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Ein Asperger-Kind erziehen und begleiten

Ein Asperger-Kind erziehen und begleiten

Seit wenigen Wochen hat unsere Herausforderung einen Namen: Asperger-Syndrom. Und wir sind zutiefst erleichtert. Endlich hat das Grübeln und Zweifeln ein Ende, plötzlich ist alles klar, ja fast “logisch”.
Mein Kind ist anders. Es gab immer schon zahlreiche “Laien-Diagnosen” und nach einem Hilferuf der Schule auch eine professionelle Diagnose – die allerdings negativ ausfiel. Nach einem weiteren Hilferuf und dringenden Appell der Schule fuhren wir – auf Verdacht – zu einem speziellen Förder- und Therapiecamp, bei dem es uns wie Schuppen von den Augen fiel …

Das Asperger-Syndrom gehört zum Autismus-Spektrum. Asperger haben ein “alternatives Gehirndesign”. Sie schauen ganz normal aus und haben oft eine hohe Intelligenz. Das macht die Diagnose umso schwerer.

Sie durchschauen hervorragend Funktionsketten, sozial-emotionale Inhalte werden jedoch kaum bis gar nicht verstanden: Sie kennen nur eine Wahrheit – die eigene. Und flippen oft aus, wenn sich sich das Umfeld nicht so verhält, wie das Kind das erwartet.

Aber die gute Nachricht ist: jeder Asperger kann das alles über den Kopf lernen. Aber das dauert – und kostet auch Nerven.

So manches haben wir bisher intuitiv schon richtig gemacht. Das alles hilft im Umgang mit einem Asperger-Kind – eine persönliche Zusammenfassung:

Klare Regeln und Strukturen:

  • Klare Regeln aufstellen
    Asperger lieben Regeln und halten sich gerne daran (und pochen dann gerne auch bei anderen Personen auf Einhaltung);  siehe auch: Unsere Familiengesetze
    Die schlechte Nachricht: Sie weigern sich Regeln zu befolgen, die sie nicht verstehen oder die ihnen unlogisch erscheinen. “Brav sein” ist mehr als unkonkret und daher für ein Asperger-Kind nicht erfassbar.
    Aber: Aspies brauchen keine strengeren Regeln oder Strafen – man muss ihnen die Regeln nur genau, logisch und klar erklären.
  • Aufschreiben, aufschreiben, aufschreiben!
    Asperger sind sehr visuell veranlagt und können verbale Aufforderungen weniger gut verarbeiten. Ergo: weniger reden und in wenigen Worten aufschreiben. Aufschreiben nimmt außerdem die Emotion aus der Kommunikation und macht die Forderung klarer und “greifbarer”; siehe auch: Das tägliche Drama – Tipp zur Vermeidung von Konflikten bei Hausaufgaben
  • Je logischer, desto eher wird eine Regel befolgt
    Asperger brauchen Klarheit und Einzelheiten, je logischer und emotionsloser eine Erklärung ist, desto besser: “Dein Körper besteht zu über 70% aus Wasser, wenn du zu wenig trinkst, führt das zu Dehydration” statt “Bitte trink etwas.”
  • Die Regeln gelten immer!
    Ausnahmen sind “Gift” und unterwandern die getroffenen Vereinbarungen nachhaltig. Heißt also daher auch:
  • Nur das zu einer Regel machen, was wirklich wichtig ist
    Sonst wird’s mit der konsequenten Einhaltung zum Dilemma.
  • Auf Veränderungen, Regel-Abweichungen und außergewöhnliche Ereignisse vorbereiten
    Asperger-Kids sind nicht besonders flexibel was Veränderungen betrifft, sie sollten behutsam darauf vorbereitet werden, damit sie sich darauf einstellen können. Es ist übrigens kein Machtkampf oder Versuch, eine Aufgabe zu umgehen – die Ursache für ihre Verweigerung ist ihre Reizempfindlichkeit und ihr Bedürfnis nach vorhersehbaren Abläufen.
  • Es muss klar sein, wer den Ton angibt
    Asperger anerkennen kaum Autoritäten – Autorität muss man sich bei ihnen erarbeiten … Hilfreich ist auf jeden Fall Wohlwollen, eine gewisse Distanziertheit und eine ordentliche Portion Humor!

