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Vereinbarkeit von Familie und Beruf – die Kinderbetreuung macht den Unterschied

Ich habe nun meinen zweiten Wiedereinstieg beim gleichen Arbeitgeber und in der gleichen Position hinter mir. Und trotzdem: Kein Vergleich! Obwohl ich beim ersten Mal mit weniger Stunden in den Job eingestiegen bin, empfinde ich diesmal mit zwei Kindern, mehr Stunden und noch einem Nebenjob wesentlich weniger Stress. Und das liegt meines Erachtens ganz klar an der Kinderbetreuung.



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Ich war bei beiden Kindern zwei ganze Jahre in Karenz, habe während dieser Zeit nur geringfügig gearbeitet. Anschließend folgte jeweils der Wiedereinstieg mit Elternteilzeit – die Elternteilzeit nehmen sowohl mein Mann als auch ich in Anspruch, sodass wir beide jeweils einen Tag bei den Kindern daheim bleiben können. Die Rahmenbedingungen sind also ähnlich, nur die Kinderbetreuung anders:

Wiedereinstieg #1: Stress pur

Mein erstes Kind kam mit zwei Jahren in die Krabbelgruppe und wir mussten unseren Rhythmus an die Öffnungszeiten dieser Einrichtung anpassen: 07:00-13:00 Uhr. Das erste Kind ist aber ein absoluter Langschläfer-Typ. Hieß also: Morgens raushauen, in die Gänge kommen und ab in die Krabbelgruppe, damit sich da noch ein paar sinnvolle Arbeitsstunden für mich ausgehen. Hinzu kommt, dass hierzulande die Kinderbetreuung Gemeindesache ist und wir nur in der Heimatgemeinde einen Betreuungsplatz bekamen, mein Arbeitsplatz aber etwa 20 km entfernt ist. Also verlor ich durch das tägliche Pendeln hin und retour insgesamt etwa eine Stunde. Bedeutet: Stress in der Früh, Stress in der ArbeitStress zu Mittag – nur ja nicht zu spät kommen (sonst sitzt das arme Kind alleine mit der Putzfrau da). Das ganze gewürzt durch eine Portion schlechtes Gewissen, weil mein Kind immer als letztes abgeholt wurde. Und hungrig waren wir obendrein, denn Mittagessen in der Krabbelgruppe – Fehlanzeige.

Wiedereinstieg #2: Kind und Karriere geht ja doch!

Jetzt mit läuft es mit dem zweiten Kind wesentlich entspannter. Ich habe mir geschworen, mir diesen Stress mit dem Halbtagskindergarten nicht mehr anzutun. Da es aber bei uns  keine Ganztagsbetreuung für Kinder unter drei Jahren gibt, blieb nur der Gang zur Tagesmutter. Da zahlen wir zwar fast das Doppelte als Krabbelgruppe bzw. alterserweiterte Gruppe gekostet hätten, aber das ist es wert. Wir kriegen keinen fremden Rhythmus aufgezwungen, wir sind eindeutig flexibler und ich kann immerhin sechs Stunden am Stück arbeiten – und das macht absolut Sinn!

Organisation ist alles

Und so haben wir es dank Elternteilzeit und halbwegs flexibler Kinderbetreuung organisiert:

  • An drei Tagen in der Woche sind die Kinder jeweils von 08:00-15:00 Uhr in Betreuung,
  • einen Tag bin ich daheim und mein Mann arbeitet,
  • einen Tag bleibt mein Mann daheim und ich arbeite.
  • Ich arbeite 20 Stunden und habe auch noch einen Nebenjob,
  • mein Mann arbeitet 32 Stunden.

Da bleibt genug Zeit, um gemeinsam etwas zu unternehmen

Kinderbetreuung ist kein Wunschkonzert

– zumindest in diesen Breiten. Leider. (Dass es auch anders geht, zeigt der Artikel Kindheit und Ausbildung in Finnland – ein paar erstaunliche Fakten) Immerhin haben sie uns die 13. Kinderbeihilfe nicht gleich nach einem Jahr wieder gestrichen  – noch nicht – und seit heuer können außerdem die Kinderbetreuungskosten steuerlich abgesetzt werden (siehe Steuertipps für Familien) – das hilft.

Und den Nebenjob mache ich nicht, weil wir sonst nicht über die Runden kämen. Nein, ich mache es, weil ich Freude daran habe – an beiden Jobs. Und kommt mir jetzt bitte nicht mit “Selbstverwirklichung” oder “Rabenmutter”. Arbeiten ist gut für mich – und ergo auch für meine Kinder.

Entwarnung für das schlechte Gewissen

Wir Mütter haben eindeutig zu oft das schlechte Gewissen zu Gast: 50 Shades of – schlechtes Gewissen. Dabei sollte doch gelten: Geht’s der Mutter gut, geht’s auch den Kindern gut. Und dnn klappt’s auch mit der Eingewöhnung bei der Tagesmutter oder im Kindergarten. Und zu guter Letzt gibt auch noch diese Studie Entwarnung: Berufstätige Mütter schaden Kindern nicht! Ganz im Gegenteil: Gute Mütter arbeiten!



Nachtrag 2016: Vereinbarkeit von Familie und Beruf nach ein paar Jahren betrachtet

Meine Kinder sind mittlerweile 11 und 8 Jahre alt. Ich arbeite mittlerweile 30 Stunden in einer leitenden Position, mein Mann arbeitet wieder Vollzeit. Meinen freien Tag hab ich nicht mehr, dafür arbeite ich an diesem Tag im Home Office. Den Nebenjob hab ich aufgegeben. Dafür hat sich dieser Blog zu einem Nebenjob entwickelt. Ich behaupte nicht, dass es immer leicht ist – ganz im Gegenteil … die Schule bringt ganz neue Herausforderungen mit sich. Aber manches wird auch wieder deutlich besser, weil wieder viel Freiheit zurückkehrt: Entwarnung für frischgebackene Mütter: Die Freiheit kommt wieder!

Foto: Mario Alberto Magallanes Trejo


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Birgit

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

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