren.

  5. Selbstverantwortung oder so kannst du von deinen Kindern zwar erwarten, aber warte darauf nicht, bis die erste Frühwarnung kommt.

    Oh, ja! Ich wollte eigentlich nie zur Helikoptermutter mutieren. Aber was die Schultasche betrifft, gibt es ganz einfach keine Privatsphäre. Fragen bringen nicht viel … “Gibt es etwas, das ich unterschreiben sollte?”, “Ist die Hausübung erledigt?”
    Erfolgsfaktor: heiße Luft. Nur hartnäckiges Graben führt zum Ziel – und zum Mitteilungsheft. Oder zum zuunterst vergrabenen Kopierzettel … Lapidare Reaktion des Kindes: “Ooopsie, das hab ich ganz vergessen!”
    P.S.: Am Anfang habe ich es tatsächlich gewagt, die Helikoptermutterei zu verweigern. Bis zum Elternsprechtag. Dann wurde ich mit kräftigem Nachdruck gezwungen, täglich die Schultasche zu kontrollieren. Offensichtlich bin ich nicht nur eine Unterschrift schuldig geblieben. Darum unterschreibe ich jetzt alles – ALLES! Auch ohne U.:

  6. Akzeptiere: Manche lernen es nie.

    Ui, mir schwant Übles … was steht mir da noch alles bevor?!?

  7. Was auch immer geschieht, wie zäh es auch werden mag, denke an die wichtigste Wahrheit des Lebens: Auch das geht vorüber!

    Na, dann … Mir stehen noch mindestens acht Jahre als Schulkind-Mutter bevor. Mindestens. Wenn der Kleine auch akademische Ambitionen zeigt*), dann noch zehn. Oder mehr – je nach Schultyp und je nach Lerneifer.

Der Terminplan der kommenden zwei Wochen verrät: drei Elternabende.
Aber da halte ich es ganz mit Punkt 7: Auch das geht vorüber …

*) Beim Spiel des Lebens, dem aktuellen Lieblingsspiel der Jungs, ergreifen sie jedenfalls immer eine akademische Laufbahn. Grund: Weil man da mehr verdient! Na, wenn sie sich da mal nicht irren … Der am schlechtesten bezahlte akademische Beruf ist übrigens Lehrer … Oje, oje …

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Muttis Nähkästchen

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter (aka. Rabenmutter). Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat 10 Kommentare

  1. SUPER!!!! Ich kann das so unterschreiben (ah, schon wieder eine Unterschrift).

    V.a. Punkt 2 und 5! Erst gestern ist Sophie mit einer Englisch-revision nach Hause gekommen und ich habe gefragt “Muss ich das gar nicht unterschreiben”, weil dort eben kein “U:” war. Ich war versucht, es wie in der Volksschule einfach abzuzeichnen, dachte mir dann aber, ich probier´s mal ohne. Die Lehrerin (die ja jetzt “Frau Professor” heißt) wird sich schon melden. Oder auch nicht….

    Bei Sebastian ist es eher die Sache mit den Untiefen der Schultasche. Leider kommen viele Zettel nicht zu mir bzw. erst nach langer Zeit – meist dann, wenn diverse Anmeldefristen oder Termine vorbei sind. Wo die Zettel in der Zwischenzeit waren, ist jedes Mal ein Rätsel.

    Alles Liebe + …. “auch das geht vorbei” :-)

    Stefanie (Mama von Sophie und Sebastian)

  2. Meine Kinder sind schon lange aus der Schule raus. Aber ich erinnere mich gut an all diese Dinge, zumal beide in der Schule viele Probleme hatten. Ferien waren für mich immer ein Glücksfall. Eeeendlich Ferien! Endlich mal nichts mit Schule, Hausaufgaben …
    Heute bin ich selbstständig und helfe anderen, mit all diesen Herausforderungen klarzukommen.

    1. Waaas? Sowas gibt’s? Erzähl doch mehr über deine Tätigkeit! Oder noch besser: Hast du Lust auf ein Interview?

  3. Herrlich, ähnlich wie bei mir. ?
    Erholsamen Muttertag für dich.
    Viele Grüße
    Michaela

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