SEHR klare, adäquate Kommunikation:

  • Ruhige, klare und sehr direkte Kommunikation ohne viel Drumherum-Gerede
    Am besten erreicht man einen Asperger über eine ruhige, emotionslose Stimme. Was sie gar nicht mögen, ist das so genannte “Gesäusel”: “Geh, bitte, jetzt hör doch auf … das ist lästig. Bitte, jetzt werde ich dann aber ärgerlich … merkst du nicht, dass das unangenehm ist …”
    Einem Asperger-Kind muss man klar sagen, was was von ihm erwartet wird. Was für “neurotypische” Kinder klar ist, weil es “zwischen den Zeilen lesen kann”, kann bei einem Asperger große Frustration auslösen – sie können diese sozialen Codes nicht entschlüsseln.
  • Positiv formulieren: sagen was sein soll – und nicht was nicht sein soll
    Klipp und klar sagen, was sie tun sollen, denn Aspies lernen nicht, wenn man ihnen sagt, was sie NICHT tun sollen. “Bitte sei jetzt leise.” (Noch konkreter: “Lippe auf Lippe”) statt “Hör bitte  auf, so zu schreien!”
  • Logisch argumentieren
    Je logischer und emotionsloser eine Erklärung ist, desto besser. Alles andere bedeutet emotionalen Stress und führt zum Abblocken des Kindes. Rausgehen, nur weil die Nachbarskinder auch draußen spielen, ist für einen Aspie kein Argument. Wohl aber der Fakt, dass der Körper Vitamin D braucht und dieses nur im Freien bei direkter Sonneneinstrahlung auf die Haut bilden kann.
  • Die nonverbale Kommunikation beachten!
    Nonverbales – Körperhaltung, Handzeichen, Stimme – macht bei Autisten meist mehr Eindruck als das ganze Bla-bla-bla drumherum. Darum: gezielt einsetzen! Groß machen, aufrecht stehen, mit klarer Stimmer sprechen usw.
  • Wenn man etwas braucht, muss man es auch sagen.
    Asperger erkennen nur schwer Bedürfnisse erkennen – weder bei anderen noch sich selbst.
  • Anforderungen in kleine Schritte zerlegen
    Möglichst immer nur eine neue Tätigkeit nach der anderen formulieren und und einfordern und dazwischen unbedingt abwarten. Asperger können zu viele Anforderungen auf einmal nicht so schnell verarbeiten wie “neurotypische” Kinder.
  • Geduld!
    Asperger reagieren nicht prompt – oft kommt gar keine Reaktion, als würde das Kind den Erwachsenen ignorieren. Diese Kinder brauchen sehr lange
  • Loben nicht vergessen
    Die Kinder hören viel und oft, dass sie langsam, ungeschickt, verletzend oder einfach “unpassend” sind. Wann immer ein Asperger etwas gut gemacht hat, sollten sie es unbedingt loben – das stärkt das Selbstbewusstsein. Ergo: Nicht nur auf die Löcher, sonder auf den Käse schauen! Siehe auch: Loben – aber richtig!

Wenn das autistische Kind “austickt”

Asperger-Kinder ticken immer wieder mal aus – die einen auf eine aggressive Art, andere auf leise, sich verschließende Art. Wutanfälle (oder auch Verweigerung) werden meist durch enttäuschte Erwartungen oder Überempfindlichkeit gegenüber dem Umfeld verursacht.



  • Gutes Zureden ist zwecklos
    Auf das Kind wortreich, wohlmeinend und beschwichtigend einzureden, unmittelbar nach dem Grund für seine Reaktion zu fragen oder gar an seine Vernunft zu appellieren, ist meist kontraproduktiv – es bringt neue Energie in die Situation und wirkt meist wie Öl ins Feuer gießen.
  • Ruhe, Logik, Verständnis und klare Maßnahmen
    Am besten reagiert man ruhig, mit kühler Logik und geduldigem Verständnis. Auf keinen Fall über Gefühle reden!
  • Ab in eine reizarme Umgebung
    Am besten begleitet man das Kind in eine reizarme Umgebung (Ecke oder Raum); Erwachsene sollten unbedingt in der Nähe bleiben.
  • There is no best way …
    Es gibt keinen einzig wahren, richtigen Weg. Da jede Situation anders ist, muss die Vorgehensweise ggf. jedes Mal neu überlegt und auf den jeweiligen Vorfall abgestimmt werden. Am besten ist zuhören (falls er/sie spricht); machmal hilft Berührung, manchmal ist sie ganz und gar kontraproduktiv.
  • “Nachbesprechungen” machen wenig Sinn
    Die Situation maximal einmal nachher besprechen oder ganz auf sich beruhen lassen. Eventuell: “Ich sehe, dass es dir jetzt wieder besser geht. Schön, dass du wieder da bist.”
    Kleine Autisten können den Grund für ihr Verhalten meist nicht artikulieren. Je älter der Asperger ist, desto eher sollten sie aber nach dem Grund fragen. Oft steckt etwas anderes oder nur eine vermeintliche Kleinigkeit dahinter, die man niemals vermutet hätte! Oft liegt der Grund auch schon weit in der Vergangenheit.

Generell gilt:

Abbau von Verhalten = Aufbau von Verhalten

Unerwünschtes Verhalten kann man bei Asperger-Kindern kaum verbieten oder durch Belohnungen oder Versprechungen ausmerzen. Aber man kann sie kanalisieren und Alternativen und neue Perspektiven anbieten!

