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Du bist so gewöhnlich! Normal sein als Ziel der Erziehung?!

Du bist so gewöhnlich! Normal sein als Ziel der Erziehung?!

Gratulation, das war echt durchschnittlich!
Wow! Du bist so gewöhnlich!
Toll, das war echt normal!



Zwischenruf in eigener Sache:

MINT-Projekte daheim mit Kindern: FOLDIO

VERLOOOOOOSUNG!!!

Mit einfachen Mitteln können wir bei Kindern die Begeisterung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) entzünden: Roboter basteln, spielerisch programmieren, eine VR-Brille basteln und mehr. Wir haben hier am Blog für euch Ideen für MINT-Projekte mit Kindern gesammelt, die man perfekt zuhause umsetzen kann.

Und das Beste: Ein FOLDIO-Komplettset könnt ihr GEWINNEN!

Hier mitmachen: Daheim tüfteln und forschen: Nerdige MINT-Projekte mit Kindern


… schon mal solche Komplimente bekommen? NEIN?

Warum ist es dann so erstrebenswert, dass unsere Kinder NORMAL sind – ins Schema passen – angepasst sind?

Die legendäre Vera F. Birkenbihl erklärt in 56 Sekunden, dass die Erziehung die meisten von uns zu “normalen” Menschen macht und man genau deshalb sein Potenzial nicht voll ausschöpfen kann:

Potentialentfaltung & Erziehung - Vera F Birkenbihl

Mit dem Klick auf das Bild werden durch den mit uns gemeinsam Verantwortlichen Youtube (Google Ireland Limited) das Video abgespielt, auf deinem PC Skripte geladen und Cookies für die Dauer von bis zu 2 Jahren gespeichert sowie personenbezogene Daten erfasst. Mit Hilfe dieser Cookies ist Youtube in der Lage, die Aktivitäten von Personen im Internet zu verfolgen und Werbung zielgruppengerecht auszuspielen. Datenschutzerklärung von Youtube

Aber sind nicht ganz normale Menschen deswegen automatisch klar im Vorteil? Oooooh, NEIN!

Wir gehen davon aus, dass unsere “Erziehungsprogramme” für jeden anderen Menschen absolute Gültigkeit besitzen. Jeder andere soll bitteschön in dieses “Schema F” passen.
Aber: Die wahren Komplimente hören sich doch so an:

Wow! Das war außergewöhnlich!

Nur: Warum wollen wir aber keine außergewöhnlichen Kinder? Warum wollen wir lieber die angepassten, die nicht auffallen? Als Mutter eines Asperger-Kindes kann ich ein Lied davon singen … so wie Rosie King:

Think outside the box!

Warum also nicht Einzigartigkeit zelebrieren? Jede Mutter, jeden Vater, jeden Lehrer und jede Person sollten wir daran erinnern …

Wer Zeit und Lust hat, sich die ganze Vorlesung von Vera F. Birkenbihl anzuschauen – ich kann’s nur wärmstens empfehlen! Auch wenn der Titel des Vortrags vielleicht für einige abschreckend wirkt, trotzdem anschauen – ihr werdet überrascht sein!

[Das Video ist leider nicht mehr verfügbar.]

Ein paar bemerkenswerte Zitate daraus:

  • Nicht die Welt ist beschissen – die Scheiße sitzt im Filter!
  • Freudehormone fressen Kampfhormone auf.
  • Wir haben in Deutschland eine Reihe von Anti-Freudeprogrammen – die werden durch Nachahmung weitergegeben (ca. 37:00)
  • Eine MEINung ist eigentlich eine ANDERung (ca. 38:30)
  • Wir sehen alles durch die Polarisierung: positiv oder negativ. Und das ist das einzige Hauptproblem, das wir auf dieser Welt überhaupt haben.

Muttis Fazit

Ein Fazit fällt mir in diesem Fall wirklich schwer … Als Mutter eines autistischen Kindes, das von Haus aus “nicht ganz normal” ist, hab ich meine liebe Not mit diesem Thema. Was ist normal und vor allem: wer bestimmt darüber? Die Grenzen sind doch fließend …
Was ist eure Meinung dazu?

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Wollen wir wirklich normale Kinder? Erziehungsziel Normalität? Ist das gut - oder wäre außergewöhnlich


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Wir sind Betroffene.
Vielleicht können andere Betroffene von unseren Erfahrungen profitieren:

Ein paar Hilfsmittel und Lösungsstrategien, die wir uns mit der Zeit zusammengesucht und ausprobiert haben:


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Birgit

Hier plaudert Birgit, alias Mutti, 40+, seit 2009 aus dem Nähkästchen: Authentizitäts-Freak, selbstbewusst grauhaarig, kreativ angehaucht, völlig unperfekte Mutter. Familienblog aus dem Leben mit zwei Jungs - Mutter allein unter Männern. Mehr über Muttis Nähkästchen: About. Nix verpassen? Folgt mir via Social Media oder Newsletter.

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Ich hätte meinen linken Fuß dafür hergegeben, normal zu sein, und das Kompliment: “Du bist ja normal!” wäre auch tatsächlich eines gewesen für mich. Ich habe mir so viele Strategien gesucht, wie ich unauffällig sein kann, aber nix hat wirklich geklappt.
    Aber damals wusste ich auch noch nichts von Autismus, ich dachte nur dass ich kaputt bin.

    Mein Sohn hat jetzt die Diagnose, und wir wollen da offensiv rangehen. Dass er anders ist merken ja eh alle ganz schnell, sowas bleibt nicht verborgen. Wir wollen den Kindern in der neuen Schule sagen: “Hallo, ich (also Kind1 ;-) ) bin anders, und das liegt am Aspergersyndrom!”
    Zusammen mit einer kurzen Erklärung, die wir uns schon ausklamüsert haben.

    Ich glaube natürlich nicht, dass damit alle Probleme aus der Welt sind, aber besser offen anders sein als krampfhaft zu versuchen sich anzupassen. Das tut nämlich nicht gut!

    Liebe Grüße
    Das Huhn

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