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Ratz-Fatz! Das zweite Kind ist flott!

Bildquelle: Depositphotos

Ratz-Fatz! Das zweite Kind ist flott!

Als ich zum zweiten Kind schwanger war, las ich voller Neid und Hoffnung den Geburtsbericht einer Freundin, die ebenfalls ihr zweites Kind zur Welt gebracht hat: Ratz-Fatz, Zack-zack! Nur zwei Stunden im Kreißsaal und schon war das Kind geboren. Ist das eine Ausnahme oder eher die Regel beim Kind Nr. zwei?


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Zweites Kind – geht die Geburt schneller?

Viele Schwangere und werdende Eltern fragen sich beim zweiten Mal: Wird diesmal alles anders? Und vor allem – geht die Geburt schneller als beim ersten Kind? Die Antwort ist ein klassisches „Jein“, denn es gibt viele individuelle Faktoren. Dennoch zeigen Erfahrung und medizinische Daten: Ja, eine zweite Geburt verläuft oft schneller – aber nicht immer.


Was verändert sich beim zweiten Mal?

Nach der Geburt des ersten Kindes hat sich der Körper der Gebärenden bereits auf das Erlebnis eingestellt. Gebärmutter, Muttermund, Beckenboden und das Bindegewebe kennen den Weg. Das kann sich positiv auf den Geburtsverlauf auswirken:

  • Der Muttermund öffnet sich oft zügiger.
  • Die Eröffnungsphase ist meist kürzer.
  • Auch die Pressphase kann deutlich schneller gehen.
  • Der Umgang mit Wehen fällt vielen beim zweiten Mal leichter, da sie wissen, was kommt.

Zahlen und Erfahrungswerte

Statistisch gesehen dauert eine spontane Geburt beim ersten Kind im Durchschnitt etwa 8 bis 14 Stunden – beim zweiten Kind sind es oft nur 4 bis 8 Stunden. Es gibt jedoch Ausnahmen: Manche zweite Geburten verlaufen langsamer oder mit unerwarteten Pausen, etwa wenn das Baby sich spät dreht oder der Start der Geburt auf sich warten lässt.


Was bedeutet das für die Vorbereitung?

Gerade weil es beim zweiten Kind oft schneller gehen kann, ist eine frühzeitige Geburtsvorbereitung wichtig:

  • Halte die Kliniktasche griffbereit – am besten schon ab der 36. SSW.
  • Organisiere frühzeitig Betreuung für das erste Kind.
  • Klärt gemeinsam: Wer fährt mit ins Krankenhaus oder Geburtshaus? Wer bleibt zuhause?
  • Bei einer Hausgeburt: Ist die Hebamme gut erreichbar?

Auch wenn die zweite Geburt häufig leichter verläuft, kann sie emotional genauso intensiv sein. Viele Gebärende erleben sie sogar bewusster, weil sie sich besser auf das Erlebnis einlassen können.


Meine Erfahrung bei der 2. Geburt

Ich kann es bestätigen, dass es schneller geht (41+5 SSW):

  • 18:15 Uhr: gemütliches Abendessens mit Rizinus-Cocktail (da mir die Einleitung für den nächsten Tag „angedroht“ wurde)
  • 20:15 Uhr: erste, ganz leichte Wehen
  • 21:15 Uhr: heftige Wehen beginnen. Mein Mann packt mich unverzüglich ins Auto und fährt los (gut so, denn ich hätte nach den Erfahrungen der ersten Geburt noch zugewartet – da sind wir erst nach 7 Stunden heftigsten Wehen ins Krankenhaus und dann hat’s immer noch über 15 Stunden gedauert)
  • 22:15 Uhr: „Einzug“ in den Kreißsaal
  • 00:15 Uhr: Kind ist geboren.

Nicht vergleichen – jedes Kind ist anders

Wichtig: Vergleiche dich nicht zu sehr mit dem ersten Mal. Auch wenn du positive (oder herausfordernde) Erfahrungen gemacht hast, verläuft jede Geburt einzigartig – dein zweites Kind ist ein eigener kleiner Mensch mit eigener Ankunftsgeschichte.


Fazit: Ja, oft geht’s schneller – aber sei offen für alles

In vielen Fällen ist die zweite Geburt tatsächlich kürzer, kraftvoller und selbstbestimmter. Trotzdem gilt: Lass dich nicht unter Druck setzen. Vertraue deinem Körper, deinem Kind und deiner Begleitung – und schaffe dir ein Umfeld, in dem du dich sicher und getragen fühlst.


Hast du dein zweites Kind schon bekommen? Oder bereitest du dich gerade auf die Geburt vor? Teile gerne deine Gedanken und Erfahrungen – jede Geschichte ist wertvoll.


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Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Ich muss dazu ein entschiedenes „Nein“ sagen. Bei mir erstes Kind Spaziergang. 4 Stunden Klinik und davon 45 Minuten wirkliche Geburt. Meine Grosse war 3800 gr und wirklich lang, die Klinik war super und ich war in der Nacht ganz allein mit der Hebamme im Kreißsaal. Die 2. Geburt war Hölle. Meine Kleine war 4500 gr und rund. Wir waren zu 2. im Kreißsaal und mussten uns eine Hebamme teilen und es herrschte reges Kommen und Gehen im Geburtsraum. Nach unzähligen Stunden und endlosen Pressen wollte ich nur noch sterben und habs dann doch geschafft-zerfledert wie ein altes Sofakissen. Ich denk, egal ob 1., 2. oder 5. Kind, die Umstände sind oft ausschlaggebend. Und auch nein- meine Kleine war nicht wie die Geburt. Sie war ruhig, zufrieden , schlief nach knapp 3 Wochen nachts von 11 bis 5 durch und musste zum stillen geweckt werden. Etwas wovon ich bei der Grossen nur träumen konnte?

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