Quellen: Eigene Mitschrift (Elterntraining mit Mag. Elvira Muchitsch im Rahmen des Förder- und Therapiecamps), asperger-eltern.de, sowie aus dem Buch: Kinder mit Asperger einfühlsam erziehen

Ein schönes, versöhnliches Zitat zum Schluss:

Bitte freuen Sie sich über die Andersartigkeit Ihres Kindes.

Fördern Sie seine Perspektiven. Und fördern Sie seine Stärken; vielleicht ziehen Sie gerade den nächsten wegweisenden “unvernünftigen” Erfinder auf, der unsere Gesellschaft voranbringt.

(Quelle: Kinder mit Asperger einfühlsam erziehen)

Siehe auch:



Und dann haben wir gezielt mit ihm gearbeitet:

Erkenntnisse und Hilfsmittel:

Wichtige Fragen:

 

Und weil ich ständig dazulerne und auch regelmäßig darüber schreibe:

Autistisches Kind: Ein Aspergerkind erziehen und begleiten



Foto: PublicDomainPictures, Pixabay


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Muttis Nähkästchen

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter (aka. Rabenmutter). Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat 29 Kommentare

  1. Tja, irgendwie war das auch mein erster Gedanke, aber da Asperger-Syndrom wenigstens hier bei uns eine “Modediagnose” ist und ich den B. ja nur sehr kurz getroffen habe, habe ich gedacht, es wäre vielleicht doch nicht so. Es ist aber gut, dass Ihr jetzt wisst, was es ist, so könnt Ihr ihn besser verstehen und ihm auch helfen, die Welt um ihn verstehen zu lernen.
    Übrigens kann man ein Asperger-Kind schon erkennen, wenn man weiss, wonach man schauen muss. In aussergewöhnlichen sozialen Situationen, wo solche KInder sich nicht so ganz wohl fühlen, sind Aspergers angespannter, ihre Körperhaltung und besonders Lächeln – falls sie lächeln – sind rigider als bei nicht-Aspergers. Z. B. auf den Klassenfotos kann man das manchmal erkennen, dass das Asperger-Kind sehr gerade sitzt oder steht und ein “glattgebügeltes” Lächeln trägt – unser Mittlerer ist so, er hat auch ganz viele Asperger-Züge.
    Ich wünsche Euch viel Kraft und viel Geduld!

  2. Danke für diesen Einblick.
    Generell finde ich diese “Unaufgeregtheit” in der Erziehung für alle Kinder gut, nur dass man es, hat man es nicht mit diesem Syndrom zu tun, schon einfacher – unsere Regeln haben auch immer mal Ausnahmen… Ich nehme es aber als Denkansatz mit, nicht zu viele sondern nur wirklich wichtige Regeln aufzustellen.
    Alles Gute Ihnen für den weiteren Weg!

  3. Hi…seit Tagen bin ich auf der Suche im Netz nach anderen Eltern, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben wie wir. Mein Sohn ist jetzt 13 und wurde gerade aktuell in der Tagesklinik für Kinder- und Jugenpsychiatrie behandelt, die mit einem systemischen Ansatz arbeitet. Wir haben mit ihm eine laaaange Therapiegeschichte hinter uns, bisher hat aber noch niemand in Richtung Asperger geguckt, obwohl mein Bruder Asperger hat (43, seit zwei Jahren diagnostiziert) und die gängigen Beschreibungen erschreckend genau zutreffen. Weiterhin wird daran festgehalten, dass es sich um systemische also Erziehungsprobleme handelt obwohl bei einem in der Klinik durchgeführten IQ Test eindeutig die Parameter erhoben wurden, die auf Asperger hinweisen (überdurchschnittlicher Sprach- logisches Denken IQ, 120 und Handlungs- IQ also Verarbeitungsgeschwindigkeit im Bereich geistiger Behinderung, 68). Wir sind total verzweifelt, da mitterweile die Klinik argumentiert, dass eine Heimunterbringung unabdingbar ist.

    1. Hallo, unserer ist auch 13 – große Probleme, gerade ist wieder Suche nach einer anderen Schule/Gymnasium angesagt. Wir laufen ebenfalls auf dem Zahnfleisch.
      Bitte ruhig zum Kind stehen und der eigenen Wahrnehmung trauen!!!! Einer Heimunterbringung müsstet Ihr ja zustimmen, das könnt Ihr also unterbinden. Ich hatte den meinen mit Attest (das setzt einen verständnisvollen Kinderarzt voraus) 1/2 Jahr zu Hause und habe ihn mehr schlecht als recht selbst beschult. Während dieser Zeit lief die Suche nach einer Diagnosemöglichkeit. Setzt natürlich auch voraus, dass man es irgendwie mit ihm aushalten, es sich einrichten kann. –
      Habt Ihr irgendwo ein Zentrum – Verein – Selbsthilfegruppe – SPEZIALISIERTE Praxis (…), um eine Asperger-Diagnose zu bekommen? Das wäre ein guter (notwendiger!) Schritt, dauert aber i.d.R. ein paar Monate (wegen hohen Bedarfs). Danach könnt Ihr ganz andere Hilfen bekommen, je nach Bundesland. Z. B. eine Eingliederungshilfe/Integrationshilfe für die Schule. Das ist eine Person, die dem Kind beim Strukturieren des Schulalltags hilft und soziale Situationen erklärt/entschärft (bezahlt von Jugend- oder Sozialamt) oder eine “Verhinderungspflege” (die einspringt, wenn die Eltern verhindert sind – das ist wohl aber regelmäßig gemeint, die gewonnene Zeit kann man zur Erholung, für andere Kinder o.ä. nutzen. In Baden-Württemberg gibt es dies über die Krankenkasse und setzt Pflegestufe 0 voraus. Kann man beantragen, dazu kann es z. B. ausreichend sein, wenn man bei einem Kind dieses Alters die Fingernägel schneiden, ans Duschen erinnern, die Sauberkeit der Kleidung kontrollieren und Ähnliches muss.)
      Ganz zu schweigen von der persönlichen Entlastung (etwa von Schuldgefühlen und Ungewissheiten), die diese Diagnose bringt. Viele Experten erzählen einen Haufen Schrott (Verzeihung), und man findet nur mit Glück genügend offene, herzensgute Menschen (das dürfen auch Experten sein ;-)), die ernsthaft darauf aus sind, die Kuh vom Eis zu bekommen (“Kein Kind darf zurückbleiben”).
      Nicht aufgeben!!! Wie sagte es ein Bekannter: Kein Außenstehender versteht den Druck, den man mit einem solchen (d.h. nicht in die “Norm” passenden) Kind hat. Psychotherapeutische Hilfe unterschiedlichen Ausmaßes für unterschiedliche Familienmitgieder (selbst Autist/in oder mit ihr/ihm verwandt) ist eher die Regel als die Ausnahme.
      ALLES GUTE UND VIEL KRAFT!!!!!
      (gerne auch weiteren Kontakt, wenn als hilfreich erachtet)

      1. Liebe Leute, vielen lieben Dank für eure Kommentare – ich wollte schon längst antworten und euch Kraft wünschen. Endlich komm ich dazu.
        Ich kenne die Situation nur zu gut!

        Ich kann nur bekräftigen: Holt euch die Diagnose! Auch unser Kind hatte beim IQ-Test bei sonst überdurchschnittlichen Ergebnissen einen deutlichen Einbruch bei der Verarbeitungsgeschwindigkeit. Trotzdem hat es noch über ein Jahr gedauert bis wir endlich beim Asperger-Syndrom “gelandet” sind. Gerade Asperger werden typischerweise recht spät diagnostiziert, weil sie durch ihre Intelligenz viel überdecken können. Die Diagnose nimmt viel Druck von den Eltern – plötzlich lässt es sich erklären, warum das Kind so ist wie es eben ist. Man macht sich keine Vorwürfe mehr, und man kriegt auch keine mehr (oder sagen wir: deutliche weniger). Mit der Diagnose könnt ihr in der Schule dann auch Nachteilsausgleiche geltend machen (unser Sohn macht jetzt z.B. viel am Computer anstatt handschriftlich mitzuschreiben).

        Etwas tröstliches kann ich auch noch beitragen: Anscheinend sind die Altersstufen 9 Jahre (unser Sohn; aka. Vorpubertät) und 13 Jahre (eure Kinder; aka. Pubertät) ganz typisch für massive Schwierigkeiten – da sind sich die unterschiedlichsten Expert/-innen erstaunlich einig! Es gilt, das Kind in diesen Phasen “durchzutragen” – und zwar seitens der Eltern wie auch der Schule, da müssen alle ran! Das tröstliche daran ist: das geht wieder vorbei! Die uns betreuende, auf Autismus spezialisierte Psychologin meinte mal: “Nachher greift man sich auf’s Hirn und fragt sich, was eigentlich da los war. Denn plötzlich geht’s wieder gut weiter.” Freilich bleibt es mit autistischen Kindern immer herausfordernd, aber manche Zeiten sind eben deutlich schwieriger.

        Wir haben übrigens mit Homöopathie echt erstaunliche Erfolge gefeiert – siehe: https://muttis-blog.net/2014/12/04/homoopathie-bei-autismus-und-asperger-syndrom/ Damit haben wir den “Turn-around” geschafft, als es auf Messer’s Schneide stand, ob er in der Regelschule bleiben kann – oder in die Sonderschule kommt. Gemeinsam mit Homöopathie, autismus-spezifischer Therapie (Einzel und in der Gruppe) sowie einem ausgeklügelten Belohnungssystem in der Schule (siehe: https://muttis-blog.net/2015/02/23/belohnungssystem-statt-dauerfrust-manchmal-lassen-sich-sogar-medikamente-einsparen/ ) läuft es bei uns momentan recht gut. Alle sind zufrieden (auch das Kind!) und der Schulwechsel ist kein Thema mehr.

        Alles Gute! VIEL Kraft! Und: Hol dir Hilfe!
        Und hol dir die Diagnose! Such dir einen Verein bzw. eine Selbsthilfegruppe (auch bei uns ist es einzig dem Zusammenschluss betroffener Eltern zu verdanken, dass Therapienmöglichkeiten uns Elterntrainings auf die Füße gestellt wurden).

      2. Hallo…mittlerweile geht unser Sohn wieder zur Schule, in seine alte Klasse. Nach zwei Schultagen ist es schwierig, eine positive Prognose ab zu geben aber er selbst sagt, dass es gut läuft und er gerne weiter in diese Schule gehen möchte. Das sah im ersten Halbjahr noch gaaanz anders aus. Er hat oft, später durchgehend, den Schulbesuch verweigert und psychosomatische Bauchbeschwerden entwickelt. Ich hoffe, dass diese gute Phase recht lange anhält. Es sind auch bei uns immer Phasen. Ich beschreibe die ganz gerne mit Seefahrermethaphern. Wir hatten im letzten 3/4 Jahr ordentlich Wellengang;)
        Es ist erstaunlich, aber mit 9 Jahren wurde unsere Sohn das erste Mal stationär in der Kinder- und Jugenpschiatrie behandelt, nachdem die Schulsituation total eskaliert ist. Damals wurden wir in die systemische Schublade gesteckt und kommen da auch nicht wieder raus. Nach dem Schulwechsel in die weiterführende Schule hatte sich die Situation vorerst wieder beruhigt, obwohl Schule “immer” ein schwieriges Thema ist. Insofern kann ich mich der Beobachtung “kritischer” Altersstufen durchaus anschließen.
        Wir sind jetzt bei einem Kinder- und Jugenpsychiater angemeldet, der sich auf die Diagnosen und Therapie im authistischen Spektrum speziaisiert hat und können Anfang Juni einen Termin von der Warteliste abrufen…der Termin ist also frühestens im Juli oder August. Die Tagesklinik hat Benjamin einfach in die Osterferien entlassen und wir hatten nicht mal ein vernünftiges Abschlussgespräch mit seiner Therapeutin, weil die bei seiner Entlassung schon im Urlaub war. Geschweigedenn konnten wir irgendwas mit Schule, Behörden oder Ärzten klären. Angeblich hatten wir als Eltern keinen Behandlungsauftrag mehr für die Klinik, da wir der empfohlenen Heimunterbringung so wehement widersprochen haben. Jetzt warten wir auf den Entlassungsbericht, da alle angesprochenen Stellen ohne irgendeine Einschätzung gar nichts machen.
        Ich danke euch für die unterstützenden Worte und wir werden auf jeden Fall am Ball bleiben. Leider haben wir keinen verständnisvollen Kinderarzt. Unserer gehört nämlich zu den “angesprochenen Stellen”. Deshalb haben wir “schon” einen Termin bei einer anderen Kinderärztin am 2. Juli. :(
        und ja… ich hätte gerne weiteren Kontakt…so habe ich das Gefühl nicht allein zu sein

      3. Hallo,
        Ich würde gerne dufflecoat (einer anderen Aspergermutter) persönlichen Kontakt anbieten. Geht das irgendwie, dass nur sie meine Daten sieht und sonst niemand? Herzlich, KK

        Von meinem iPhone gesendet

        >

      4. Danke, ja!

        Von meinem iPhone gesendet

        >

    2. Vorsicht mit vorschneller Heimunterbringung.

  4. Hallo,

    wir sind gerade in der Diagnostik, unser Sohn hat viele Anzeichen die für Asperger sprechen. Oft, wenn ich im Netz suche, lande ich auf dieser Seite.
    Mich würde interessieren ob ihr extrovertierte Aspies kennt oder wie extrovertiert eure Kinder sind. Denn unser Sohn kann auf Menschen zugehen. Wenn ihn etwas oder jemand interessiert ist er offen und geht auf die Leute zu. Wenn er unvorbereitet angesprochen wird, ist das oft ein Drama. Selbst bei ihm Bekannten Personen. Bei geliebten Personen kuschelt er teilweise auch gernmund lässt Nähe zu. Ebenfalls aber meist nur, wenn es von ihm ausgeht, ausser bei wesentlivh kleineren Kindern, die lässt er machen ;).
    Ich mache mir Sorgen, dass durch diese Besonderheit ein Asperger nicht diagnostiziert werden könnt. z.B. war ihm wohl die Psychologin für die letzte Testung sehr sympatisch und er ging alleine mitnihr in einen Raum und sie hatten eine sehr positive Stimmung. Was mich natürlich freut für ihn. Aber das war absolut aussergewöhnlich. Er weigert sich sonst strikt, wenn er ohne uns iegendwo hin muss. Weigern ist eigentlich untertrieben….
    Sonst hat er sehr starke Anzeichen. Er versteht den sozialen Code einfach nicht, er lernt nicht dazu im Umgang mit anderen, sehr egozentrisch, Regeln und Autoritäten missachtet er, er verweigert teilweise die Mitarbeit im Unterricht. Er schreit wenn zu viel um ihn herum passiert. Auffälligkeiten im Augenkontakt und Sprache. wird sehr schnell wütend. IQ im logischen Bereich bei 125, sprachlich bei 115 (ist bilingual erzogen) Verarbeitungsgeschwindigkeit bei 87.
    Es ist schwer zu beschreiben, vieles passt so exakt und bei einigen Punkten fällt er aus diesem Muster.
    LG

    1. Klingt sehr nach unserem Sohn. Auch er kann sehr zugänglich und kuschelig sein. Er kann auch mit anderen spielen – wenn es ihm in den Kram passt. Erstens ist Autismus ein breites Spektrum und auch Asperger können sehr, sehr unterschiedlich sein (hab ich beim Autismus-Camp selbst erlebt). Zweitens achten die PsychologInnen bei der Diagnose auf viele Teilaspekte, für mich war das teilweise überrraschend worauf alles geachtet wird. Aber nicht jeder Punkt muss zutreffen.
      Ich hoffe, meine Beiträge über Asperger helfen dir ein bisschen weiter – das wär zumindest die Intention dahinter, warum ich hier schreibe. Alles Gute, Mutti.

      1. Hallo,

        ja, es hilft sehr hier zu lesen, es tut gut, vielen Dank!!!

        Ich hoffe, dass wir eine klare Diagnose bekommen. Irgendwie bin ich an dem Punkt, dass mir eine solche Diagnose keine Angst mehr macht. Im Gegenteil es wäre wohl eine Erleichterung und ein Ansatzpunkt für uns, ihm wirklich zu helfen.

        Ich werde sicher weiter verfolgen was du hier postest.

        Alles Gute!

  5. Bin zwar keine Mutti, aber mein kleiner Bruder hat auch das Asperger. Er ist zur Zeit in der Ausbildung, vllt mag jemand sich ja austauschen :)

    Lg

  6. Danke für diesen Artikel! Mein Sohn wird im August sechs Jahre alt und ich stoße täglich an meine Grenzen. Er ist das jüngste von drei Kindern und ich bin alleinerziehend. Nicht einfach, ihm und seinen Bedürfnissen immer gerecht zu werden. Es ist beruhigend, zu lesen, dass andere Kinder ähnlich “ticken”…

  7. So Leid es mir tut, ich hoffe ich bekomme nie ein Kind mit Asperger oder gar ein “komplett” autistisches Kind.
    Ich bin sehr emotional und wenn mein eigenes Kind ein rationales Wesen ist, das man nur mit Logik beruhigen kann, das keine Ahnung hat, wie es empathisch mit seinen Mitmenschen umgeht und das Emotionen einfach nicht verstehen kann ist ja furchtbar.
    Im realen Leben kann man das ja nie sagen, aber ich hoffe, dass Menschen mit dieser Störung selbst nicht versuchen, Kinder großzuziehen.
    “Gefühllose” und unempathische Eltern braucht kein Mensch.

    1. Ui, das ist hart, liebe Marina …
      Wir haben uns das auch nicht ausgesucht. Aber es ist die Realität und wir versuchen täglich das Beste daraus zu machen … Außerdem bezweifle ich, dass Autisten komplett gefühlslos und ohne Empathie sind. Mein Kind kann z.B. außerordentlich mitfühlend sein. Allerdings kann er mit solchen starken Emotionen nur sehr schwer umgehen. Quasi als Selbstschutz fährt er lieber “die Rolläden runter” und tut so, als würde ihn das alles nichts angehen …

    2. Liebe Marina, also in Sachen Empathie kanns du von jedem Autisten lernen. Die haben nämlich sehr viel davon, viel mehr als andere Menschen. Daher rühren auch ihre Schwierigkeiten. Allerdings merkt man das nur als empathischer Mensch.

    3. Liebe Marina, hoffentlich bekommst Du nie ein Kind! Anscheinend bist Du nicht in der Lage, ein Kind anzunehmen wie es ist.

  8. Liebe Marina Schreiber,

    ich finde selten so deutlich Worte, aber dein Kommentar ist einfach nur unverschämt. Du hast weder Ahnung vom Autismusspektrum noch scheinst du ein empatischer und emotionaler Mensch zu sein, denn dann hättest du dir deinen Kommentar hier verkniffen.

    1. Hallo zusammen, Vorsicht, Troll! Insgesamt stimme ich Euch völlig zu. Aber ich schätze, die Liebe Marina ist nicht echt.

  9. Wauw, ich fühle mich durch eure Kommentare richtig bestätigt, dass mein Sohn (6 1/2) ebenfalls das Asperger Syndrom hat. Aber eben auch wie schon hier beschrieben treffen einige Symptome 100 % auf ihn zu und bei anderen fällt er aus dem Muster. Bei meinem Sohn empfinde ich es was die Empathie angeht genau wie von Muttis Nähkästchen beschrieben:….” Mein Kind kann z.B. außerordentlich mitfühlend sein. Allerdings kann er mit solchen starken Emotionen nur sehr schwer umgehen. Quasi als Selbstschutz fährt er lieber „die Rolläden runter“ und tut so, als würde ihn das alles nichts angehen …”

    Ich habe aber auch schon vorher das Gefühl gehabt, dass das Fehlen von Empathie eigentlich nicht die korrekte Beschreibung für eine Diagnose bei Aspergern ist. Den Empathie haben sie (oder die meisten), nur eben sind es zu viele Emotionen auf einmal, die auf die Asperger im Umgang mit anderen Menschen zu kommen, dass sie von ihren Gefühlen durcheinander gebracht werden und nicht wissen wie sie angemessen reagieren müssen bzw. es schlicht und einfach nicht können. – das ist aber meine eigene Interpretation, ich bin keine Ärztin und auch keine Psychologin, aber so empfinde ich es.

    Ich hatte bereits als er 3 Jahre alt war das Gefühl, dass er das Asperger Syndrom haben könnte. Auf Nachfrage bei den Ärzten hiess es, dass es noch viel zu früh für eine Abklärung sei. Letztes Jahr wurde er im Kindergarten von der Schulpsychologin abgeklärt und sie sagte, dass sie zum jetzigen Zeitpunkt Autismus/Asperger Syndrom ausschliessen kann. Natürlich waren wir als Eltern erst einmal erleichtert und haben nicht mehr darüber nachdenken wollen. Bei der Abklärung kam aber auch raus, dass er sehr intelligent, sein Arbeitsverhalten jedoch sehr langsam ist.

    Schnell merkten wir, dass wir auch weiterhin mit seinem Verhalten und seiner speziellen Art immer wieder aneckten. Auch mit den Gleichaltrigen kommt er nicht zurecht, er interpretiert immer alles anders als es von den andern gemeint ist. Schon seit Klein spricht er fast ununterbrochen von morgens bis abends, wiederholt sich ständig mit seinen Lieblingsthemen und fragt mich andauernd die gleichen Fragen, obwohl ich ihm alles schon oft erklärt habe. Er isst nur ganz limitiert und vieles verweigert er nur schon wegen der Konsistenz des Nahrungsmittels oder der Farbe. Bereits al Baby hat er fast alles ausgespuckt und nicht essen wollen. Er war auch schon immer sehr tollpatschig und ist es immer noch. Er weiss auch nicht, wenn es nicht angebracht ist laut zu sprechen. Er spricht, wo und wann er es will. Wenn ich ihn höflich bitte leiser zu sein beginnt er zu schreien. Es geht immer um ihn und seine Themen, das andere ist für ihn langweilig und er versteht nicht wieso sich andere für diese anderen Sachen überhaupt interessieren können. Ich liebe ihn über alles und manchmal ist er echt sehr witzig und originell mit seinen eigenen Theorien, gleichzeitig komme ich aber immer mehr an meine Grenzen mit meiner Geduld, ich habe fast keine mehr und in letzter Zeit habe ich angefangen lauter ihm gegenüber zu werden. Da ich nach 100 Mal nettem und geduldigem darum bitten etwas zu tun (keine Übertreibung), von ihm entweder gar keine Reaktion kommt oder einen schreienden Wutanfall. Ich komme oder bin schon an meinen Grenzen.

    Für mich ist es ganz klar Asperger. In Kombination mit ADHS. Wir haben ihn nun erneut bei einem Neurologen und auf ADHS u. Asperger spezialisierten Arzt angemeldet.

    Ich wäre inzwischen auch erleichtert es schwarz auf weiss zu haben. Ich bin inzwischen sicher, dass er das hat (mein Mann ebenfalls). Ich will einfach endlich die Unterstützung für ihn aber auch für uns, die wir benötigen. Wir wollen ihn voll und ganz so akzeptieren wie er ist, seine vielen sehr guten Eigenschaften fördern und die weniger guten Eigenschaften etwas weniger ausgeprägt haben. So dass er als Erwachsener gut und selbstbewusst auf eigenen Füssen stehen kann und auch sozial gut integriert lebt. Für das brauchen wir aber definitiv Unterstützung und ich wäre froh wenn wir bereits jetzt damit anfangen könnten und nicht erst in 5-10 Jahren. Leider wird das Asperger Syndrom ja oft erst spät wirklich erkannt. Ich denke frühe Förderung ist sicher ein Vorteil.

    Hoffentlich zeigt dann auch unsere Familie sowie allgemein das Umfeld endlich Verständnis und sieht nicht immer nur uns als Eltern in der Schuld.

    Danke liebe Muttis Nähkästchen, ich bin sehr froh deine Seite gefunden zu haben. In vielen Situationen (eigentlich in allen) erkenn ich uns wieder (Thema Hausaufgaben!!!) :-)

    Lg

    P.S. Sorry für den langen Beitrag

    1. Liebe “Aspi Neuling”,
      DEN Asperger gibt es nicht – darum ist die Diagnose ja auch nicht immer ganz eindeutig. Bei unserem Kind hieß es am Anfang auch: kein Asperger. Und dann sind wir zwei Jahre im Kreis gelaufen und erst mit 9 Jahren haben wir die Diagnose bekommen. Dann haben wir angefangen, in diese Richtung mit ihm zu arbeiten: in der Schule, daheim und mit professioneller Hilfe. Zwei Jahre lang hat uns eine auf Autismus spezialisierte Psychologin betreut, auch mit Homöopathie haben wir tolle Ergebnisse erzielt. Damit haben wir echt die Kurve gekratzt. Jetzt ist er 11, geht ins Gymnasium (!) und zeigt momentan kaum Auffälligkeiten. (Knock on wood …)
      Danke für deinen Kommentar! Genau darum schreibe ich über solche Dinge – weil es da draußen viele gibt, denen es ähnlich geht und für die meine Beiträge eventuell hilfreich sind. Es ist immer wieder schön zu hören, dass es tatsächlich so ist. DANKE!
      Alles Gute und viel Kraft!

      1. Hallo Muttis Nähkästchen

        Vielen Dank für deine schnelle Antwort und die aufbauenden Worte :-)

        Ja, dein Blog ist sehr hilfreich und zudem auch humorvoll geschrieben. Das was du machst hilft tatsächlich andern. Vor allem auch sich verstanden zu fühlen und nicht immer zu meinen man müsse so wie die Bilderbuch-Familie oder perfekte Katalog-Frau/-Mutter sein. Du hilfst damit auch den gesellschaftlichen Druck der manchmal auf einem lastet (zumindest auf mir :-) zu vermindern.

        Danke und weiter so :-)

        Lg
        Aspi Neuling

  10. Hallo,
    deine Artikel bezüglich deiner Erfahrungen mit deinem Sohn sind einfach spitze und enthalten ganz viele tolle Infos- danke dafür!
    Mein Sohn ist 8, Asperger Autist, vor zwei Jahren diagnostiziert. Bei uns läuft es eigentlich ganz gut, wobei der Alltag schon sehr anstrengend ist. Mein Sohn kann sich alleine kaum beschäftigen, er findet sich nichts was ihn wirklich interessiert ( außer sein Tablet und das ist zeitlich begrenzt)….
    Dass die Homöopathie deinem Sohn so geholfen hat ist super. Wenn ich einen ” guten” Homöopathen kennen würde, würden wir es auch versuchen. Darf ich fragen wo ihr wohnt, vielleicht ist es ja in unserer Nähe….:-)
    Das Schuljahr ist fast geschafft und die Ferien in Sicht!
    Alles Gute euch, freue mich auf neue Berichte.
    Grüße Christine

    1. Liebe Christine!
      Du hast dich wahrscheinlich bei der Angabe deiner E-Mail-Adresse vertippt – darum kann ich dir leider nicht antworten. Aber vielleicht liest du ja hier mit: “Unser” Homöopath ist in Salzburg. Bitte melde dich, falls du genaueres wissen willst!
      Liebe Grüße und alles Gute!
      Birgit

  11. …Eine Seite, die EXTREM gut ist, leider nur auf Englisch: https://www.aspergerexperts.com/
    Hier wird das Asperger Syndrom super beschrieben und erkärt (und zwar von Betroffenen), und es gibt auch Tipps und Kurse, wie man damit umgeht. Kann ich nur empfehlen!

  12. Wir sind über die humorvollen und hilfreichen Autismus-Beiträge, hier, zufrieden, gelandet. Manch ein Satz, hat uns, über eine Situation, gerettet.
    Unser Sohn lebt mit Asperger (und wir mit ihm). Nun ist ee in der Pubertät. Manchmal haben wir den Eindruck, nun ist alles weg, was er, mühevoll, gelernt hat. Er lässt kaum noch jemanden an sich heran.
    Man könnte leicht sagen, so ist das halt in der Pubertät. Dagegen zu halten ist, unsere drei, weiteren, Pubertiere sind ab und zu zugänglich. Bei ihm ist es wieder einmal anders. Und wir würden ihm so gerne helfen.
    Wirklich, anwendbares, kommt von betroffenen Eltern.
    Für Rat und Tipps im Umgang mit unserem geliebten Kaktus, wären wir dankbar.

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